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  • DE-97638 Mellrichstadt
  • 10/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12209)

"Hauptstraße und Plätze"


  • 2. Preis

    Lageplan

    Architekten
    ATELIER PK ARCHITEKTEN, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Andreas Froncala

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Realisierungsteil
    Die Arbeit versucht die historische Struktur der Altstadt von Mellrichstadt mit einem durchgehenden Gestaltkonzept hervorzuheben. Ein einheitlicher Belag aus Kleinsteinpflaster (Grauwacke) und Steinplatten (Dolomit) fasst die vielgestaltigen Freiräume visuell zusammen. Durch Steinplattenbeläge werden die Bereiche Kirchhof, Marktplatz und Schlosshof akzentuiert und hervorgehoben.
    Das Karree des Marktplatzes passt sich gut den Baufluchten der Platzrandbebbauung an.
    Es wird durch lang gezogene Sitzbänke und dazwischen gestellte Lichtstelen streng gefasst. Da der Platz von störenden Einbauten und Elementen befreit wird, ist er multifunktional nutzbar.
    Die Verlegung des Prinzregent Luitpold Denkmal auf den Linsenbrunnenplatz ist ein praktikabler Vorschlag. Die vorgeschlagene textile Überdachung sollte als Regendach nutzbar sein. Ein Nachweis fehlt.
    In der Hauptstraße können die durchlaufenden Plattenstreifen als Fahrbahnbegrenzungen nicht überzeugen. Sie bringen in die Altstadt ein starkes, lineares Element, das der altstädtischen Freiraumgestaltung zuwider läuft, wenn sie sich nicht zu kontrastreich abheben. Insgesamt sind die angebotenen öffentlichen Stellplätze nicht ausreichend. Eine überdachte Bushaltestelle wird nicht angeboten.
    Mit angemessenen Mitteln werden die Bereiche Schlosshof, Kirchplatz, Jakobsplatz und Rossmarkt, sowie der bereits angesprochene Linsenbrunnenplatz gestaltet. Auch die Situationen an den Stadttoren kann überzeugen, insbesondere der Platz an der Streumühle am Stadttor Süd.
    Das vorgeschlagene Lichtkonzept ist praktikabel. Die vorgeschlagenen, hochwertigen Natursteinmaterialien beanspruchen einen hohen Investitionsaufwand. Wegen der hohen Haltbarkeit der Materialien liegen die Maßnahmen jedoch langfristig im wirtschaftlichen Bereich.

    Städtebaulicher Ideenteil
    Der neue Riedlehof mit der Form einer Hoftypologie zwischen Hauptstraße und Bauerngasse schafft eine Verbindung und fügt sich sehr gut in die Blockstruktur der Altstadtbebauung ein. Die zur Schau getragenen Modernität des Gebäudes mit einem
    IV geschossigen Turmbau an der Hauptstraße stellt einen Bruch zur umliegenden Altstadtbebauung dar. Dies wird im Preisgericht kritisch gesehen. Gleiches gilt für das Wohn- und Geschäftshaus am Markt, dass im EG Gewerbeeinheiten und in den Obergeschoßen Generationenwohnen vorsieht.

    Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihren zurückhaltenden und reduzierten Gestaltansatz. Besonders anzumerken ist das dadurch entstehende homogene Erscheinungsbild der altstädtischen Freiräume.