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  • DE-44137 Dortmund
  • Ausschreibung
  • (ID 2-10208)

Gestaltung der Vorplätze des "Dortmunder U"


  • 1. Preis

    Blatt 1

    Landschafts- / Umweltplaner
    hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekturbüro Caspari, Wörthsee (DE)

    Erläuterungstext
    AUSZUG:

    „Dortmunder U“ Gestaltung der Vorplätze

    Einleitung
    Das seit der Verlegung der Dortmunder Union-Brauerei in weiten Teilen brach liegende Gelände wird sich in den kommenden Jahren zu einem hochwertigen Standort in bester Innenstadtlage Dortmunds entwickeln. Als Motor der künftigen städtebaulichen Entwicklung fungiert das denkmalgeschützte und für kulturelle Nutzungen vorgesehene Gebäude des U-Turms.
    In Zusammenhang mit der Entwicklung des Brauereigeländes erfolgt der Stadtumbau Rheinische Straße. Durch geänderte Verkehrsführungen der Rheinischen Straße und der Brinkhoffstraße sowie der Verlegung der Stadtbahn in den Untergrund besteht nun die Chance das Gebiet und insbesondere den U-Turm stärker an das Zentrum anzubinden.
    Durch die Neuordnung der Flächen entstehen im Vorfeld des U-Turms zwei neue Platzflächen, welche zum Bindeglied des geplanten Zentrums für Kunst, Kreativität und Wirtschaft und der Innenstadt sowie dem Hauptbahnhof werden.

    Konzept Vorplätze
    Aus den Achsen des U-Turms sowie dem Fassadenraster des bestehenden Büro- und Verwaltungsgebäudes haben wir ein Platzkonzept entwickelt, das die Besucher und Gäste optisch wie gestalterisch auf den Solitär des U-Turms hin leitet. Der südliche Platz dient hierbei als Sprungbrett zur Anbindung an die City. Grüne „stepstones“ verzahnen die Platzfläche mit der Innenstadt. Der Sprung über den Wall wird vollzogen, die Situation auch für den Autofahrer erlebbar.
    Die konkav und konvex geformten Rasenflächen nehmen ein lichtes Blätterdach aus filigranen Gleditschien sowie eine Bestandsplatane mit ihrer eher groben Belaubung auf.
    Der eigentliche Vorplatz des U-Turms erhält einen grünen Rahmen aus artifiziell-überformten exakt geschnittenen Eibenwellen, die sich aus dem Bodenbelag erheben. Im unmittelbaren Vorfeld des neuen Windfangs des U-Turmgebäudes sind die Wellen „versteinert“ und dienen als multifunktionale Sitz- und Liegeobjekte. Sie entwickeln sich dabei als Transformation in die dritte Dimension aus dem Belagsraster. Die restliche Platzfläche bleibt frei für Veranstaltungen und kulturelle Nutzungen. Die Fortführung der Platzgestaltung mit den Betonwellen und dem linear strukturierten Betonbelag auf der westlichen Seite des U-Turms ist vorstellbar, sodass die Gestaltung auch der Funktion des durchwegbaren Foyers gerecht werden kann.
    Der nördliche Vorplatz findet seine Fortführung östlich der Brinkhoffstraße. Die Verbindung über die Straße erfolgt niveaugleich, die Belagssituation wird nahtlos fortgeführt. Das lineare Raster gibt die Breite der Verbindung vor. Eine flache Stahlbetonplatte gewährleistet den erforderlichen Lichtraum der Brinkhoffstraße. Die Geländer werden als Vollglaskonstruktion mit integrierter Glasillumination vorgeschlagen.
    Für diesen Platzbereich wird ein Stadtpavillon vorgeschlagen, der in Form und Materialität (Sichtbeton, grünes Glas) mit den Eibenwellen korrespondiert. Der Baukörper bietet die Möglichkeit, ergänzende Nutzungen für das Destination Welcome Center® sowie das Museum im U unterzubringen, z.B. Kiosk, Museumsprogramm, Veranstaltungsinformationen.

    Konzept Rheinische Straße / Westentor
    Die neu geplanten Straßenbäume der Rheinischen Straße werden im Bereich des Westentors zu einem Baumraster entwickelt, das sich zur Innenstadt hin verdichtet. Der Bereich um den Stadtbahnzugang Westentor bleibt frei von Einbauten, die Baumpflanzungen in diesem Bereich erfolgen nicht in Pflanzbeete, sondern in Unterflurbaumquartiere, die möglichst klein dimensionierte Baumroste ermöglichen und maximale Nutzbarkeit der Platzflächen gewährleisten. Hockerbänke auf Betonkuben entlang des Kölbl/Kruse-Neubaus bieten Verweilmöglichkeiten. Ein einheitlicher Betonplattenbelag verdeutlicht das neue Stadtquartier. Im Bereich der vorhandenen Bebauung erfolgt ein Belagswechsel. Der Bereich des Stadtbahnhalts Unionstraße wird linear gegliedert. Plattenbänder deuten u.a. die zwei Ausfahrtssituationen an.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.