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  • Ankauf

    Aussenperspektive

    Architekten
    Gerber Architekten GmbH, Dortmund (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE), Shanghai (CN), Riad (SA) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Neben den vorhandenen schönen alten Kasernenbauten ist der alte ehemalige Appellplatz das markanteste und wichtigste Freiraumelement des Gesamtareals. Diesen Freiraum als besonderes landschaftliches Denkmal mit seinen baumbestandenen Böschungen und seiner in den Ecken abgerundeten Form zu erhalten und zu einem wesentlichen Teil des Neubaukonzeptes zu machen, ist der grundlegende Ansatz des Entwurfs.

    Mit der Gebäudedisposition von Bibliothek und Mensa soll im Zusammenhang mit der zu einer Stufenanlage umgewandelten Böschung des ehemaligen Appellplatzes ein neuer, interessant gefasster Campusplatz entstehen, der in diagonalem stadträumlichen Zusammenhang mit dem schon bestehenden Campusplatz der Artellerie-Kasernen in eine übergeordnete stadträumliche Beziehung treten soll.

    Bibliothek und Mensa bilden ein gemeinsames winkelförmiges Gebäude, das im Zusammenspiel mit der neuen Stufenanlage einen nach Süd-Osten offenen und durch die Stufen doch wieder geschlossenen Freiraum bilden.

    Die Einrichtungen von Bibliothek und Mensa sind so im Gebäudekomplex angeordnet, dass Raumdurchdringungen und Blickbeziehungen die beiden Einrichtungen verknüpfen und so ein Ineinanderfügen beider Hauptraum- und Funktionsbereiche entsteht. Die Mensa schiebt sich ein- bis zweigeschossig unter den Ostflügel, der sich in den großzügigen Freiraum des ehemaligen Appellplatzes schiebt und so intensiv als Freiraum zur Mensa genutzt werden kann. Der Höhenunterschied von ca. einem Geschoss zwischen neuem Campusplatz und dem ehemaligen Appellplatz, der durch Terrassierung unter Beibehalten der vorhandenen Bäume nutzbar gemacht wird, fließt in den Raumbereich der Mensa ein und bildet auch hier eine für Betischung nutzbare Terrassierung im Raum. So wird eine interessante Raumkonzeption der Mensa entstehen, mit hohem Freizeitwert und schönem Aufenthaltsambiente.

    Die Bibliothek, die im zweiten Obergeschoss den gesamten Winkel als Fläche nutzt hat dadurch ebenfalls eine Ausblicksituation in die große Freianlage des ehemaligen Appellplatzes. Sie staffelt sich im ersten Obergeschoss und Erdgeschoss nach Westen zurück und lässt so die gewünschte geschossweise Verzahnung der Raumstrukturen von Bibliothek und Mensa entstehen, die ein interessantes und spannendes Raumambiente darstellen werden.

    Das Personal der Bibliothek könnte durch ein Schließsystem mit Karten über Vereinzelungsanlagen eine direkte Verbindung zwischen Bibliothek und Mensa nutzen.

    Bibliothek und Mensa haben eigene Zugänge, die jedoch über ein schmales Foyer, das sich zum neuen Campusplatz hin orientiert, verbunden sind. Dieses Foyer soll als Lesezone für Tageszeitungen und Kaffeetrinken dienen und soll eine Verknüpfung von Bibliothek und Mensa für die Nutzer anbieten. Eingang und Foyer der Bibliothek (im südlichen Bereich) erschließt sowohl die Bibliothek selbst, als auch den Bereich des studentischen Servicezentrums.

    Der in der nördlichen Ecke des Campusplatzes angeordnete Hauptzugang zur Mensa führt über das Vorfoyer auch zum Großküchenlabor.

    Über den offenen Foyerbereich als Lesebereich für Tageszeitungen sind somit alle Einrichtungen der Aufgabenstellung miteinander verknüpft und verbunden.

    Die Anlieferung erfolgt von Norden, sowohl für die Mensa als auch für die Bibliothek, so dass eine selbstverständliche funktionale Logistik des Grundrisses für beide Haupteinrichtungen entwickelt werden kann, besonders für die Funktionsabläufe Anliefern, Vorbereiten, Kochen, Essensausgabe und Spülküche der Mensa.

    Auf Grund des Höhenunterschiedes können große Teilbereiche als Lager etc. für die Küche im Erdreich aber ebenengleich zur Produktion der Küche wie auch die Anlieferung angeordnet werden.

    Wogegen das Gesamtgebäude nach Nordwesten und Nordosten eher geschlossen (Bereiche für Bücherregale, Magazin) ausformuliert ist, sind die Seiten nach Südwesten und Südosten zu Campusplatz und zum altem Appellplatz offen und transparent angelegt, um so eine enge Beziehung von Gebäude und Freiraum, Bibliothek/Mensa und Freiraum herzustellen.

    Wogegen in geschlossenen Bereichen eher die Zonen der Bücherregale angeordnet sind, liegen an den offenen Fassaden mit Blick nach draußen die Lesebereiche für die Bibliothek und im Bereich der Mensa die Essplätze. Nach Norden hin sind die Anlieferung und Küche angeordnet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.