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  • 3. Preis

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    TGA-Fachplaner
    KMG Ingenieurgesellschaft für Gebäude- und Versorgungstechnik, Köln (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner, Lübeck (DE), Hamburg (DE)
    TGA-Fachplaner: KOLB Planungsgesellschaft, Oldenburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: ANDRESEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Lübeck (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Eine klare und eindeutige Gebäudegeometrie überzeugt bei differenzierter Ablesbarkeit der Inhalte als dominierendes Gestaltungs- und Ordnungsmittel. Der kontrastierende Materialeinsatz an durchsehbaren und geschlossenen Fassadenflächen unterstützt diese formale Absicht wirkungsvoll. So erscheint es als logische Folge, dem geschlossen auftretenden Küchenteil eine gläserne Halle für den Speisesaal an der räumlich aktiven Seite vorzulagern. Die stadträumliche Einordnung und die Gebäudegeometrie reagieren auf selbstbewusste Weise gegenüber der Formvielfalt in der Umgebung. Die zunächst stringent erscheinende Gebäudeform entwickelt einen neuen Außenraum in Form einer Querachse zur bestehenden Hauptverbindung zur Altstadt. Besondere Erwähnung verdienen die so entstehende starke Verbindung vom Berthold-Beitz-Platz zum Haupteingang des Klinikums, die nicht nur günstige Zugangswege, sondern eine Bereicherung des städtebaulichen Zusammenhangs ergibt, als auch das Heranrücken des Gebäudes bis an den Platz mit der raumgreifenden Anordnung der Terrassen auf demselben, die das Motiv des Rondells auf interessante Weise bricht und somit aufwertet. Der ostseitig angeordnete Kolonadengang vermittelt auf angenehme Weise zwischen Innen- und Außenraum und relativiert so die etwas gleichförmig erscheinenden Längsfront, in welcher der funktionell günstig gelegene Haupteingang keine gestalterisch überzeugende Verortung findet, ja, von außen in seiner Lage beliebig erscheint. Das gilt auch für die Zugänglichkeit der ansonsten recht gut eingeordneten Cafeteria und des Restaurants. Die innere Wegführung der Benutzer ist sinnvoll und konfliktfrei geordnet, auch im Blick auf die Kontaktzonen zwischen Produktion, Ausgabe und Rückgabe. Die Küchenanlage ist in Erd- und Untergeschoss geordnet, wobei es von großem Vorteil ist, dass Anlieferung, Lager, Produktion und Speisesaal auf einer Ebene entwickelt werden und lediglich die Patientenversorgungsstation im Kellergeschoss Platz findet, denn dort schließt das ohnehin unterirdisch gelegene Transportsystem an. Allerdings scheint die erforderliche Tagesbelichtung der Produktionsbereiche noch Mängel aufzuweisen, ebenso wie die offene Anlieferung die Nachbarschaft beeinträchtigen dürfte. Der infolge des Grundkonzeptes relativ lange Speisesaal wir mittels Treppen und Kioske angenehm unterteilt, wobei die nach außen demonstrierte Transparenz im Inneren nur bedingt erlebbar ist. Die Galerie im Obergeschoss wird als Bereicherung des Raumgefüges bewertet. Dass man von dieser nicht nur im den Speisesaal, sondern auch auf einen auf dem Dach des Küchentraktes anzulegenden Kräutergarten blicken kann, ist eine begrüßenswerte Einzelheit, die auch von ökologischem Vorteil ist, ebenso wie die Nutzung der höher gelegenen Dachfläche zur Energiegewinnung in Verbindung mit dem Konzept der natürlichen Lüftung und des Wärmemanagements. An der technisch-konstruktiven Realisierbarkeit gibt es keinen Zweifel.