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  • DE-72074 Tübingen
  • 08/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12587)

Neuordnung des Zentralcampus der Universität Tübingen


  • 3. Preis

    Perspektive entlang des Campusboulevards

    Landschaftsarchitekten
    LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Rüdiger Amend, Eike Richter Mitarbeit: Gesa Königstein, David Kaufmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Weinmiller Großmann Architekten PartGmbB, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliches Leitbild

    Der hier vorgelegte Entwurf für die städtebauliche Neuordnung des Zentralcampus der Universität Tübingen gliedert mit Hilfe von kraftvollen und raumbildenden Körpern das vorgefundene heterogene Umfeld. Es entsteht eine städtebaulich prägnante Folge von Strassen, Plätzen und Freiräumen. Wie an einer Perlenkette aufgereiht, begleiten die neuen und alten Universitätsbauten den „Campusboulevard“ Wilhemstraße und bilden ein erkennbares architektonisches und städtebauliches Ensemble von einprägsamer Identität. Trotz angemessener und zum Teil hoher Dichte entstehen auf diese Weise zwischen Ammer und Wilhelmstraße immer wieder qualitätvolle Außenräume und Freiflächen die den Campuscharakter des Wettbewerbsgebietes stärken.

    Jede Lehr- und Forschungsinstitution erhält möglichst ein eigenes unverwechselbares und identitätsstiftendes Haus. Übergeordnete Einrichtungen wie z.B. Mensa, Bibliothek, Service- Zentrum befinden sich in unmittelbarer Nähe des altehrwürdigen Hauptgebäudes und bilden so das Herzstück des Zentralcampus. Sie formulieren Plätze von hoher stadträumlicher Qualität und präsentieren die Universität Tübingen als einen modernen serviceorientierten Lehr- und Forschungsbetrieb.

    In der weiteren architektonischen Ausformulierung sollen Häuser von selbstverständlicher Gestalt entstehen, die sich in die Umgebung und das angestrebte Leitbild repräsentativ, unprätentiös und zeitgemäß einfügen. Gesucht wird die Vielfalt in der Einheit des Ensembles, die sich in Typologie, Materialität oder Haltung ausdrücken kann. Mit Ausnahme der Sondernutzungen, beispielsweise Bibliothek und Mensa, sollen sämtliche Instituts- und Verwaltungsflächen flexibel und flächenwirtschaftlich erbaut werden. Hierzu werden modulare Grundeinheiten von 400 qm vorgeschlagen, die Strukturmerkmale einer zeitgemäßen Büroimmobilie aufweisen und sich dauerhaft als flexibel, effizient und anpassungsfähig erweisen. Sie sind sowohl für Zellen-, und Kombi-, und Großraumbüros nutzbar, als auch für den sich permanent wandelnden und strukturell reorganisierenden universitären Seminar- und Lehrbetrieb geeignet.

    Freiraum

    Die aus dem Städtebau heraus formulierten Freiräume werden als „Grüne Cluster“ interpretiert. Bestehende Solitäre werden in Freiräume eingebettet. Baumreihen rahmen die Cluster und akzentuieren Straßenräumen, Plätze und Gärten.

    Die Wilhelmstraße als Haupterschließungsachse wird zum Campusboulevard mit großzügigen Gehwegen und angelagerten neuen Plätzen umgestaltet. Als Kontrast zu den landschaftlich geprägten Clustern werden die Plätze frei und steinern gehalten. Lediglich Sitzskulpturen setzen markante Akzente und laden zum Verweilen ein. Alle Gebäude und Plätze sind barrierefrei zu erreichen.

    Der Ammergrünzug bildet das grüne Pendant zum Campusboulevard. Er führt den Landschaftsraum des alten Botanischen Gartens Richtung Norden fort und stellt einen wichtigen Erholungsraum innerhalb des Zentralen Campusgeländes dar. Dieser Bedeutung entsprechend wird er von attraktiven am Wasser gelegenen Plätzen begleitet. Stege und Stufenanlagen führen an ausgewählten Orten an den Bachlauf und machen das Element Wasser erlebbar. In Ost-West-Richtung verlaufende, von Baumreihen begleitete Wege verbinden den Ammergrünzug mit dem Campusboulevard. Zwei neue Uferwege für Fußgänger und Radfahrer begleiten die Ammer und verbinden Grünzug und botanischen Garten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.