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  • 4. Preis

    Visualisierung: kleyer.koblitz.letzel.freivogel Architekten

    Tragwerksplaner
    EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: kleyer.koblitz.letzel.freivogel, Berlin (DE), München (DE)
    Landschaftsarchitekten: SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entwurfsidee ist mit der Schaffung eines lokalen Campus in einem Gebäudekomplex deutlich ablesbar. Durch die Anordnung des identitätsbildenden Campushofes gegenüber dem Bestandsdenkmal wird eine städtebauliche Spannung erzeugt, die Altes und Neues in einen wirkungsvollen Kontrast stellt und durch deutliche Abgrenzung verbindet.
    Die Anordnung von einem Fakultätshof für den FB Medien und des „grünen Seminarraums“ für den Fachbereich Soziale Arbeit als Bausteine einer gut gewichteten Zonierung wird gewürdigt. Der Baukörper des Gebäudekomplexes stellt eine sehr große und wenig mit der Bebauungsstruktur der Nachbargrundstücke korrespondierende Baumasse dar. Durch spannungsreich gesetzte, große Fassadenöffnungen wird versucht diesen Gesamteindruck zu mildern. Die Hauptfassade zur Bahnhofsstraße fügt sich in Höhenwirkung und Breite in die Umgebung ein. Die Fassaden sind in den Ansichten wenig aussagestark dargestellt. Sie sind zu überarbeiten. Der Haupteingang ist klar definiert. Die innere Zonierung ist der Aufgabenstellung angemessen. Die Funktionsbereiche sind logisch und nutzungskongruent. Das Raumprogramm ist nahezu eingehalten.
    Eine Belebung des oben positiv gewerteten Campushofs als Zentrum des Komplexes findet durch Zuschauer des FS Studios nicht statt. Im Hinblick auf die Erschließung ist die Anordnung des FS Studio problematisch. Die Konkurrenz zwischen der Wegeführung über den Campushof und der Erschließung des FS Studios wird bemängelt. Ebenfalls ungünstig ist die Anordnung des Kulissenlagers in einer anderen Ebene als der Anlieferungsebene. Die Anordnung des FS Studios im hinteren Teil des Grundstückes ist im Sinne der Abwendung von Umwelteinflüssen auf die Produktionen jedoch nachvollziehbar. Die Anordnung der Professorenbüros über den Druckräumen ist schalltechnisch problematisch und zu überarbeiten.
    Die Ausformung der Flächen für den ruhenden Verkehr und die Anlieferung ist nicht nachvollziehbar und bedarf der Überarbeitung. Ebenfalls zu vertiefen sind Angaben zur Energieeffizienz und zur Nutzung von auf dem Grundstück verfügbaren Ressourcen, die in Ansätzen erwähnt werden. Das Fehlen von Funktionsflächen wird bemängelt, eine Überarbeitung des Entwurfes ist hier notwendig. Durch das Fehlen von nachvollziehbaren Angaben zum ruhenden Verkehr und von Flächen für die Haustechnik ist die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes schwer prüfbar. Grundsätzlich wird der Lösungsansatz inhaltlich und durch seine gelungene Zonierung gewürdigt.