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  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Koeber Landschaftsarchitektur GmbH, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Glaser Architekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    gebäudestruktur
    die offenheit der landschaft wird erhalten - das gebäude als freie
    flächenfaltung aus der garchinger schotterzunge heraus entwickelt
    eine gefaltete sichtbetonfläche definiert den arbeitsbereich der
    kanalreinigungsstation und umschließt in S-förmigen verlauf alle
    notwendigen funktionen
    im erdgeschoss die werkstätten und garagen
    im obergeschoss die büros, aufenthalts- und umkleidebereiche
    diese konzeption ermöglicht ein hohes maß an funktionaler und
    räumlicher qualität
    die garagen sind direkt den werkstätten zugeordnet, wodurch eine
    knappe wettergeschützte beladesituation entsteht
    alle werkstätten und lager sind auf gleicher ebene mit gabelstabler
    verknüpft
    die hochwertigen büro- und aufenthaltsbereiche sind der verkehrsebene
    entzogen und orientieren sich zu einem großzügigen dachgarten
    die notwendigen stellplätze finden auf einfache weise unter der
    geländefaltung platz

    erscheinungsbild
    das gebäude wird im wesentlichen bestimmt durch einen hellen,
    sandfarbenen sichtbeton, der sowohl innen als auch aussen die
    hüllflächen definiert, sodass sich die struktur als künstlich gegossene
    steinfaltung darstellt
    je nach funktionsbereich wird die fläche weiter oberflächenverfeinert
    und in den höherwertigen aufenthaltsbereichen durch holz- und
    glasflächen ergänzt
    die äusseren, horizontalen betonflächen werden durchgehend perforiert,
    sind dadurch wasserdurchlässig und bieten ein raster für bepflanzung
    wie poren eines filters überzieht dies muster die betonflächen und
    verweist damit auf den zweck der münchner stadtentwässerung

    landschaft
    der neubau formt mit dem hof, der angrenzenden wiese und der
    baumhecke ein großes rechteck, das in die biotopentwicklungsfläche
    eingebettet ist, woraus sich eine klare trennung zu den anlagen des
    technischen hilfswerks ergibt
    das betondach über dem eingeschossigen gebäudeteil der werkstätten
    und lagerräume wird mit unterschiedlich großen pflanzöffnungen
    perforiert, aus denen sträucher und gräser wachsen - es entsteht ein
    besonderes muster aus oberlichtern und pflanzinseln
    die betondecke des hofes weist feinere perforationen in form von
    sickeröffnungen auf
    für die baumhecke wird eine homogene struktur angestrebt - sie
    besteht aus rasterförmig gepflanzten gehölzen, die zu einem
    heckenkörper geschnitten werden, und aus 29 in reihe gepflanzten
    hochstämmen derselben gehölzart
    dafür eignen sich feld-ahorn oder hainbuche
    der hain in der wiese wird behutsam mit geeigneten solitärbäumen
    ergänzt

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.