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  • DE-74523 Schwäbisch Hall
  • 11/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-10517)

An der Breiteich


  • 3. Preis

    Lageplan

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Arch.: Mathias Hähnig Martin Gemmeke Mitarbeit: Anthony Carimando Tanja Kupski Jan Gienau

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Ziel des städtebaulichen Entwurfs ist es, die bestehenden Siedlungsränder von Gottwollshausen im Norden und Teurershof im Süden frei zu halten und die Ortsränder in ihrer Eigenständigkeit zu berücksichtigen.
    Großzügige Freiräume entlang der bestehenden Siedlungsränder von Ost nach West bilden als durchgängige Landschaftsspangen den räumlichen Übergang.
    Die, das Plangebiet prägende topographische Situation der Hangzone zum Kochertal im Osten wird von Bebauung frei gehalten und mit den übergeordneten Grünzügen von Ost nach West vernetzt. Die städtebauliche Entwicklung der neuen Wohnquartiere erfolgt über gegliederte Baufelder. Die vier geplanten Wohnquartiere, Wohnfelder sind durch von Nord nach Süd verlaufende strukturierende Freiräume gegliedert. Die geplanten Wohngebiete bilden eine Siedlungsstruktur, die in ihrer städtebaulichen Ausprägung einen eigenen Charakter erhält und als eigenständiger, neuer Entwicklungsbaustein die bestehenden Orte Gottwollshausen und Teurershof ergänzt.
    Bestehende Wegebeziehungen, vorhandene Infrastrukturen innerhalb der vorhandenen Umgebungsbebauungen werden aufgenommen, weiterentwickelt und mit den neuen Strukturen vernetzt bzw. arrondiert.
    Durchgängige Fuß- und Radwegeverbindungen von Ost nach West, von Nord nach Süd und entlang des Kocherhangs mit Ausblicken auf die Stadt und die Limburger Berge, vernetzten das neue Wohngebiet mit den übergeordneten Wegebeziehungen. Die Wohnquartiere werden von der Grohwiesenstraße im Westen erschlossen. Die Erschließungsstraße verbindet die einzelnen Stadtbaufelder. Platzsituationen bilden den Auftakt, die „Adresse“ des jeweiligen Wohnquartiers. Interne Ringstraßen, die als Wohn- bzw. Spielstraßen geplant sind, bilden die innere Erschließung der Wohnbaufelder. Jedes Grundstück, Gebäude ist direkt über diese Wohnstraßen angebunden, die Stellplätze sind jedem Haus direkt zugeordnet.
    Nördlich der, die Wohngebiete verbindenden Sammelstraße ist eine Wohnbebauung mit Nebengebäuden zur Erschließungsstraße lärmgeschützt orientiert, die sich mit dem angrenzenden nördlichen Grünzug entlang des „neuen Fischbachs“ vernetzt. Mehrgenerationen-Wohnsituationen um gemeinsame grüne Höfe, gereihte Einfamilienhausstrukturen und betreute, barrierefreie Seniorenwohnformen sind in diesem Übergangsbereich geplant.
    Südlich der Haupterschließungsstraße bilden Gartenhofhäuser und Atelierhofhäuser die räumliche Kante zum Straßenraum und reagieren mit ihrer Ausrichtung und Gebäudestruktur auf diesen. Eine begleitende Baumreihe und ein durchgängiger Grünstreifen mit Entwässerungsmulde für das Niederschlagswasser unterstützen den gewünschten Charakter dieser Straße.
    Jedes Wohnbaufeld ist durch den räumlichen Auftakt mit Platz und Baumdach, interne kleine Quartiersplätze und einer Spiel-, Kommunikationszone im Süden gegliedert.
    Neben den Einfamilienhäusern werden ergänzend gekettete Wohnhäuser und gereihte Einfamilienhaussituationen angeboten. Als punktartige Baukörper entwickeln sich die geplanten Doppelhäuser. Durch das vielfältige Angebot von Gartenhofhäusern, Atelierhofhäusern, den gereihten und den freistehenden Einfamilienhäusern und Doppelhäusern bietet das neue Wohnquartier ein differenziertes Wohnangebot.
    Die als Mischverkehrsflächen ausgebauten Spiel- bzw. Wohnstraßen, die eingestellten Platzsituationen und die Wegeverbindungen in die angrenzenden Landschaftsräume gewährleisten eine hohe Wohnumfeldqualität. Alle Gebäude sind Süd, Südwest bzw. West orientiert.
    Durch das Angebot von großen, privaten Grundstücksflächen, Gartenbereichen, Spielflächen auf bzw. an den Plätzen und den großzügigen Grünzäsuren als Verknüpfungen mit dem Landschaftsraum entstehen hochwertige differenzierte Freiraumqualitäten in direktem Wohnumfeld.
    Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist in das Erschließungskonzept integriert. Die Haltepunkte sind auf den angedachten Quartiersplätzen berücksichtigt.
    Im östlichen Wohnbaufeld besteht für den ÖPNV und nur für den ÖPNV die Anschlussmöglichkeit an die Ringeläcker.
    Durch die gewählte Erschließungsstruktur bleiben die bestehenden Orte Gottwollshausen und Teurershof von zusätzlichem Individualverkehr unberührt. Durch die geplante interne Führung und die gewählte Baustruktur entlang der Erschließungsstraße entsteht ein sinnfälliges, bauabschnittsweise umsetzbares städtebauliches Konzept, dass sich additiv ergänzend von West nach Ost entwickelt und in jedem Realisierungsabschnitt eine städtebaulich abgeschlossene Siedlungsstruktur darstellt.
    Durch die integrierte Planung von Baustruktur und Erschließungsstruktur entstehen im Wohngebiet klare Raumkanten und Orientierungen. Großzügige, übergeordnete Grünspangen, Grünzäsuren werden ermöglicht. Bestehende Siedlungsstrukturen werden nicht beeinflusst.
    Um die großzügig geplanten Landschaftsbezüge, den Landschaftspark realisieren zu können, wird die bestehende Kleingartenanlage an der K 2576 aufgegeben und im nördlichen Übergangsbereich zwischen Wohnbaufeldern und dem Grünzug des „neuen Fischbachs“ verlagert und eingebunden.
    Das städtebauliche Konzept bildet unter Berücksichtigung der vorhandenen Orte, Ortsteile und des vorhandenen Landschaftsraums mit dem neuen Wohngebiet gegliedert in vier Wohnbaufelder eine eigene starke stadträumliche Identität. Landschaftsraum und Siedlungsraum ergänzen sich und werden räumlich spürbar inszeniert. Bestand und Neuplanung wachsen zu einem Ganzen zusammen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.