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  • DE Dortmund
  • 06/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12897)

Thier Areal


  • 3. Preis


    Architekten
    as2architektur schomers.schürmann, Bremen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Sonka Cavigelli Nina Giese Sabine Leskow Prof. Manfred Schomers Konrad Strohkirch

    Erläuterungstext
    Inmitten der heterogenen Form- und Materialvielfalt der Umgebung des neuen Thier Areals ist es bei dem großen Volumen wichtig, zu Form und Material eine angemessene ruhige Haltung einzunehmen.
    Als verbindendes Material schlagen wir einen hellen Kalksandstein vor, der mit Streifen aus Sandstein oder Travertin horizontal gegliedert wird.
    Die Beschränkung auf ein Material wird bestärkt durch nur eine Farbe für alle Metallbauteile wie zum Beispiel Pfosten-Riegel, Geländer und ähnliches.

    Treppenhausverglasungen schaffen eine rhythmische gebäudehohe Gliederung. Der vertikale Aufbau reflektiert den Nutzungsinhalt: In der Fußgängerebene Schaufenster, darüber Vitrinen, ausgestellt und eingeschnitten; darüber in der Parkierungszone \"tanzende\" Öffnungen zur Belüftung, mit farbigen Gläsern zur Absturzsicherung und als Blendschutz.

    Der nördliche Abschnitt wird variiert: Weil ohne Parkdecks und wegen der unterschiedlichen Gebäudehöhen. Die Erdgeschossebene erhält durchgehend Schaufenster oder Einblicke in die Shops. Das oberste Bürogeschoss wird räumlich zurückgenommen und hinter eine Pergolastruktur gestellt. Diese Pergolastruktur stellt auch die Verbindung zum Berlethaus als Höhenausgleich her. Einzelne Fenster / Vitrinen in jeder Ebene werden den Shops zugeordnet.
    Um den öffentlichen Raum mit dem Gebäude möglichst gut zu verzahnen, sollten einzelne Shops auch zusätzliche Eingänge zur Straße legen. Schaufenster/ Vitrinen ragen im Obergeschoss als plastische Elemente in den Straßenraum.

    Die Silberstraße soll die Mall als besonderen Raum ergänzen, wobei der öffentliche Charakter im Vordergrund stehen soll. Deshalb schlagen wir als leichtes Dach eine nur 2 cm dicken Stahlkassette vor, die Verglasung auf Abstand darüber.

    In der Mitte der Straßen wird eine Brücke mit flachen Stufen und einer Neigung von 8 % (nach dem Vorbild der Rialto-Brücke) vorgeschlagen, die in das Deck der Mall eingeschnitten wird. Um den Brückencharakter herauszustellen wird eine gläserne Fuge eingeschnitten.
    Am Rand führt eine \"normale Treppe\" in die Erdgeschoss-Ebene. Hier werden zwei größere Wasserbecken konzipiert, flankiert von Wasserwänden.
    Brückenquerung und Wasserflächen in Verbindung mit den angrenzenden Gastro-Bereichen können besondere Treff- und Aufenthaltsbereiche werden. Die Schwellenlosigkeit ist nur mit Aufzügen erreichbar.

    Der Eingang Potgasse wird mit einer Doppelarkade herausgestellt, um an den historischen Straßenzug zu erinnern. Ein gläsernes Tor verschließt den Zugang, der optisch so auch nach Geschäftsschluß offen erscheint.

    Das Dach über dem dreiecksförmigen Platz wird als flache Stahlkonstruktions-Kuppel vorgeschlagen. Die Querschnitte der dreiecksförmigen Binder können erheblich durch V-förmige Zwischenstützen reduziert werden. Die Deckung erfolgt als Sonnenschutz-Isolierverglasung (VSG). Einzelne Felder dienen der Entlüftung und Entrauchung. Darunter breitet sich eine textile Zeltkonstruktion aus nicht brennbaren Glasfasern aus. Sie dient als Sonnen- und Schallschutz. Die Überkopf-Reinigung erfolgt druch Fassadenkletterer.
    Die Fassade innerhalb des Dreiecks muß geschlossen bleiben. Sie wird ebenfalls mit Kalkstein verkleidet, gegliedert durch aufgeschraubte dünne Zylinder (4 cm) aus Edelstahl.
    Die gesamte Fassde soll hauptsächlich von innen heraus durch ihre Öffnungen leuchten. Aus dem Straßenraum heraus kann eine dezente Zusatzausstrahlung erfolgen.

    Die Fassaden schließen unmittelbar an die beiden Altbauten an, ledigleich durch eine zurückgesetzte schmale Fuge (ca. 30 cm) getrennt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.