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  • 2. Rundgang


    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Christiane Flasche, Martin Schliefer, Achille Farese, Sabine Gesellnsetter

    Erläuterungstext
    Städtebauliches Konzept
    Dem neuen Zentrum von Vaduz wird durch wenige, klar positionierte Erweiterungsbauten eine raumbildende Identität gegeben. Indem der Ortskern verdichtet und von Fahrverkehr befreit wird, rücken fußläufige Zirkulation und Aufenthaltsqualitäten für Besucher und Passanten
    in den Vordergrund. Ein neuer, zentraler Platz wird zum Anlaufpunkt der Stadt.
    Der Neubau der Gemeindeverwaltung wird als eigenständiger Kubus konzipiert, der sich zum Ortskern hin orientiert – und so den wichtigen Blickbezug zum Hauptplatz und dem funktional verbundenen Rathaus herstellt. In Materialität und Fassadensprache steht er in direktem Dialog zu seinen unmittelbaren Nachbarn: dem bestehenden Gemeindebau und auch dem Kunstmuseum Lichtenstein.
    Um den bisher hauptsächlich als Verkehrsfläche genutzten Ortskern aufzuwerten, werden zwei weitere Baukörper eingefügt, die das Zentrum verdichten und gleichzeitig eine großzügige Fußgängerdurchwegung ermöglichen: Gegenüber dem Rathaus wird der Hauptplatz
    nach Süden hin durch ein winkelförmiges Gebäude begrenzt, das sich über zwei Geschosse hin zum Platz öffnet. Dort wird auch ein Veranstaltungsraum integriert, der als Bühnen- oder Gastronomiefläche zu einer flexiblen Bespielung der bestehenden Platzfläche einlädt. Passanten
    werden vom Platz, als auch vom Städtli zum Äuleniveau, dem Gemeindeneubau und dem neuen Busbahnhof geleitet, der westlich des Kunstmuseums vorgeschlagen wird. Der Niveausprung zwischen Städtli und Äule wird mit einer großen Freitreppe überbrückt, deren verbreiterte Stufen zum Verweilen einladen.

    Erschließung Tiefgarage
    Die bisherige Tiefgaragenzufahrt wird vorzugsweise zwischen Gemeindebau 2. Etappe und
    Museum verlegt, um die Platzqualität im Kernbereich zu erhöhen. Die mittelfristige Nutzung der bestehenden Tiefgarageneinfahrt wurde berücksichtigt, und, wie hier nachgewiesen ist, gewährleistet.

    Fassade
    Der Erweiterungsbau wird mit einer flächigen, ruhigen Fassade verkleidet: Natursteinplatten, die in Grautönen und stehenden Formatgrößen variieren, erzeugen ein texturales Spiel und setzen der unmittelbaren Nachbarbebauung ein kraftvolles Gegenüber. Die Erdgeschossfassaden sind großzügig verglast. Diese Verglasungen sind zurückgesetzt, um die Plastizität des Baukörpers und ebenfalls die Verschattung zu erhöhen. In den Obergeschossen sind die Fenster außen bündig angeordnet und setzen sich so mit der Detailsprache des Museums und der 1. Etappe auseinander.

    Gebäudeklimakonzept
    Prämisse in der Erstellung des Gebäudeklimakonzeptes ist es, mithilfe der kompakten Gebäudegeometrie in Kombination mit einer gut durchdachten Hülle das Maß an Gebäudetechnik innerhalb des Objektes klein zu halten. Die Minimierung des Energiebedarfs durch eine intelligente Gebäudegestaltung bei gleichzeitigem Einsatz von regenerativen Energien steht so im Vordergrund. Sämtliche Räume können natürlich be- und entlüftet werden, eine mechanische Belüftung ist jedoch optional angedacht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 08.04.2009, 12:48
Zuletzt aktualisiert 16.04.2009, 13:47
Beitrags-ID 4-24366
Seitenaufrufe 141