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  • DE Villingen-Schwenningen
  • 02/2005
  • Ergebnis
  • (ID 2-1367)

Landesgartenschau Villingen-Schwenningen 2010


  • Ankauf

    Daueranlage

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    Landschaftsarchitekten
    ACER Planungsgruppe, Horb am Neckar (DE)

    Mitarbeit
    Karl A. Vandeven Mitarbeiter: Dipl. Ing. Sven Vandeven Monika Papic Stefanie Schmidt , mit Lieb+Lieb Architekten

    Erläuterungstext
    Idee der Planung ist es diese unterschiedlichen Gesichter herauszuarbeiten, Gegensätze und geschichtliche Hintergründe nicht zu übergrünen, eine gestalterische Spannung zu erzeugen, die immer den Bezug zur Nutzungsintensität erhält. Die Verbindung dieser drei Teilbereiche wird durch die Offenlegung des Neckars erzielt, der dabei jedoch ebenfalls immer wieder sein `Gesicht´ verändert, wie er dies im weiteren Verlauf als Landesfluss ebenfalls zeigt.

    Das Bahngelände entwickelt sich von der Industriebrache zu einem urbanen Raum der ein hohes Maß an städtebaulicher Entwicklung erlaubt und einen neuen städtischen Freiraum definiert. Die Industriegeschichte des Geländes wird durch die deutliche und gradlinige Abgrenzung zum Neckar und die Ausbildung als „Terrasse“ definiert. Ein moderner Stadtpark der einfach strukturiert und dennoch attraktiv ist. Der multifunktionale Nutzungen ermöglicht und sich am Pulsschlag der Stadt orientiert.
    Auf dem ehem. Bahnplateau entsteht ein Stadtpark dessen Wiesenfläche sich mit einer strengen Böschungskante zum Neckar hinunterfaltet und so bewusst als künstliche Schichtung offenbart. Muschelkalkkeile und Fundamentreste sind gestalterische Zeugen der Vergangenheit und gliedern mit einfachen Stufenanlagen die Strenge der Böschung. Zu den Bahngleisen hin wird dieser von der linearen Struktur der Hochterrasse mit Bebauung (ca. 1 m über dem Parkniveau) gefasst. Hochschulgebäude, Studentenwohnungen und Wohnen am Stadtpark bildet den Rücken. Die Aufschüttung dieser Hochterrasse ermöglicht eine Nutzung auf unbelasteten Flächen.

    Die Möglingshöhe als Neckarursprung. Ein Bürgerpark in Stile eines Englischen Gartens. Durch behutsame Erneuerung und Freiräumen von Aufwuchs gilt es alte Durchblicke (Kastanienallee) zu bewahren und neu Ausblicke zu schaffen. Das Gelände entwickelt seinen Charme im Wechsel von ruhigen und lebhaften Zonen, geradlinigen Hauptwegen und verträumten Nebenwegen. Mit Festwiese, Biergarten, Spielplatz und weitem Raum für Spiel und Erholung. Ein neuer Rad-Fußweg entlang der Bahn verbindet den Stadtpark kreuzungsfrei mit dem Bauchenberg. Der neue Spielplatz zwischen Festwiese und Kindertagesstätte bietet auch die Möglichkeit die angrenzende Wiesenfläche zu nutzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Insgesamt stellt die Arbeit einen erfrischenden, großzügig formulierten Beitrag vor, der die einzelnen Bereiche in ihrer Eigencharakteristik stärkt und den Neckar als verbindendes Band spüren lässt.
    Bewusst wird die Aufschüttung des ehem. Güterbahnhofs vom Neckar abgesetzt und als eigenständiges Plateau inszeniert.


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