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  • Teilnahme


    Stadtplaner
    pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Prof. Dr. Franz Pesch

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Entwicklung des Robotron-Areals in Dresden

    Das Robotron-Areal – in seiner ursprünglichen Konfiguration ein durchaus hochwertiges Zeugnis der sozialistischen Moderne – wird seiner Bedeutung als städtebauliches Gelenk zwischen dem Großen Garten und dem historischen Stadtkern heute nicht mehr gerecht. Die von uns entwickelte städtebauliche Konzeption versucht die Gratwanderung zwischen einer räumlichen Neuordnung einerseits und einer den Potentialen und Ressourcen entsprechenden Begrenzung des Bauvolumens andererseits zu bewältigen. So wie die Dinge liegen, erscheint es uns nicht zielführend die „Stadtwüste“ der St.-Petersburger-Straße mit dem Konzept für das Robotron-Areal auf ewig festzuschreiben. Denn aus der Weite dieses Webfehlers in der urbanen Textur Dresdens dürfte sich wohl kaum ein attraktiver Promenadenring herausschälen lassen, der sich mit den Großen Ringstraßen des 19. Jahrhunderts wie der Wiener Ringstraße oder der Kölner Ringstraße messen könnte. Der von uns erarbeitete Vorschlag zielt deshalb auf einen Prozess ab, dessen Phasen mehrere Optionen offen halten. Die angebotene städtebauliche Figur erlaubt es, den Stadtraum bis an die heute bestehende innere Stadtkante zu entwickeln – zunächst unabhängig von einer Veränderung des Querschnitts der St.-Petersburger-Straße und unter zumindest temporärer Nutzung der auf dem Gelände anzutreffenden Gebäude der DDR-Moderne. Mit einer Umgestaltung kann gewartet werden, bis die Leitungs- Infrastruktur erneuert werden muss und damit keine finanzielle Restriktion für die Umgestaltung besteht. Aus städtebaulicher Perspektive treten wir mit aller Entschiedenheit für eine Verengung und räumliche Fassung des Straßenraums ein. Denn ohne ein neues Profil wird der Promenadenring nicht zum prägenden Stadtraum für das neue Dresden werden können. Unsere städtebauliche Untersuchung zeigt jedoch auch: Die Entscheidung muss nicht sofort getroffen werden, da sich wesentliche Bausteine unseres Konzepts bereits vorher verwirklichen ließen. Wir bieten also eine Strategie an, die nichts verbaut und Weichenstellungen in der Zukunft ermöglicht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.