Kompakte Baukörper und ihre Anordnung an der "Schulachse" halten den übergeordneten Grünzug weitestgehend frei von Bebauung. Schule und Sporthalle gliedern die Freiräume in eine eher urbane Achse im Westen und "grüne" Freifläche im Osten, in der vielfältige Freizeit- und Aufenthaltsangebote gemacht werden. Die Schulachse erhält im Süden mit der 6-gechossigen Realschule einen markanten Schlußpunkt. Im Norden wird im Bereich der Mali-Sporthalle der Ganztagesbereich dagegen gestellt. Diese Begrenzungen schwächen mit diesen Verengungen die angestrebte Durchlässigkeit der übergeordneten "Schulmeile". Der übergeordnete Rad- und Fußgängerverkehr wird unnötig behindert. Das Volumen des 6-geschossigen Baukörpers der Schule reicht unverträglich nah an die Hans-Liebherr-Straße und die westlich benachbarte Bebauung. Die Zugänge zu den 3 Baukörpern direkt an der Schulachse sind gut angeordnet, die Ausbildung der Loggia an der Realschule ist sehr attraktiv. Die weit abgerückte Anordnung des Ganztagesbereichs (ca. 220m) von Schule und Sporthalle ist für den Schulbetrieb kaum akzeptabel. Die Realschule ist äußerst kompakt ausgebildet, über ein zentrales Treppenhaus werden 7 Ebenen auf kurzen Wegen miteinander verbunden, im Schulbetrieb löst dieses Organisation jedoch Probleme aus.
Bezweifelt wird, ob über seitlich angeordnete Loggien und Einschnitte der Innenraum ausreichend belichtet wird.
Die bei den Loggien vorgeschlagenen Lernbereiche erscheinen zu klein, ungestörtes Arbeiten ist nicht gewährleistet. Verwaltung und Lehrerbereiche sind gegenüber den Schülerbereichen aufgrund der geschossweisen Trennung zu stark abgeschottet. Der Zugang ins Foyer der Sporthalle auf Ebenen der Tribüne ist großzügig und attraktiv. Problematisch
sind die Lage der WC`s abseits der Umkleiden und des Regieraums bei den Geräteräumen. Der Ganztagesbereich bietet in einem kompakten Baukörper großzügige und gut geschnitten Räume für Mensa/Aula und Funktionsräume. Der Luftraum im Bereich Mediothek stärk die Attraktivität. Das Tragwerk der Schule setzt sich aus einer wirtschaftlichen Stahlbetonskelettkonstruktion zusammen. Zum Tragwerk der Sporthalle findet sich keine ausreichende Aussage. Das Energiekonzept erscheint schlüssig, die Integration in die Gebäudeplanung ist aber nicht vollständig (Lüftungsanlage, Fassadeausbildung). Die Kompaktheit der Baukörper, die ermittelten Kennziffern lasse eine sehr preisgünstige Erstellung und wirtschaftlichen Betrieb erwarten. Die kubische Ausbildung der Baukörper entspricht der Kompaktheit, die glatte Glasfassade bzw. (Cortenstahlverkleidung) ist schlüssig daraus abgeleitet, wirkt aber sehr streng und abweisend und erscheint der Bauaufgabe Schule nicht angemessen. Die Arbeit besticht durch ihre Klarheit und Kompaktheit auf allen Maßstabsebenen, weist in der Durcharbeitung und Funktion aber Mängel auf.
| Angelegt am | 22.02.2010, 11:02 |
| Zuletzt aktualisiert | 19.07.2011, 14:30 |
| Beitrags-ID | 4-30587 |
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