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  • DE Köln
  • 01/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-10883)

Eingang Riehler Gürtel, Kölner Zoo


  • 1. Preis

    Funktions-Piktogramme

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    Architekten
    Damrau Kusserow Architekten BDA, Köln (DE)

    Mitarbeit
    Karin Damrau, Bernd Kusserow Mitarbeiter: Sabine Piechotta, Oliver Hérail , Modellbau: Thomas Halfmann, Köln

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: club L94, Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Konzept
    Die bestehende räumliche Kante zur Stadt wird aufgenommen und erhalten. Die Lage des Eingangs bleibt unverändert. Die Terrasse erhält die Position im räumlichen Gefüge, die den denkbar besten Ausblick auf „Asien und Afrika“ bietet. Die Gastronomie wird so entwickelt, dass durch ihre Positionierung der „attraktivste Biergarten Riehls“ entstehen kann, in dem man auch nach 22.00 Uhr noch gerne sein Bier trinkt. Nicht zuletzt erhält das heterogene Raumprogramm eine homogene Hülle die zwei Anforderungen erfüllen kann: Zeichenhaftigkeit der Stadtfassade und Hintergrundbild der Zoofassade.
    Ziel ist, jede Funktionseinheit an dem Ort zu Positionieren, an dem sie auch vermutet wird, an dem sie schon immer war - oder an dem sie sich der Zoo ganz einfach wünscht.


    Städtebau und Freiraum
    Der Kölner Zoo grenzt im Norden und Westen an den Stadtteil Riehl. Dieser besteht im Wesentlichen aus intakter, drei bis fünfgeschossiger Wohnbebauung mit erdgeschossigen Ladenzonen.
    Am Kreuzungspunkt des Riehler Gürtels, der Stammheimer Strasse und der Pionierstrasse wird der Nebeneingang des Kölner Zoos durch eine Platzaufweitung markiert. Durch die städtebauliche Figur des neuen Eingangsgebäudes wird die Raumkante des Platzes wieder hergestellt und er erhält seine städtebauliche Fassung. Das mit seiner Zweigeschossigkeit eher geringe Gebäudevolumen erhält durch die homogene Gebäudehülle die notwendige städtebauliche Ausformung im Stadtraum.

    Der Zoovorplatz stellt sich derzeit als baumbestandener, asphaltierter Parkplatz dar. Der Platz wird künftig aus seiner Parkplatznutzung entlassen und erhält einen repräsentativen Charakter mit einer erhöhten Aufenthaltsqualität im Sinne eines grünen Quartiersplatzes. Durch den Wegfall der Umfahrungsmöglichkeit des Platzes (Teil der Pionierstrasse) für den Individualverkehr entsteht eine großzügige, autofreie Vorzone vor dem neuen Eingangsgebäude des Zoos. Die Gestaltung des Platzes erfolgt aus der Funktion der Vernetzung von Stadt und Zoo, durch die Aufnahme der Wegebeziehungen zwischen den angrenzenden Strassen und dem Zooeingang. An der nördlichen Stirnseite des Gebäudes entsteht die Tiefgaragenzufahrt, sowie eine Anlieferungsmöglichkeit von der Stammheimer Strasse.

    Im Inneren des Zoos wird die Wegeverbindung Riehler Gürtel, Zoovorplatz, Zooeingang durch den neuen Elefantenbalkon fortgesetzt und abgeschlossen. Dadurch wird das Elefantengehege in besonderer Weise mit dem neuen Eingang verknüpft und inszeniert. Zwischen Rundweg und Elefantengehege entstehen auf der unteren Zone zwei neue Gehege des Themenbereiches Afrika. Diese bilden die Schnittstelle zwischen den Bereichen Afrika und Asien auf der anderen Seite des Rundweges. Der Auftakt bzw. der Abschluss Asiens entsteht durch die neue, leicht erhöhte Aussengastronomieterrasse, die in einen Seerosensee eingebettet ist. Dadurch ist sie ausschließlich durch das Restaurant zu erreichen, sodass diese problemlos sowohl von innerhalb aus auch von außerhalb des Zoos betrieben werden kann.
    Nach Süden schließt sich das neue Seelöwenbecken an den Seerosensee an.
    Sowohl im Bereich des Jugendspielplatzes, als auch im Bereich der Aussengastronomie entsteht jeweils ein neuer Kinderspielplatz.


    Gestalt
    Das neue Eingangsgebäude folgt den Grundstücksgrenzen und schließt den städtischen Raum. Durch die Nutzungsverteilung über die gesamte zur Verfügung stehende Grundstückslänge kann sich das Volumen zum Elefantengehege hin verjüngen, dafür weitet sich die Struktur Richtung Afrika auf. Die Grundstruktur des Gebäudes besteht aus einer Stahlbetonskelettbauweise mit aussteifenden Scheiben und einer Pfosten-Riegel-Fassade. Diese relativ einfache Struktur erhält eine Hülle in Form einer horizontal gegliederten, vorgestellten Holzkonstruktion. Die Verhüllung übernimmt zwei Funktionen: Sie bildet das neue werbende Aushängeschild zur Stadt hin und dient gleichzeitig als homogener Hintergrund für die Hauptattraktionen „Asien“ und „Afrika“. Gleichzeitig bildet Sie in großzügig verglasten Bereichen einen Sonnenschutz. Das zweigeschossige Gebäudevolumen erhält drei Einschnitte (Eingang + zwei Dachgärten) die ebenfalls von der vorgestellten Holzstruktur verhüllt werden. Der zweigeschossige Baukörper erhält durch die Hülle in einer drei- bis fünfgeschossigen Umgebung das notwendige heterogene Erscheinungsbild.


    Funktion
    - Der Eingang liegt an seinem bisherigen Ort und entspricht in seinen Abläufen (mit Ticketkauf vor dem eigentlichen Eintritt in den Zoo) dem Haupteingang.
    - Das Restaurant befindet sich direkt neben dem Zooeingang. Es erhält zwei Zugänge – einen von der Stadt aus einen vom Zoo aus. Die Terrasse ist ausschließlich über das Restaurant zu erschließen. Grund hierfür ist das Ziel des Auslobers, Köln auch am Abend einen Biergarten mit dem „spannensten Ausblick Kölns“ zu bieten. Die Terrasse ist durch ein Wasserbecken ohne Sichtbarrieren von Zoogelände getrennt. Das Restaurant ist so angeordnet, das nur ein einziger Ausgang zum Zoo kontrolliert werden muss. Ein zusätzlicher Gastraum im Obergeschoss ermöglicht eine Flächenvergrößerung zu Stoßzeiten sowie einen abgeschlossenen Bankettraum bei geschlossenen Veranstaltungen. Dieser Bereich hat auch einen eigenen Zugang auf das Dach des Gebäudes.
    - Freeflow und Küche entsprechen in ihrer Ausformung einem modernen, leistungsfähigen Gastronomiebetrieb. Der Freeflowbereich wird wie bisher „klassisch“ durch eine Kassenanlage vom Gastraum getrennt, da sich die „Chiplösung“ mit gleichzeitiger Ausgangskontrolle in ähnlichen Fällen scheinbar nicht bewehrt hat und den Bearbeitern ausdrücklich nicht empfohlen wurde. Die Küche hat an der Stirnseite des Gebäudes zwei Ausgänge, die eine leistungsfähige Ver- und Entsorgung ermöglichen.
    - Der Zooshop erhält zwei Eingänge – einen zur Stadt und einen zum Zoo – wobei der Eingang auf der Zooseite ebenfalls eine Zugangskontrolle erhält.
    - Die beiden zusätzlichen Mieteinheiten erhalten zum Zoo jeweils ein attraktives Schaufenster. Alle drei Läden sind durch eine Treppe mit den Lagerräumen im Keller verbunden.
    - Das Verwaltungsgebäude ist so konzipiert, dass die geforderten Nutzungseinheiten in einem einfachen zweigeschossigen Baukörper mit Mittelflurerschließung untergebracht werden können. Zusätzliche Räume wie Reserve- und Lagerraum werden in einem dritten (Keller-) Geschoss untergebracht, das zum Zoo hin belichtet wird. Der Verwaltungsbau ist als zweiter Bauabschnitt komplett unabhängig entwickelt.


    Verkehr
    Die Zu- und Ausfahrt zur Tiefgarage wird über eine gemeinsame Rampe geführt werden, da die Anzahl der angebundenen Stellplätze (43) relativ gering ist. Da die Sichtbeziehung zwischen zufahrenden und ausfahrenden Pkws nicht gegeben ist, soll die Zu- und Ausfahrt über eine Signalisierung geregelt werden. Um sicher zu gehen, dass vor der roten Ampel stehende Fahrzeuge nicht den durchfahrenden Verkehr behindern, werden im öffentlichen Straßenraum Aufstellplätze geschaffen.
    Die Anlieferung erhält keine eigene Parkposition zwischen Gebäude und Tiefgaragenabfahrt, da die nachzuweisenden erdgebundenen Flächen des Raumprogramms die gesamte Fläche ausfüllen. Da die Anlieferung täglich zu bestimmten Zeiten erfolgt, scheint auch eine Parkposition vor dem Gebäude richtig. Das Be- und Entladen erfolgt auf kurzem Wege an der Stirnseite zur Stammheimer Straße.
    Der Hauptzugang der Tiefgarage befindet sich zwischen Zooshop und Gewerbemieteinheit direkt am Eingang Zoo und Verwaltung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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