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  • DE-47441 Moers
  • 12/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-345205)

Erlebnisort Freizeitpark Moers


  • 1. Preis

    Plaza, © Förder Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    maier landschaftsarchitektur/ Betonlandschaften, Köln (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ralf Maier , Matthias Förder

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Förder Landschaftsarchitekten, Essen (DE), Luxembourg (LU)

    Erläuterungstext
    Magie des Wassers

    Der Entwurf sieht vor Wasser in verschiedenen Arten erfahr-und erlebbar zu machen.
    Herzstück ist der Wasserwandler, ein Ring in der Mitte der Plaza, der vier verschiedene Situationen hervorrufen kann. Ebenfalls auf dem Plaza sind simple Vertiefungen in die Oberfläche eingelassen, die in ihrer Form an Eisschollen erinnern. Diese halten nach Niederschlag das Wasser länger und bieten spannende Momente durch Reflexion und simplen Spielwert. Der Skatepark erinnert mit Snakerun und vielen Vertiefungen in Form und Ausprägung an Situationen, in denen Wasser die Landschaft geprägt hat.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser haben mit Ihrer Leitidee durch die Platzierung eines „Wasserwandlers“ als zentrales, neues Element einen adäquaten und kraftvollen Ersatz für die ehemalige Seefläche geschaffen. Die Idee eines Parks für Alle wird durch die konsequente Zonierung der einzelnen Funktionsbereiche schlüssig umgesetzt. Das geplante Wegegerüst erlaubt die Anbindung aller Bereiche bei gleichzeitiger Möglichkeit, unterschiedliche Rundwege zu nutzen. Die Verlegung des Kunstpfades an den Rand der offenen Wiesenfläche und im respektvollen Abstand zum Moersbach ist treffend und ermöglicht durch die prominente Anordnung eine bessere Rezeption der Skulpturen.

    Die Lage des Skateparks im südlichen Bereich folgt den lärmschutzrechtlichen Empfehlungen und erscheint sinnvoll angeordnet zu sein, auch wenn die Lärmschutzmaßnahmen noch überarbeitet werden müssen. Die Einplanung der Tribünenanlage zwischen Skatepark und Plaza ist eine gute Idee, da sie die unterschiedlichen Nutzungsräume voneinander abschirmt und gleichzeitig Aussichtsmöglichkeiten zu beiden Seiten bietet. Der Einbau einer festen Bühne auf der Plaza wird kritisch gesehen. Auch die vorgeschlagene Anordnung der Food-Trucks scheint nicht optimal gelöst zu sein. Durch die Beibehaltung des Spielbereichs am heutigen Ort und die Umnutzung der alten Skateranlage zu einem Waldspielplatz reduzieren sich die zu bewegenden Bodenmassen. Die Notwendigkeit des Multifunktionsspielfeldes wird nicht gesehen.

    Die zu erwartenden Gesamtkosten liegen im Mittelfeld, wobei der Kostenansatz für den „Wasserwandler“ von der Jury als zu niedrig angesehen wird. Die Folgekosten für die zu erwartende Pflege und Unterhaltung stehen in einem gesunden Verhältnis zur geplanten Nutzung. Eine Steigerung der Unterhaltungskosten gegenüber der heutigen Situation wird nicht erwartet.

    Den Verfassern gelingt durch die Anordnung eines starken Gerüstes aus Wegen und Nutzflächen mit dem Wasser als Mittelpunkt und der durchdachten Zonierung ein Parkentwurf mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen. Die Stärke des Entwurfs liegt auch in der deutlichen Gestaltungshaltung und der angepassten Übernahme der vorhandenen Formensprache des Altbestandes. Die Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zu Lösung der gestellten Aufgabe.