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  • 2. Preis

    Perspektive Dreherstrasse

    Architekten
    Konrath und Wennemar Architekten Ingenieure, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Private Bauherren: PAESCHKE GmbH, Langenfeld (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau – Ein neues Familienquartier für Gerresheim

    An die Stelle der kirchlichen Nutzung tritt eine Wohnnutzung.
    Im Mittelpunkt des Entwurfes steht die Bildung eines Wohnquartiers mit eigenem Charakter, das sich dennoch selbstverständlich in die Umgebung einfügt.
    Ein Quartiersplatz bildet das Herz der Wohnanlage und lädt zu Aufenthalt und Spiel ein.
    Die Erschließungsstrassen stellen über den Platz eine Verbindung zwischen Dreherstraße und Lohbachweg her.
    So ist die Durchwegung und Erschließung des Grundstücks auf selbstverständliche und wirtschaftliche Weise gewährleistet.
    Der Kindergarten wird in der Süd-West Ecke des Grundstückes platziert, um den unmittelbaren Zugang von der Dreherstraße zu ermöglichen.
    Die Anordnung der Baukörper an der Dreherstraße schafft hier ein neues „Gesicht“. Die Wohngebäude sind traufständig angeordnet. Der Kindergarten markiert mit seiner giebelständigen Position den Eingang zum Quartier und bildet eine „Landmarke“, die auf seine besondere Funktion als öffentliches Gebäude hinweist.
    Ein kleiner, zur Dreherstraße hin ausgerichteter Platz bildet den Eingang zum Kindergarten und ist Auftakt für das Quartier.
    Alle Wohngebäude sind in idealer Weise nach Süd-Westen ausgerichtet.

    Architektur – Umgesattelt! – Klassische Bauformen im neuen Gesicht

    Es werden einfache Baukörper mit Satteldach in einer Mischung aus Doppelhaushälften und freistehenden Einfamilienhäusern vorgeschlagen. Sollte es sich erweisen, dass die Vermarktung freistehender Einfamilienhäuser unmöglich ist zeigt die Planvariante 1 eine Lösung in der die 4 freistehenden Einfamilienhäuser östlich des Quartiersplatzes durch 2 Doppelhaushälften ersetzt werden.
    Die Einfachheit der Baukörper wird unterstützt durch bündige Oberflächen und Satteldächer ohne Gauben. So entsteht ein elegantes Erscheinungsbild, das in seiner Einfachheit eine große gestalterische Qualität aufweist.
    Einfachheit darf hier nicht missverstanden werden mit Armut. Die Askese der Gestaltung führt zu einem angenehm unaufgeregten Gesamtbild der Siedlung.
    Die vorgeschlagenen Hausgrundrisse entsprechen in idealer Weise den Anforderungen, die junge Familien an ein innerstädtisches Haus stellen. (Zahl der Schlafräume, Flexibilität der Nutzung, Mehrgenerationen, Gartennutzung)
    Die Fassadengestaltung sieht ein eher verglastes Erdgeschoss mit den „öffentlichen“ Nutzungen (Wohnen, Essen, Kochen) des Hauses vor. Farbige Putzflächen (antrazit) werden hier mit antrazit-farbenen Fenstern kombiniert.
    Die Obergeschosse erhalten eine leichte Vorhangfassade in einem hellen Farbton, die mit den antrazit-farbenen Fenstern kontrastieren.
    Die Dachflächen sollen eine glatte Oberfläche ohne Dachüberstände erhalten. Der First erhält einen charakteristischen Aufsatz, der die Möglichkeit für Oberlichter bietet.

    Phasierung – Auf alles vorbereitet

    Die Anlage ist so geplant, dass der bestehende Kindergarten anstelle der 6 nördlichen Häuser zunächst bestehen bleiben kann. Bei Entfall des Kindergartens können diese in einem 2. Bauabschnitt leicht errichtet werden, ohne dass die 1. Bauphase, die voll funktionsfähig von der Dreherstraße erschlossen ist beeinträchtigt wird.
    Der Quartiersplatz ist bereits im 1. Bauabschnitt vorhanden.
    Sollte der neue Kindergarten nicht errichtet werden, können an seiner Stelle Wohnhäuser platziert werden, die sich völlig selbstverständlich in die städtebauliche Struktur einfügen.

    Erschließung - Auf direktem Wege

    Jedes Haus verfügt über 2 Stellplätze (1xGarage, 1xVorfahrt).
    Müll und Rettungsfahrzeuge durchfahren die Siedlung ohne Erfordernis zu wenden.
    Der Müll wird hausweise gesammelt. Müllsammelplätze sind nicht erforderlich.

    Kindergarten – Mitten im Leben

    Der Kindergarten fügt sich von seiner Architektursprache her nahtlos in das Gefüge der Siedlung ein.
    Die scheunenartige Gebäudeform verspricht attraktive Räume insbesondere auch unter dem Satteldach, das man im Kindergarten für Gruppenräume großzügig wahrnehmen könnte.
    Die Gruppenräume sind nach Südwesten ausgerichtet. Da die Kinder in den Morgenstunden eher im Gebäude betreut werden, macht diese Ausrichtung Sinn. Für freies Spiel im Garten wird so die beste Ausrichtung bezogen auf die Mittags- und Nachmittagssonne geboten. (Ganztagsbetreuung)

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 03.08.2009, 11:14
Zuletzt aktualisiert 07.08.2009, 11:50
Beitrags-ID 4-30046
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