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  • Ankauf

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    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Erasmus Eller, Christiane Flasche, Martin Schliefer, Achille Farese, Sabine Gesellnsetter, Jörn Lammert, Agnieszka Lojko, Oxana Harlamov

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel (DE)

    Erläuterungstext
    Die Hochschule Fulda präsentiert sich als ein Standort, der unter anderem aufgrund seiner weitreichenden Studienangebote kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Aus dieser Notwendigkeit wurden in der Vergangenheit Bereiche unterschiedlichster Typologien zum ursprünglichen Campus hinzugefügt, was zu Unübersichtlichkeit und schlechten Anbindungen einzelner Fachbereiche führte.
    Zudem hat der Campus durch diese Erweiterungen und Umnutzungen verschiedenster Gebäudetypen nun ein sehr heterogenes Erscheinungsbild, dem ein zentraler Ort fehlt - eine Mitte, die den Studenten als Kommunikationsort und Herzstück der modernen Hochschule dient.

    Die Idee des Masterplanentwurfes ist es zunächst, bestehende Strukturen herauszuarbeiten und diese zu stärken. Von Bedeutung ist es hierbei, dass die charakteristischen Typologien der Gebäude auch in ihrem geschichtlichen Kontext erkennbar und erlebbar bleiben. Zur einen Seite sind dies die Gebäude der Artilleriekaserne, die sich als Ensemble um den ‚unteren’ Platz gruppieren. Auf der anderen Seite, etwas erhöht liegend, begrenzen die Gebäude der Bleidornkaserne linear aneinandergereiht das Hochschulgelände nach Osten.

    Die unterschiedlich umgenutzten Kasernen, in versetzten Etappen realisiert, lassen einen übergeordnete Struktur vermissen, der einen einheitlichen Bezug zueinander herstellt und einen Campuscharakter als belebtes, kommunikatives Zentrum erkennen lässt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Topographie ein starkes Gefälle aufweist und so eine natürliche Hemmschwelle aufweist.

    Die Intention des Masterplanes ist es zunächst, das Gesamtareal in Quartiere zu gliedern, die jeweils eine eigene charakteristische Identität aufweisen. Darüber hinaus erscheint es notwendig, dass der Hochschulcampus sowohl nach außen, als auch intern ein neues Gesicht und eine neue Identität erhält.
    Diese Quartiere müssen dann sinnvoll und erlebnisreich zusammengebunden werden, so dass die Wegeführung einfach, übersichtlich aber auch abwechslungsreich gestaltet werden kann

    Die Neuordnung des Campus wird durch ein neues langes Grünband geschaffen, das vor allem die ehemalige Bleidornkasernen, aber auch das Hörsaal- und Laborgebäude auf der gegenüberliegenden Seite zu einer gemeinsamen Grünzone einfasst. Hierdurch wird ermöglicht, das auch die abgewandten Fachbereiche zu einem ganzen übergeordneten Campus zusammengefasst werden und zu einer größeren Einheit zusammenwachsen – und die Hochschule gleichzeitig eine neue übergeordnete Identität erhält.

    Im Gegensatz zum diesem grünen Landschaftsband mit seinen Verweilqualitäten wird der Campus auf der westlichen Seite durch das Ensemble der Artilleriebauten und dem historischen Platz in ihrer Mitte geprägt. Dieser biete durch seine eher städtische Dichte ein deutliches Pendant zum freien Grünband,
    Diesem nördlich angegliedert wird nun das zentrale Gebäude der Landes- und Hochschulbibliothek und die Mensa als neues Herz gegenübergestellt angeordnet. Diese werden als gemeinsames Ensemble verknüpft und stellen das Verbindungsglied zwischen dem Park und dem Platz der Artilleriekasernen.

    Die beiden neuen Gebäudefunktionen sind so ausgerichtet, dass das Mensagebäude den Campus zum THW Gelände begrenzt und das Bibliothekgebäude mit seiner zentralen Bedeutung als Ort des Wissens einen Übergang zwischen dem Park und dem Platz der Artilleriekasernen schafft. Während das Mensagebäude das untere Niveau aufnimmt, orientiert sich das Bibliothekgebäude am Grünband. Hierbei wird es ermöglicht, dass das Ensemble zwischen den beiden Ebenen vermittelt und somit auch seiner Aufgabe als Gelenk- und Angelpunkt gerecht wird. Mit der Höhe der Bibliothek setzt sich der Wissenskubus klar ablesbar ab, ohne die Maßstäblichkeit der angrenzenden Kasernenbauten zu dominieren. Vielmehr erhalten diese dadurch eine neue selbstbewusste Einbindung in die Gesamtanalage. Der Bibliothekswürfel schiebt sich merkbar in die Grünzone hinein und kann von allen Fachbereichen als Ort des Geschehens erkannt und als Herz verstanden werden. Da die bestehenden Fach- und Hörsaalgebäude als Einzelgebäude nicht zur aktiven Förderung der Kommunikation beitragen, ist es das Ziel mit dem neuen Ensemble eine neue Plattform der spontanen aber auch gezielten Kommunikation zu ermöglichen. Daher sind die beiden Funktionsbereiche Mensa und Bibliothek mit einem gemeinsamen Sockel miteinander verbunden. Dieser dient als gemeinsamer Eingang und bildet das Foyer zu verschiedenen weiteren Bereichen wie Seminar und Studenten Service Center.


    Zwischen diesem neuen Park und dem bisherigen Hochschulmittelpunkt, im Bereich des Casinos und der bestehenden Mensa, wird eine neue Mitte durch ein Ensemble aus den neuen, zentralen Einrichtungen gebildet.
    Eine Terrasse, die sich in das Grünband schiebt, bindet alle Bereich ein: Sie ist durch ein Sockelgeschoss unterbaut, das, auf Niveau des alten Campus, sowohl SSC als auch

    Von allen Eingängen aus einsehbar, schiebt sich die neue Denkzelle, die Bibliothek in das Grünband hinein


    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.