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  • Engere Wahl

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    Architekten
    ENERGIEHAUS, Puchheim (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: GEORG • SCHEEL • WETZEL ARCHITEKTEN, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Durch die Anordnung zweier diagonal zueinander versetzter und untereinander verbundener
    Gebäudekörper will der Verfasser das spannungsvolle Verhältnis von städtischer und ländlicher
    Umgebung einerseits, sowie von Produktion und Lehre andererseits zum Ausdruck bringen. Die
    Nutzungen innerhalb der Gebäude sind entsprechend verteilt; auch die Fassadengliederung in ein
    steinernes und ein gläsernes Gebäude unterstreicht diesen gedanklichen Ansatz, wirkt aber formal
    überzogen und insbesondere zur Bahnhofstraße beliebig. Auch der Umgang mit der vorhandenen
    Topografie wird als nicht zum Gebäudekonzept passend kritisch bewertet. Durch den Erhalt des
    westlichen Brauereigebäudes (für das keine Nutzung innerhalb des Raumprogramms
    vorgeschlagen wird) wird ein vielfältig nutzbarer, nach Süden geöffneter Außenraum gebildet. Das Volumen des Gebäudeensembles im Verhältnis zur Bebauung der Bahnhofstraße erscheint
    unmaßstäblich; vermisst wird insbesondere eine adäquate Vorplatzsituation.
    Die Stellplätze sind in einer moderat dimensionierten Tiefgarage untergebracht, positiv vermerkt
    wird das Bemühen, dadurch den Anteil der versiegelten Fläche gering zu halten.
    Im Inneren werden auf allen Ebenen großzügige Foyer- und Verkehrsflächen vorgeschlagen, die
    eine gute Orientierbarkeit und den informellen Austausch erwarten lassen, jedoch in der
    Flächenbilanz negativ zu Buche schlagen. Die Funktionen sind größtenteils gut zugeordnet, auch
    wenn die Räume des Fachbereichs Soziale Arbeit teilweise weit auseinander gezogen liegen. Der
    große Hörsaal liegt gut zugänglich und zentral dem Haupteingang zugeordnet. Durch seine
    Absenkung in das Erdreich wird allerdings die Trasse des Mischwasserkanals unterbrochen,
    außerdem fehlt der notwendige zweite Rettungsweg. Besonders kritisiert wird der innerhalb der
    Fassade leicht zurückgesetzte und der Bedeutung des Gebäudes nicht angemessene Eingang,
    der zudem einen Windfang vermissen lässt.
    Der hohe Dämmstandard des Gebäudes lässt eine gute Energiebilanz erwarten. Eine
    Wärmerückgewinnungsanlage wird vorgeschlagen, jedoch gibt es keine Nutzung des
    Brunnenwassers (Abriss des Brunnenhauses). Die Wirtschaftlichkeitskennwerte liegen im mittleren
    Bereich.


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