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  • DE-78089 Unterkirnach
  • 06/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-11298)

Neubau des Rathauses der Gemeinde Unterkirnach


  • 2. Preis

    Modellfoto

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    Architekten
    ebert - kiel - dipl.-ing. architekten, Hünfeld (DE)

    Erläuterungstext
    Diese Arbeit wurde als Arbeitsgemeinschaft mit unserem Kollegen René Winkler von WINKLER ARCHITEKTEN aus Destedt entwickelt (www.winklerarchitekten.de).

    Mitarbeiter:
    Frau Judith Kapp
    Herr Christian Hodes (Architekturstudent FH Frankfurt)

    Erläuterungsbericht Verfasser:

    Der Rathausplatz und die Wegeverknüpfung ist das zentrale Thema der Arbeit. Der leicht angehobene und behinderten gerecht zu erreichende Platz soll die neue Mitte des Ortes werden. Die wesentlichen funktionalen Elemente sind hierhin orientiert. Neben dem Haupteingang und dem Counterbüro Tourismus nehmen der Raum für den Bürgermeister und der Sitzungssaal mit seinem Panoramafenster hierauf Bezug. Hervorzuheben ist zudem die Rathausloggia auf der sich z.B. Hochzeitspaare direkt aus dem Trauzimmer kommend zeigen können.

    Mit einer Außentreppe die gleichzeitig den Sitzungssaal von Außen erschließt wird eine Querspange zur oberen Straße eingeführt. Der zusätzliche obere Eingang bindet das Gebäude an den oberen Teil der Stadt. Ähnlich einem traditionellen „Schwarzwaldhaus“ wird die Topographie ausgenutzt um verschiedene Zugänge zu schaffen. Die innere Kaskadentreppe verbindet die beiden Zugangebenen.

    Zur Eingliederung in den Kontext wird ein Pultdachquerschnitt im Maßstab der umliegenden Häuser mäandriert. Daraus entstehen sowohl Außenräume (Rathausplatz) als auch Innenräume (Halle).

    Wie selbstverständlich wird man in der Gebäude hineingezogen. Über dem transparenten Windfang gelangt man in die Halle, von der aus alle Funktionen angegliedert sind. Eine schnelle Orientierbarkeit ist dadurch gewährleistet. In jeder Ebene sind Wartezonen eingeplant, die das Verweilen im Gebäude erleichtern sollen. Die historischen Musikinstrumente sind in der „Gebäudefuge“ inszeniert. Durch das seitliche, meist indirekte Licht entsteht ein musealer Charakter.

    Mit dem Einrahmen von Fensteröffnungen wird das Gebäude zusätzlich gegliedert. Neben dem Panoramafenster des Sitzungssaales, welches zweifachverglast ist, sind ausschließlich die Bürofenster eingerahmt. Die Fassade und das Innere wird ablesbar.

    Zusammen mit der kleinteiligen streifenartigen Fassadenverkleidung wird die Einpassung des Gebäudes als festen, neuen, eingegliederten aber dennoch eigenständigen Bestandteil des Ortes angestrebt.

    Sonnenschutzelemente sind in der Umrahmung der Fensterelemente integriert. Im Gegensatz zum Sitzungssaal, bei dem sich Markisen zwischen den Verglasungen befinden, wird dieser bei den Büroräumen so eingesetzt das eine weitere Gliederung der Fassade entsteht.

    In dem lichtdurchfluteten Gebäude sind keine Büroräume nach Norden orientiert. Es zeigt sich einerseits kompakt durch den würfelartigen Bauteil um die Halle, aber auch andererseits länglich nach Süden um das Sonnenlicht einzufangen. Dies wirkt sich energetisch positiv aus, genauso wie das Eingraben in den Hang.

    Bedingt durch den Gebäudequerschnitt entstehen kurze Spannweiten. Das Gebäude ist in einer konventionellen einfachen Bauweise zu erstellen. Dies sind Faktoren, die die Baukosten günstig halten

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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