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  • DE-20457 Hamburg
  • 04/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-10989)

Entwicklung Katharinenquartier


  • Ankauf


    Architekten
    SPENGLER · WIESCHOLEK Architekten Stadtplaner, Hamburg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Katharinenquartier

    Städtebaulicher Ansatz:
    Das Grundstück an der Nahtstelle zwischen Innenstadt und Speicherstadt/ Hafencity schloß durch die bisherige Nutzung eine Querung und Durchlässigkeit in Nord - Süd -Richtung aus.
    Die vorliegende Arbeit thematisiert die Öffnung einer neuen diagonalen Sicht - und Wegeachse von der Nikolaibrücke aus zur historischen Speicherstadt am Zollkanal ebenso wie den Blick zurück vom Standpunkt östlich der Katharinenkirche in Richtung nördliches Nikolaifleet.
    Die Speicherstadt kann hier somit visuell von der Innenstadt aus wahrgenommen werden.
    Die mit der Bebauung der 50 - ger Jahre entstandene Blickbeziehung zum Turm der Katharinenkirche von Norden aus wird auch in der neuen städtebaulichen Konzeption aufrechterhalten, indem durch das Zurückweichen der Wohnbebauung von der Willy - Brandt - Straße ein perspektivisches Sichtfenster auf den Turm freigehalten wird.
    Auch die Bürobebauung setzt sich mit neuen Blickbeziehungen zur Kirche auseinander, indem statt einer durchgehenden Gebäudefront ein verglaster Einschnitt Durchblicke erlaubt.

    Bebauung
    Der Baublock wird segmentiert und so verformt, daß die umliegenden Straßen - und Platzräume spannungsvolle Aufweitungen und Verengungen sowohl in horizontaler wie vertikaler Ausdehnung erhalten.
    Das Bürogebäude und die beiden Wohnhäuser sind als geknickte, sich vorwiegend in Nord - Süd - Richtung erstreckende Körper entworfen, deren Höhe und Proportion im Dialog mit dem Umfeld stehen und deren Ausrichtung die Durchlässigkeit zur Hafencity unterstützt.
    Die neue Bebauung im Umfeld der Kirche wurde bewußt in der Höhe zurückgenommen, um die Dominanz des Kirchenschiffes nicht zu beeinträchtigen.

    Wohnen
    Das Wohnen erhält ein eigenes Milieu mit einem privaten Gartenhof zwischen den beiden Häusern, um so ein attraktives Umfeld für innerstädtisches Wohnen zu sichern. Die Erschließung für Fußgänger erfolgt von den öffentlichen Räumen im Osten und Westen. Die Erschließungskerne sind außerdem direkt an die Tiefgarage angebunden.
    Es wurde großer Wert darauf gelegt, von den Wohnungen aus interessante
    Ausblicke in die Tiefe des Raums zu bieten und trotz der hohen umliegenden Bebauung eine gute Besonnung zu gewährleisten. Die um 5° von der Senkrechten abweichenden Baukörper optimieren den Lichteinfall. Alle Einheiten sind mit großen Balkonen oder Terrassen ausgestattet, die vorwiegend zum privaten Freiraum orientiert sind.
    Die Höhe des Erdgeschosses in Block A am Grimm erlaubt den Einbau von Galeriegeschossen, die nach Anforderungen des Marktes entweder dem Wohnen oder der zur Straße orientierten Ladenzone zugeordnet werden können, so daß ein großes Spektrum unterschiedlicher Maisonettelösungen möglich ist. Block B
    ist in den unteren Ebenen als Split-Level organisiert, um die Schlafräume auf Ebene +1 und somit mit Distanz zum öffenlichen Raum anzuordnen.
    Die Fassaden der 7 Wohnhäuser werden durch ein Material mit unterschiedlichen Texturen und Farbnuancen individualisiert, um die Adressbildung zu stärken.

    Büro
    Das Bürohaus besetzt die Nordostecke des Grundstücks und hat hier sowohl eine einprägsame Adresslage an der Willy - Brandt - Straße als auch spannende Ausblicke von den Arbeitsplätzen im Gebäude aus. Die zum Blockinnern gewandten Seiten des L - förmigen Hauses umschließen einen geschützten Außenraum, der sich als Ruhe - und Pausenfläche im Freien anbietet.
    Das Gebäude kann sowohl für einen Nutzer mit zentraler Eingangshalle wie auch als zwei eigenständig erschlossene Häuser genutzt werden.
    Das Tragwerk ist als Skelettbau mit geneigten Stützen, die so einen Versatz vermeiden, konzipiert. Die Aussteifung erfolgt

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.