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  • CH-9016 St.Gallen
  • 12/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-16228)

Neubau Naturmuseum St.Gallen


  • 2. Rang

    Aussenraumperspektive: e2a eckert eckert architekten ag

    Architekten
    E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten ETH BSA SIA AG, Zürich (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: L'Aia, Den Haag (NL)
    Bauingenieure: Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich (CH), Basel (CH), Bern (CH)
    TGA-Fachplaner: ITW Ingenieurunternehmung AG, Balzers (LI)
    Modellbauer: Schnüriger Modellbau, Dietikon (CH)

    Erläuterungstext
    Parcours, Silhouette und Maßstab

    Das neue Naturmuseum wird in dem vorgesehenen vorstädtischen-landschaftlichen Grenzraum an eine kontinuierliche Wegführung mit dem Botanischen Garten angebunden. Dabei entsteht ein räumlicher Parcours, der als Abfolge den Haupteingang des Museums, den unmittelbar angrenzenden Erlebnispark, den Eingang des Botanischen Gartens und das Alpinenhaus in eine direkte Beziehung zueinander setzt.

    Während die St. Maria Neudorf-Kirche zusammen mit dem gegenüberliegenden Notkerianum eine Torsituation schafft, wird das Museum aus einer sequentiellen Idee vorherrschender Haus-Silhouetten gebildet. Die dabei entwickelte volumetrische Dachkerbung vermittelt zwischen den unterschiedlichen Maßstäben und überbückt den Vorstadtcharakter mit der in Richtung Zentrum schnell präsent werdenden Stadtstruktur. Das neue Museum spielt dabei mit der Analogie zusammengefügter Häuser und stellt somit seine Größe in den Zusammenhang der Siedlungskörnung.

    Metapher und Thema des Naturmuseums

    Analog Per Kirkebys Bild „das Urteil des Paris“ entwickelt sich das Naturmuseum aus der Vorstellung, eine figurative Welt einer abstrakten gegenüberzustellen. Der Fundus des Museums hat sich aus einem Prozess von „Fangen, Finden, Sammeln und Ausstellen“ entwickelt. Die Exponate stehen dabei als figurative, „lyrische“ Objekte einer geometrischen Struktur der baulichen Konstruktion gegenüber. Sowohl die äußere Erscheinung des Hauses mit einer vertikal profilierten Fassade wie auch die innere Struktur der offen überspannten Ausstellungsräume widerspiegeln diesen Aspekt der Gegenüberstellung.

    Umgebung, Außenraumbezug, Erlebnisgarten

    In Anbindung an die Rorschacherstraße entsteht der Museumsvorplatz, der den idealen Beginn des vorgesehenen Parcours darstellt. In direkter gegenüberliegender Lage werden Museumseingang und Erlebnispark situiert. Die Vogelstation kann sowohl extern unabhängig erreicht werden, als auch im Kontext des überdachten Eingangs von den Besuchern erlebt werden.

    Der Garten des Museums befindet sich auf leicht ansteigendem Gelände. Er ist als Lernpfad gedacht und wird über Rampen erschlossen. Beginnend mit dem Steingarten für Findlinge, die als informelle Sitzgelegenheiten genutzt werden und den Platz vor dem Museum bespielen. Der Weg führt vorbei am Gehege für Greifvögel, Kleinvögel und Enten, wobei der Besucher sich mal außerhalb, mal innerhalb des Geheges befindet, um dann zum offenen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und zum Forschungsteich zu gelangen, der das Ende des Pfades und Übergang zum Botanischen Garten bildet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 21.12.2009, 11:47
Zuletzt aktualisiert 23.07.2012, 17:55
Beitrags-ID 4-30510
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