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  • Ankauf

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    office regina poly Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Haberland Architekten, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Wettbewerb Kö-Bogen 2. Bauabschnitt

    Erläuterungen


    STADTRAUM
    Der Abriss der Hochstrasse und die zukünftige unterirdische Verkehrsführung lässt Spielräume für die Stadtentwicklung Düsseldorfs entstehen.
    Drei Stadtbausteine nutzen diese Spielräume, um den öffentlichen Raum neu zu definieren.
    In Anknüpfung an die vorgesehene Bebauung an der Landskrone entsteht eine neue Stadtkante zum Hofgarten.
    Das Dreischeibenhaus und das Theater stehen als Solitäre im Park.
    Die drei Stadtbausteine formulieren einen zentralen Stadtplatz.
    Der Stadtplatz fügt sich in den Stadtkontext ein und definiert den Verkehrsknotenpunkt von U-Bahnhof und Straßenbahn als bewusst urban gestalteten öffentlichen Raum.
    Vom Stadtplatz geht der Blick auf das Schauspielhaus über den umgestalteten Gustav-Gründgens-Platz. Hier entsteht eine flach modellierte Landschaft mit Wasserflächen. Sie spiegeln die Gebäude und können im Winter als Eisbahn genutzt werden. Der Platz wird zum erweiterten Theaterfoyer im Freien bzw. zum Foyer der Stadt.
    Den Süden des Stadtplatzes begrenzt der dritte Stadtbaustein.
    Er vermittelt zwischen den differenzierten räumlichen Bezügen im Übergang zum Martin-Luther-Platz und der Immermannstrasse und gibt der Tunneleinfahrt eine räumliche Fassung.

    NUTZUNGEN
    Die drei Stadtbausteine sind in einzelne Häuser aufgeteilt und parzelliert.
    Sie respektieren den Maßstab der Stadt.
    Zum Gustav Gründgensplatz und dem Hofgarten orientieren sich in den Obergeschossen Wohnungen. Auf der dem Platz zugewandten Seite sind Büronutzungen angeordnet. Die Erdgeschosse sind vollflächig mit Flächen für Handel und Gewerbe versehen. Die Gebäude stehen auf einem gemeinsamen Untergeschoss, in der die Tiefgarage liegt. Die Zufahrten zur Tiefgarage erfolgen aus dem neuen Tunnel.
    Der Baukörper im Süden beinhaltet im Erdgeschoss Gewerbeflächen und in den Obergeschossen Büros.

    BAUABSCHNITTE
    1. Phase: Nach Abbruch der Hochstraße werden zunächst die Freiräume neu gestaltet. Es entstehen keine Brachen und die Vermarktung wird durch die hohe Attraktivität des öffentlichen Raumes vorangetrieben. Zuerst könnte die nord-südliche Baumallee mit dem Stadtplatz entstehen dann der Kirchplatz und die Grünflächen des Gustav-Gründgens Platzes. Die 2. Bauphase stellt die Bebauung des ersten Baufeldes dar. Nach Abriss des alten Baublocks vor dem Schauspielhaus und der Tuchtinsel könnten die Bausteine 2 + 3 verwirklicht werden
    Das Konzept der Stadtbausteine lässt einen flexiblen Planungs- und Realisierungsprozess zu. Unter Berücksichtigung der Interessen von privaten Grundeigentümern lassen sich viele Szenarien der Realisierung entwickeln ohne das Konzept grundsätzlich in Frage zu stellen.

    BAUMARKADEN
    Anstelle der Hochstraße füllt ein räumliches Element, Baumarkaden, die Lücke in der Bebauung.
    Es sind Promenaden zum Flanieren und Verweilen aus buntlaubigen Bäumen.
    Sie gruppieren sich um die drei Plätze und betonen das Netz des Neuen Stadtraumes.
    Die Baumarkaden stehen auf einem Teppich aus dunklen Natursteinstreifen zwischen Promenadengrant.

    ORANGERIEN
    Am Anfang und Ende der Baumarkaden begleiten Orangerien mit Restaurants, Veranstaltungsräumen, Läden den Kirchplatz und die Uferzone an der Landskrone. Am Kirchplatz kann dort die von der Kirche betriebene „ Düsseldorfer Tafel“ untergebracht werden.

    PLÄTZE
    Die drei Plätze werden mit hochwertigen Betonsteinplatten gepflastert, ein dunklerer Streifen, welcher entsprechende Installationen enthält, markiert die Marktstände.
    Es können dort Weihnachtsmärkte, Straßenfeste, Kirmes und diverse Foodmärkte stattfinden.
    Der Kirchplatz eignet sich besonders gut für Wohltätigkeitsbasare, Trödelmarkt und Stadtteilfeste.

    BRUNNEN
    Der Neue Platz und der Kirchplatz haben Fontänenbrunnen, welche ganz unterschiedlich geschaltet werden können, von niedrigen Fontänen für das Kinderspiel im Sommer , mittleren wechselnden Höhen, bis zu einem voluminösen Wasserkörper traditioneller Art als Festbrunnen.
    Bei Marktnutzung können sie überstellt werden.

    LICHTKONZEPT
    Das „ Musslicht“ wird gemäß dem Lichtmasterplan der Stadt Düsseldorf installiert. Für die Effektbeleuchtung wird folgendes vorgeschlagen:
    Die neuen Plätze sind umgeben von den Effekten der beleuchteten Erdgeschosse, in Einzelfällen kann dies noch ergänzt werden.
    Die farbigen Baumarkaden werden durch die Anstrahlung einzelner
    Bäume und die mittigen Lichtbänke akzentuiert.
    Die gläsernen Orangerien und die Pavillons bilden in Korrespondenz zu den belichteten Bäumen weitere farbige Lichtakzente und unterstreichen die räumliche Qualität der Plätze.
    Kleine Bodenleuchten spiegeln auf dem Neuen Platz den Sternenhimmel.
    Die Straßenbahn kann mit aufleuchtenden Lichtpunkten zwischen den Schienen angekündigt werden, auch zur Erhöhung der Sicherheit.
    Die drei Solitäre, Dreischeibenhaus, Schauspielhaus, Kirche werden temporär immer neu von Künstlern mit Licht bespielt.



    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.