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  • 2. Rang

    Blick aus dem Park

    Architekten
    czerner göttsch architekten architektur + stadtplanung, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Alexandra Czerner

    In Zusammenarbeit mit:
    Private Bauherren: Bäderland Hamburg GmbH, Hamburg (DE)
    Ingenieure / Fachplaner: Ice Business AG, Regensburg (DE)

    Erläuterungstext
    1.Idee
    Der Park Planten un Blomen und „City Sport Park“werden als Einheit erlebt und gelebt.
    Das Eislauferlebnis unter freiem Himmel bleibt Mittelpunkt.
    Park und Sportpark durchdringen sich scheinbar, der Park wächst durch die Anlage und die Anlage wächst aus dem Park, mit Transparenz und vielfältigen Durchblicken.
    Die organische Architektur umhüllt die Eisbahn nur auf der Ostseite , vor der Kulisse des dichten Baumbestandes am Holstenwall.
    Alle wichtigen Blickachsen des Parkes bleiben weiterhin offen.


    Unter Modifizierung von Form und Fläche wird die
    Eisbahn zur Anpassung an aktuelle technische
    Standards und zur Schaffung einer 200-Meter-
    Schnelllaufbahn mit zwei Bahnen à 4 Meter Breite
    fürs Eisschnelllaufen neu angelegt.
    Darüber hinaus entsteht eine Sondereisfläche, die
    als Spiel-, Übungs- und Kinderbahn oder als
    zusätzliche Einlauffläche dient.

    Die ganzjährig nutzbaren Angebote Surfwelle,
    Tauchlandschaft und Kletterfelsen bieten Spiel und
    Spannung für Menschen, die gerne etwas neues
    ausprobieren, aber auch für trainierte und
    couragierte Sportler und sind in ihrer Ausführung
    einmalig nicht nur in Hamburg.

    Grundidee der Sommernutzung ist neben der
    Ankernutzung Rollschuhlaufen/Inline Skating eine
    flexible Angebotsgestaltung: Biergarten, Beachclub,
    Konzerte, Public Viewings, Theateraufführungen,
    Open Air Kino, Volleyball, Basketball etc.
    Die Fläche soll darüber hinaus Firmen für Events
    angeboten werden.

    II. Architektur

    Der Entwurf interpretiert die Themen Eis, Wasser, Natur, Bewegung und übersetzt das Sporterlebnis in eine dynamische Form. Mit fließenden Übergängen verschmelzen Innen und Außen, Landschaft und Sportpark.

    Die Parkanlage wird respektiert, Wegeverbindungen und Sichtachsen werden erhalten. Von allen Bäumen wird der notwendige Sicherheitsabstand gehalten. Die Randbereiche werden nach dem Bau sensibel an die vorhandene Parkgestaltung angearbeitet. Der Park durchdringt scheinbar das Gebäude.

    Die Architektur wächst aus dem Park, schwebt vor der Baumkulisse und schmiegt sich in den Hang am Holstenwall, umschließt die Eisbahn und verbindet die aktiven Orte. Gläserne Wände entspringen direkt der Felsland-schaft, die Grenzen immer fließend. Der Zugang vom Holstenwall ist Haupteingang, der Blick in den Park durch das Dach gerahmt. Die Konstruktion ist Teil der Landschaftsinterpretation. Die Stützen des Dachs schwingen sich organisch in die Höhe, sind integraler Bestandteil der Konzeption.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Konzept sieht die gänzliche Erneuerung der Baulichkeiten inklusive der neuen Eisbahnfläche vor.
    Lediglich einige unterirdische Räume bleiben erhalten. Dank der Konsequenz des Neubaus können einige Unzulänglichkeiten der alten Anlage mit neuen Mitteln ersetzt werden. Städtebaulich gliedert sich die Anlage sehr gut in die Parklandschaft von Planten un Blomen ein. Es werden saubere Kanten und Übergänge zwischen Gebäude und Landschaft gebildet.
    Auch architektonisch weist das Konzept hohe Qualitäten auf. Dank des Neubaus der Eisbahn kann hier ein zeitgemäßer Standort garantiert werden. Auch die Energetischen Synergieeffekte aus dem Betrieb der Eisbahn für die restlichen Anlagen sind dank der Neuplanung möglich.