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  • DE-63739 Aschaffenburg
  • 01/2020
  • Ergebnis
  • (ID 2-349340)

"Neue Mitte Damm" Aschaffenburg


  • Anerkennung

    Giardino segreto, © Arge HeinzKroitzsch

    Landschaftsarchitekten
    landschaftsentwicklung kroitzsch, Gröbenzell (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: rainer Heinz architektur + stadtplanung, Rosenheim (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt auf den ersten Blick durch die Betonung der Raumkanten
    und Verstärkung durch einen vorgelagerten Baumfilter.
    Durch die Verlegung der Mittelstraße an den östlichen Platzrand, wird eine
    maximal große Platzfläche geschaffen. Allerdings ist aufgrund des Kanals und der
    Abstände zur Volksbank im Osten die Lage der Baumreihen zu überprüfen. Ein
    notwendiges Hineinrücken in die Platzmitte würde das Gesamtbild jedoch
    nachteilig verändern.
    Die reduzierte Gestaltung lässt eine multifunktionale und flexible Nutzung der
    Platzfläche zu. Völlig unverständlich und entbehrlich erscheint in diesem
    Zusammenhang die Platzierung des mit Holzstelen gefassten „Giardino Segreto“.
    Die Aufenthaltsqualität und die Identität des Platzes werden kontrovers diskutiert,
    da die Verkehrsräume auf die Platzfläche Einfluss nehmen und die Möblierung sich
    im Wesentlichen auf den Bereich der Baumreihe im Osten konzentriert. Es ist
    unklar wie die Platzfläche effektiv vor einem Befahren/Beparken geschützt werden
    soll.
    In der Schillerstraße verbleibt eine relativ breite Verkehrsschneise die bzgl. der
    Verkehrsführung/Abbiegebeziehungen nicht eindeutig ist. Die Radwege sind
    abseits der Verkehrsstraße zwischen Gehweg und Baumreihe mit Stellplätzen
    jedoch sicher geführt.
    Die funktionalen Anforderungen an die Umgestaltung der Burchardtstraße sind
    bewältigt, der Begegnungsfall Bus/Bus wurde berücksichtigt. Eine besondere
    Charakteristik und Attraktivitätssteigerung wird jedoch nicht erreicht.
    Die Beschränkung der Materialien auf Asphalt, Betonwerkstein und Granit wird
    positiv gewürdigt. Eine wirtschaftliche Umsetzung scheint möglich. Die
    Verwendung von großformatigen Plattenbelägen im Fahrbahnbereich des Platzes
    wird jedoch kritisch bewertet.
    Der Entwurf hat seine Qualitäten in der übergeordneten städtebaulichen
    Maßstabsebene. Es wird ein klarer Stadtraum ausformuliert, dem es trotz der
    querenden Schillerstraße gelingt den Stadtteil zusammenzubinden. Die
    Platzgestaltung überzeugt im Detail jedoch nicht.