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  • DE-78089 Unterkirnach
  • 06/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-11298)

Neubau des Rathauses der Gemeinde Unterkirnach


  • 3. Preis

    Lageplan

    Architekten
    Krummlauf Teske Happold Architekten BDA, Heilbronn (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl.-Ing.(FH) Markus Happold, Städtebauliche Beratung: Prof. Horst Wagner

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: knoll landschaftsarchitekten, holzgerlingen (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    STÄDTEBAU

    Der Standort des Rathauses befindet sich im Bereich der Schnittstelle zweier städtebaulicher Ordnungen – der Villinger Straße mit einer Straßenrandbebauung aus traufständigen Häusern, sowie dem historischen Gebäude des „Stadthofes“, einer mächtigen Anlage mit hohem Satteldach.
    Der Neubau reagiert auf beide Strukturen vermittelnd. Alle wesentlichen Funktionen sind nach außen hin ablesbar: Die Verwaltung befindet sich im länger gestreckten Riegel. Der zweigeschossige Ratssaal schiebt sich als eigenständiges Bauteil nach Westen in Richtung des Stadthofes hin und markiert durch einen geringen Versatz den Eingang auf der Südseite.

    FUNKTION,
    MATERIALIEN

    Der Hauptzugang erfolgt von der Villinger Straße aus. Der Windfang mit der öffentlichen WC-Anlage kann außerhalb der Büroöffnungszeiten genutzt werden. Dem Windfang angegliedert, ist das Counterbüro mit vorgelagerter Haltestelle für Wohnmobile. Über ein Foyer, welches auch separat erschlossen werden kann, erreicht man den Sitzungsbereich. In den Obergeschossen sind die Funktionen der Verwaltung übersichtlich konzipiert. Klarheit und Disziplin sollen Großzügigkeit und Beständigkeit schaffen. Dieser Struktur ordnen sich die Elemente des Gebäudes unter – Räume, Wände, Treppen, Galerien, sowie Decken- und Bodenbeläge. Von gleicher Regelhaftigkeit soll die Materialwahl geprägt sein, wobei Eigenfarben der Materialien die Atmosphäre des Hauses bestimmen – Putz, Holz, Stahl und Glas.
    Das Rathaus ist als Low-Tech Gebäude konzipiert. Büros und Ratssaal werden natürlich belüftet. Ein System von Lamellenoberlichtern ermöglicht die Ausnutzung von Nachtkühle oder Wärmepufferung und von Querlüftung zum Wärmeabtrag im Sommer. Die Decken sind weitgehend unverkleidet, ihre Speichermassen werden somit aktiviert. Mit sehr einfachen Mitteln kann somit eine Konzeption niedriger Investitions- und Betriebskosten umgesetzt werden.

    FREIANLAGEN

    Die neuen Rathausgebäude entwickeln mit dem Rathauplatz und dem Steilhang ein signifikantes Ensemble mit der Orientierung zur grünen Ortsmitte.

    Ein verbesserter Aufgang zum Stadthofweg eröffnet neue Perspektiven und verbindet die nördlichen Ortsteile mit dem neuen Rathausplatz.

    Mit klaren Pflanzstrukturen aus Bäumen und breiten, niederen Hecken wird der vorhandene Bestand gezielt ergänzt. Vorhandene Bäume werden sorgsam in das neue Konzept integriert. Die bestehende Wiesenböschung wird erhalten und mit eingestreuten Staudenfeldern akzentuiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.