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  • DE-81829 München
  • 11/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12614)

Messestadt Riem 4. BA Wohnen


  • 3. Preis

    Westkopf der Messestadt

    Architekten
    Ammann Albers StadtWerke, Zürich (CH) Büroprofil

    Mitarbeit
    Martin Albers, Priska Ammann

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Lynen & Dittmar Landschaftsarchitekten - Stadtplaner PartG, Freising (DE)
    Landschaftsarchitekten: PLANAR AG FÜR RAUMENTWICKLUNG, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    STADTFIGUR

    Das neue Quartier ordnet sich in das Ganze der Messestadt ein,
    in dem es mit den vorhandenen Grundelementen arbeitet:
    • tief in die Baufelder eindringende Grünzüge,
    • urban gefasste Straßen- und Platzräume,
    • systematische Abstufungen zwischen öffentlichem Stadtraum und privaten Gärten
    • aneigenbare Außenräume mit unterschiedlichen Öffentlichkeitsgraden,
    • einfache und marktgängige Baukörper.

    Das neue Quartier unterscheidet sich indes von den früheren Bauabschnitten wesentlich, weil es an einem besonderen Ort liegt: Am Westkopf der Messestadt.

    Wir schlagen deshalb vor, das kammartige Muster des Stadtkörpers östlich des Platzes der Menschenrechte zu übernehmen, hier aber um 90 Grad zu drehen, so dass sich das Quartier statt nach Süden nach Westen öffnet. Die Baufelder lagern sich wie im Osten der Messestadt als „Zinken“ an ein übergeordnetes Rückgrat an - als Rückgrat dient jedoch die Nord-Süd-verlaufende Helsinkistraße.

    QUARTIERRAUM

    Stadtraum und Grünraum
    Wie in allen bisherigen Bauabschnitten der Messestadt baut der städtebauliche Entwurf in besonderem Maße auf die Polarität von (urbanem) Stadtraum und ruhigem) Grünraum.
    Stadtraum wird immer klar von Baukörpern definiert und ist immer „innen“. Grünraum öffnet sich immer zum Landschaftspark und ist geschützt vor Verkehr.

    Straßenraum und Hofraum
    Trotz der klaren Definition de Stadträume wird auf Transparenzen und Durchblicke zum Grünraum geachtet. Die Bebauung ist deshalb lockerer und kleinteiliger als in den früheren Bauabschnitten.

    Privat und Öffentlich
    Die differenzierte Abstufung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Außenräumen (z.B. Stadthof / Wohnhof / Gartenhof in den südlichen Baufeldern) schafft räumlichen Reichtum und Abwechslung im Quartier. Sie sorgt dafür, dass der Außenraum aneigenbar ist, lässt gleichzeitig das nebeneinander verschiedener Aktivitäten und Nutzergruppen zu und fördert auf dieses Weise gute Nachbarschaft und soziale Kontrolle im Quartier.

    Vielfalt
    Dies wird in den verschiedenen Baufeldern durch unterschiedliche Bebauungstypen erreicht, die sich jeweils aus den Besonderheiten des örtlichen Kontexts entwickeln: Große Höfe in den Randfeldern zum Landschaftspark, südorientierte Zeilen auf von Norden erschlossenen Grundstücken und Ost-West-orientierte Zeilen in von Süden erschlossenen Höfen.

    Flexibilität und Vermarktbarkeit
    Diese städtebaulichen Grundmuster lassen vielfältige Interpretationen durch die Architektur zu. Die Baufelder können weiter in einzelne Grundstücke unterteilt werden. Damit sind gute Voraussetzungen für kleinräumige Vermarktbarkeit und zugleich für eine gute soziale Durchmischung im Quartier gegeben.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.