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  • DE-53879 Euskirchen
  • 11/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-11737)

"Forum Vogelsang"


  • 2. Preis


    Architekten
    fd-ingenieure, Dipl.-Ing. Frank Dröse, Tragwerksplanung, Brandschutz, Thermische Bauphysik, Berlin (DE), Braunschweig (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HINRICHS WILKENING ARCHITEKTEN, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: A24 Landschaft, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Gewürdigt wird der Versuch, die Monumentalität der Gesamtanlage auf 'geradlinige' Weise zu brechen. Dies geschieht, indem ein offener undeterminierter Freiraum vorgeschlagen wird, der von Waldrändern entlang der äußeren Erschließungsstraßen eingefasst wird. Als gestaltendes Element werden die Grundmauern des „Hauses des Wissens“ bastionsartig genutzt. In gleicher Absicht wird im „Adlerhof“ ein lang gestreckter, strenger Glaskubus an der heutigen Störungsstelle zwischen Wandelhalle und Ostflügel implantiert, der ohne weitergehende bauliche Eingriffe in den historischen Bestand mit Absicht die Nordfront des Adlerhofbebauung durchstößt und sich von deren schweren Materialität deutlich absetzt. Der Umgang mit dem Gelände unter Einbeziehung der Gebäudereste von „Van Dooren“ und des Kinos ist selbstverständlich. Der Freiraum auf dem Plateau ist in seiner Gesamtaussage jedoch zu uneindeutig und zu wenig ausformuliert. Die Lage der Parkplätze ist ebenso funktional wie die Erreichbarkeit des Besucherzentrums für Fußgänger. Die vorgeschlagene Glashalle schafft zwar eine qualitätvolle Entree-Situation, ist aber in der vorliegenden Durchgestaltung noch zu wenig prägnant, so dass die geforderte und beabsichtigte Brechung nicht kräftig genug ausgebildet ist. Dies gilt insbesondere für die Unentschlossenheit in ihrer Höhe in Bezug zur Firsthöhe des Bestands. Die großzügige Innenraumwirkung im Glaskubus wird durch eine Vielzahl von Nutzungen gestört. Die Chance einer sinnvollen Verknüpfung der verschiedenen Funktionsbereiche wird nur unzureichend genutzt. Insgesamt bietet der Entwurf einen interessanten Grundansatz, der aber im Detail noch nicht hinreichend überzeugend durchgearbeitet ist. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Kenndaten liegt er im günstigen durchschnittlichen Bereich.