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  • DE-72144 Dußlingen
  • 04/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-10235)

Neubau eines Feuerwehrhauses


  • 3. Preis


    Architekten
    Schlude Ströhle Richter Architekten BDA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext

    Das Wettbewerbsgelände am südlichen Ortseingang von Dusslingen ist bisher wenig markant. Die Situation wird unmittelbar durch die stark befahrene Bundesstraße geprägt. Nach Ausbau und Untertunnelung der B 27 ist es umso wichtiger dem Ort einen definierten Anfang zu geben und dem Vorbeifahrenden einen signifikanten Eindruck zu vermitteln.

    Noch ein gutes Stück von der ersten Bebauung entfernt bildet das Grundstück gewissermaßen den Vorposten von Dußlingen. Durch prägnante Baumreihen wird die zukünftige Ortsverbindungsstraße deutlich von der dann 4-spurig ausgebauten B 27 abgesetzt und erhält einen räumlich angemessenen Charakter.
    Das Grundstück wird durch Mauern und Bäume eindeutig gefasst und besetzt ein „Feld\" in der landwirtschaftlich geprägten Parzellenstruktur. Die Flächen werden hierbei so strukturiert, dass ganz unterschiedliche räumliche Qualitäten und Sichtverbindungen entstehen.

    Das Gebäudekonzept selbst ist in erster Linie von der funktionalen Organisation geprägt. Alle für den Einsatz relevanten Funktionen sind eindeutig und direkt im Erdgeschoss zugeordnet. Ein übersichtliches Grundrissschema mit weitreichenden Sichtbeziehungen bietet die Gewähr für einen reibungslosen Ablauf und schafft überdies eine helle und freundliche Atmosphäre. Der Schulungs- und Jugendbereich im Obergeschoss gruppiert sich um ein signifikantes Atrium. Der Foyerbereich kann bei entsprechender Witterung um einen attraktiven, nach Westen orientierten Dachgarten erweitert werden.

    Die Architektur wird bewusst schlicht gehalten. Das Gebäude ist in Betonfertigteilen konzipiert. ‚In der Halle tragen Fertigteilbinder die Deckenelemente. Die einfache Gebäudegeometrie wird durch großflächige Öffnungen und Ausschnitte gegliedert. Ein dunkler in der Farbe changierender Klinker im Dünnformat verleiht dem Gebäude trotz seiner Ruppigkeit eine feingliedrige Textur und bildet einen angenehmen Kontrast zu den glattgeschalten Betonflächen. Transparente Tore sorgen für ausreichend Tageslicht und bieten Einblick in die Nutzung des Gebäudes. Im Innenbereich stehen hell gestrichene Flächen zu den Betonwänden, akzentuiert durch helle Naturholzeinbauten. Prägnante Stellen werden rot hervorgehoben. Im Hallenteil und den dienenden Räumen werden Installationen bewusst sichtbar geführt. Das einfache Konstruktionsprinzip in Verbindung mit den optimalen Kubatur- und Flächenwerten bietet die Grundvoraussetzung für kostengünstige Erstellung und wirtschaftliche Betriebs- und Baufolgekosten.

    Es ist beabsichtigt mit nachhaltigen Materialien und einer unverwechselbaren Architektur ein Feuerwehrhaus zu schaffen, das sich selbstbewusst an dieser Stelle präsentiert und dem Nutzer einen optimale Basis für sein ehrenamtliches Engagement bietet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.