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    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Arch.: Mathias Hähnig Martin Gemmeke Mitarbeit: Anthony Carimando Tanja Kupski Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Erläuterungstext
    Erläuterungen

    Aufbauend auf der Grundlage des städtebaulichen Konzeptes werden die, den Ort prägenden räumlichen und baulichen Situationen herausgearbeitet. Wesentlichen Bestandteil stellt der öffentliche Erschließungsbereich und die, das gesamte Wohngebiet verzahnende Freiflächenstruktur dar. Städtebaulich entsteht, durch eine gemeinsame Architektursprache verbunden, ein homogener Siedlungscharakter. Das vorhandene historische Gebäude wird in diese Gesamtstruktur integriert und bildet im Kontext der „Mitte der Generationen“ das Zentrum des Quartiers.
    Das Auftaktgebäude markiert im Kreuzungsbereich Stuttgarter Straße/ Wiener Straße mit seiner Proportion und Architektursprache die „Adresse“ des neuen Stadtquartiers. In die vorhandenen Baumstrukturen eingebunden, entwickeln sich sechs Parkvillen entlang der Wiener Straße. Nördlich der Villen ist ein, sich von Ost nach West durchgestreckter öffentlicher Grünzug geplant, der das grüne Gelenk zu den nördlich angrenzenden Baukörpern darstellt. Von Süd, der Wiener Straße über den zentralen Platzbereich nach Norden zur Stuttgarter Straße (ÖPNV) wird eine wichtige Wegeverbindung durch das neue Stadtquartier geführt. Der zentrale Platzbereich der „Feuerbacher Balkon“ bildet den Mittelpunkt, und mit der „Mitte der Generationen“ die Identität des neuen Stadtraumes.
    Auf den Platz orientieren sich vielfältige Nutzungen, die einen lebendigen, kommunikativen Ort entstehen lassen. Pflegehotel, Restaurant, Kindertagesstätte, Läden und Cafés prägen diesen Platzbereich.

    Mitte der Generationen

    Das bestehende historische Gebäude, die geplante Kindertagesstätte und die neuen barrierefreien Wohnungen bilden, um einen grünen Innenhof gruppiert, die „Mitte der Generationen“. Zwei Qualitäten prägen die neue Mitte. Öffentliche Nutzungen wie die Lobby des Hotels, das Restaurant und der Marktplatz der Kindertagesstätte entwickeln sich in den Platz bzw. der Platz fließt in die Eingangsbereiche, Empfangszonen der Gebäude.
    Intern entwickelt sich ein privater Bereich um den Gartenhof, der für die Kindertagesstätte Spiel, Aufenthalt, Spaß und Ruhebereiche in offenen wie überdachten Zonen anbietet. Innenraum und Außenraum verzahnen sich und zeigen vielfältige Nutzungsvarianten auf. Westlich angrenzend definiert der „grüne Platz“ den Übergang zur angrenzenden Wohnbebauung. Der „grüne Platz“, ein privater Ort für die Bewohner, die Kinder, die Besucher als Kommunikationsort im Freien. Entlang der nördlich verlaufenden Wohnstraße entstehen mit der Neubebauung Kopfsituationen, denen kleine Eingangsplätze vorgelagert sind. Jedes Gebäude erhält durch diese Plätze eine eigene Adresse, einen eigenen Auftakt. Sämtliche notwendigen Stellplätze sind der Topografie entsprechend in die Hangsituation integriert und erdüberdeckt, begrünt in die übergeordnet Grünstruktur eingebunden.
    Durch die einheitliche Architektursprache, klarer weiß verputzter, kubischer Baukörper entsteht ein durchgängiger Siedlungscharakter. Die durchgängige „Haltung“ der Gebäude verbindet die unterschiedlichen Gebäudetypologien.
    Die Ausrichtung der Gebäude ermöglicht eine optimale Nutzung für Sonnenkollektorflächen, die ergänzend zu Luftwärmepumpen, mit Erdkollektoren unter den großflächigen Tiefgaragen zur Nutzung regenerativer Energien vorgeschlagen werden.

    Freiraumkonzept

    Die wertvollen Baumbestände im Norden und Süden des Gebietes werden erhalten und über einen „grünen Platz“ freiräumlich miteinander verbunden. Der „grüne Platz“ überwindet über eine Sitzstufenanlage den Höhenunterschied zwischen oberem und unterem Niveau. Die multifunktionalen Rasenflächen erhalten ein Schatten spendendes Dach aus geschnittenen Bäumen (z. B. Linden oder Platanen).
    Im Inneren des Quartiers verläuft in Ost-West-Richtung ein kleiner Grünzug, an dem kleine Plätze mit Spielmöglichkeiten und auch die Ballspielwiese angelagert sind. Der durchgehende Erschließungsweg wird durch ein bepflanztes Kiesband zur Regenwasserableitung begleitet, das in einer Retentionsmulde am tiefsten Punkt des Geländes mündet.
    Die urbane Mitte des Quartiers bildet der lang gestreckte Platz, der als „Feuerbacher Balkon“ dem neuen Quartier seine Identität verleiht. Auch hier unterstreichen geschnittene Baumformen den gestalteten Charakter des Platzes.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.