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  • Anerkennung

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    Architekten
    mannewitz GmbH & Co. KG, Hannover (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: GRUPPE FREIRAUMPLANUNG Landschaftsarchitekten, Langenhagen (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Gebäudekomplex positioniert sich durch seine erhöhte Lage etwas wuchtig. Die Gebäudekubatur und die Gliederung der Fassaden erinnert eher an einen Verwaltungsbau als an ein Bildungs- und Innovationszentrum.
    Die zurückversetzte Lage auf dem Grundstück führt dazu, dass die Erweiterungsmöglichkeiten im hinteren Teil des Grundstücks minimiert werden.
    Die Zuwegung für Anreisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut entwickelt. Die Zu- und Abfahrt für den KFZ-Verkehr funktioniert gut. Allerdings weist dieser Entwurf eine Tiefgarage auf, die weder in der Auslobung gefordert und auch weiterhin von Ausloberseite nicht gewünscht ist. Der Eingangs- und Empfangsbereich in das Gebäude ist sehr weit zurückversetzt. Die Positionierung der Mensa wird in Bezug auf die Mitbenutzung von externen Gästen aus anderen umliegenden Firmen und Unternehmen als positiv gesehen.
    Durch das großzügige Foyer werden alle Gebäudeteile mit guter Orientierbarkeit erschlossen. Der barrierefreie Zugang ist, so wie dargestellt, jedoch nicht möglich.Die weiteren schmalen, mit wenig Tageslicht ausgestatteten und dadurch dunklen inneren Erschließungsflure wirken nicht einladend. Durch die Sockel der Tiefgarage, d. h. die Sockelzone insgesamt, wird der gewünschte Bezug zum Außenraum gestört. Das Fassadenmaterial wird im Bezug auf sein Alterungsverhalten kritisch beurteilt.

    Freianlagen
    Die Freianlagen werden aufgrund der Gebäudeanordnung in zwei Teile geteilt. Der gesamte Campus ist auf dem Dach angeordnet. Bedingt durch die Tiefgarage im Gebäudesockel ist ein Innen/Außen- Bezug aus dem EG nach Süden und Norden in vielen Bereichen nicht gegeben.
    Die Erreichbarkeit der Eingangsebene, die einen großen Höhenunterschied zur Straße aufweist, wird über eine Treppen/ Rampenanlage dargestellt, deren Behindertengerechtigkeit in Frage gestellt wird. Der schützenswerte Baumbestand kann bei diesem Entwurf nicht erhalten werden.
    Energie Die Verfasser schlagen ein einfaches energetisches Konzept im Rahmen der Vorgaben der Auslobung vor.
    Über das gemeinsame Foyer und die Tiefgarage besteht auch die Möglichkeit der technischen Erschließung, auch wenn die Tiefgarage unter Kostenaspekten kritisch gesehen wird. Einschränkungen gibt es im Bereich der dunklen Flure. Technikflächen sind noch zu gering bemessen und müssen erweitert werden. Das Fassadenmaterial wird unter Aspekten der Dauerhaftigkeit noch zu prüfen sein. Dämmschichtdicken, Fensterflächenanteile und das Konzept zum Sommerlichen Wärmeschutz sind positiv zu bewerten.

    Wirtschaftlichkeit
    Aufwändiges Bauwerk in Stahlbeton mit höheren Brandschutzanforderungen durch die vollständige Unterkellerung der 4 Baukörper, mit daraus folgender Abdichtungsproblematik und Regenwasserableitung. Hohe Folgekosten durch Tiefgarage (Brandschutz, Brandmeldetechnik, Lüftungstechnik). Gebäude mit erhöhten Reinigungskosten wegen Flächenüberschreitung - Glasflächenanteil ist überdurchschnittlich, somit auch die Kosten der Glasreinigung. Vorhangfassade aus Faserzement ist nachhaltig und bauphysikalisch zweckmäßig,
    wird aber nicht langfristig optisch ansprechend sein. Die „Trespa“-Fassadenplatten sind nicht "selbstreinigend" die gewollte Holzoptik wird teilweise in das Fassadenreinigungsprogramm aufzunehmen sein. Die Kosten für Gebäudebetrieb und Bauunterhaltung liegen mit geschätzt 215 T€ p.a. im oberen Bereich.


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