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  • 1. Preis

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    Visualisierer
    Rakete GmbH - Visuelle Kommunikation für Bauten und Projekte, München-Sendling (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Claus + Forster, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: Otto A. Bertram Landschaftsarchitekt BDLA, München-Schwabing (DE)
    Lichtplaner: Ingenieure Bamberger, Pfünz (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der bestehende Charakter einer von Wiesenflächen dominierten Anlage wird vom Grundansatz beibehalten. Eine wesentliche Aufwertung wird durch Integration von Teilen der Ladenerweiterung als landschaftliches Element in der begrünten Böschung erreicht. Auf eine bauliche Präsenz des neuen Ladengebäudes wird bewusst zur Erlangung einer einheitlichen Hofgestaltung verzichtet. Der Hof wird sinnfällig in drei Bereiche gegliedert: den Platz vor der Basilika, die Grünböschung mit Rampenanlagen und den grünen Hof mit Rasenflächen. Der Klosterhof wirkt ruhig und gut strukturiert, die Hauptfassade der Basilika wird angemessen freigestellt. Die Hofgestaltung entspricht bezüglich der liturgischen Bedürfnisse bisherigen Gepflogenheiten.

    Sowohl die Materialwahl und Anzahl der grünen Ausgestaltungselemente erscheint überzogen und sollte im Sinne einer größeren Vereinheitlichung reduziert und vereinfacht werden. Die Wegehierarchie ist differenziert ausformuliert, erscheint aber insbesondere im Grünhof zu kleinteilig. Die Differenzierung des Platzes vor der Basilika in einen Kirchenvorplatz, eingebettet in eine Pflasterfläche aus Naturstein-Kleinsteinpflaster ist nicht nachvollziehbar und nicht notwendig. Die Materialwahl der Eingangsplatte aus Terrazzobelag ist zu hinterfragen. Die grüne Fuge zur Basilika entspricht dem Bestand, so dass die bestehenden Anschlusshöhen beibehalten werden. Die Ausbildung einer zentralen Achse vom Oberammergauer Tor zum Hauptportal unterstreicht die axiale Ausrichtung der Gesamtanlage und lässt sowohl die schulischen Nutzungen als auch die kirchlichen Anforderungen gut zu. Die beidseitige Akzentuierung mit Lichtstelen ist zu hinterfragen. Ungelöst ist der Anschluss der Grünböschungen und des Platzes vor der Basilika an den Nordflügel im Bereich der bestehenden Fensteröffnungen.

    Die Baumstellungen zur Unterstützung der perspektivischen Gesamtwirkung der Basilika werden grundsätzlich begrüßt. Die Anzahl und die Art der Bepflanzung mit Baumhasel ist zu hinterfragen. Die stufenlose Erreichbarkeit der Basilika wird über Rampen und zusätzlich über den Aufzug im Ladenbereich gut gewährleistet. Der Klosterladen ist sehr übersichtlich gestaltet. Der Laden selbst aber ist für die Besucher, die durch das Westtor den Hof betreten, kaum wahrnehmbar. Die Nutzungsbereiche sind sinnvoll angeordnet und werden im wesentlichen im bestehenden Gebäude unter Beibehaltung der Arkaden integriert, der Lesebereich wird im Hof mit Oberlichtern unterirdisch angeboten. Der Personalraum wird ohne direkten Blickbezug nach außen ausgebildet. Die Räume sind gut nutzbar, eine innenräumliche Qualität ist gegeben. Aussagen zur Gestaltung der Fassaden im Arkadenbereich fehlen. Der Zugang zu den WCs und zum Aufzug ist gut in die Bestandsfassade integriert. Die Ausgestaltung gewährleistet eine leichte Auffindbarkeit. Insgesamt stellt der Beitrag einen sehr guten Lösungsansatz und eine erhebliche Aufwertung des Klosterhofes dar, insbesondere die Überwindung des Höhenversatzes zum Platz vor der Basilika mit Heckenbändern stellt einen gestalterisch hochwertigen Umgang mit der Topographie dar. Das ausgewogene Verhältnis von befestigten und Grünflächen – insbesondere unter dem Aspekt der Materialvereinheitlichung lassen eine wirtschaftliche Umsetzung und Unterhalt erwarten.


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