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  • DE Köln
  • 12/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-15845)

:erlebnisraum römerstraße


  • Gewinner


    Landschaftsarchitekten
    Planergruppe GmbH Oberhausen, Essen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Dietrich , Harald Fritz

    Mitarbeit
    Andreas Hegemann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH, Aachen (DE), Vianden (LU), Aachen (DE), Dortmund (DE)
    Designer: n/t/k/ nowakteufelknyrim, Düsseldorf (DE), München (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Es ist schon eine faszinierende Vorstellung, dass der Raum Germaniens im Bereich des heutigen Großraums Köln- Aachen bereits um Christi Geburt eine intensiv genutzte Kulturlandschaft mit einer relativ dichten Erschließung war. Und dass wir noch heute teilweise die gleichen Spuren, wie vor 2000 Jahren nutzen oder sie zumindest aus der Luft in den Ackerflächen erkennen können, macht eine weitere Faszination aus.
    Mit dem Netzwerk Römerstraße soll die Vielschichtigkeit dieser kulturellen und räumlichen Struktur erfahrbar werden. Das heißt, dass die Besonderheiten des Raums aus unterschiedlichen Epochen und Landschaften in das Netzwerk Römerstraße mit einem Schleifensystem eingebunden werden. Die Notwendigkeit mit dem durchgehenden Radweg die Trasse da zu verlassen, wo die Römerstraße nicht begehbar ist, wird zum Anlass genommen, den Erlebnisraum mit noch weiteren Wegeschleifen aus zu statten.

    Die Besonderheiten des Raums mit römischem Hintergrund und ihren Entwicklungen in verschiedenen Epochen und Landschaften werden in das ‚Netzwerk Römerstraße‘ durch ein System differenzierter Wegeschleifen eingebunden.
    Da der durchgehende Radweg die Trasse der Römerstraße ab und zu verlassen muss, wird dies zum Anlass genommen, den Erlebnisraum Römerstraße mit noch weiteren Wegeschleifen aus zu statten.
    Gleichzeitig wird das Transportband ‚Römerstraße‘ genutzt, um die Baukultur im Bereich ihres Verlaufs weiter zu entwickeln.
    Das bedeutet, dass der Anspruch an die Anlieger dieser bedeutenden Trasse steigt. Es entsteht die Verpflichtung, hier besonderes Augenmerk auf Gestaltung zu legen.
    Da die ehemalige Römerstraße in ihrem Verlauf heute nur noch schwer identifizierbar ist, soll sie insbesondere durch Baumsetzungen angereichert und aufgewertet werden. Darüberhinaus werden die tangierten Stadträume, Ortschaften und Landschaften in ihrem Charakter und ihrer Präsentation gestärkt, bzw. korrigiert.
    Die Bäume erhalten eine weiße Bänderung, wie wir sie noch von alten Alleebäumen kennen. Sie markieren so deutlich aber unaufgeregt den Verlauf der Römerstraße durch das Rheinland. Ein Schriftzug auf der weißen Banderole, VIA A (für Agrippastraße) oder VIA B (für Via Belgica), kennzeichnet die Route.
    Anstelle von weiteren Schilderwäldern soll Kennzeichnung und Information also mit möglichst einfachen Mitteln erfolgen, die für das Auge einerseits selbstverständlich, andererseits überraschend sind.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtsverfahrens: "Anhand dieser Arbeit wurde prinzipiell die Sichtbarmachung der Römerstraße diskutiert. Bei durchaus unterschiedlichem Meinungsbild gefiel am Ende die sehr zurückgenommene Anwendung der Kennzeichnungselemente Baum und Eisenplatte. Das System ist einfach, robust, widerstandsfähig und offen für Weiterentwicklungen.
    Besonders die Reduzierung des Themas „Meilenstein“ in eine Bodenschwelle gefiel. Auch die sehr reduzierte Wort-Bild-Marke VIA. Das angebotene Informationssystem beschränkt sich wohltuend auf sehr wenige Aussagen und verweist auf die Koppelung mit Printmedien und audiovisuellen Medien. Damit wird eine Überfrachtung der Landschaft vermieden."