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  • DE Bad Essen
  • 04/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-16701)

Landesgartenschau Bad Essen 2010


  • Teilnahme Zur Überarbeitung aufgefordert


    Landschaftsarchitekten
    plancontext gmbh landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Gartenschau Bad Essen 2010: „Fit für die Zukunft“

    „Fit für die Zukunft“ wählen wir als Leitthema der Schau. Mit dem Slogan wollen wir auf zweierlei hinweisen: Einerseits soll Bad Essen als touristischer und kultureller Anziehungspunkt gestärkt werden. Dazu wird sein Profil als Gesundheits- und Wellnesszentrum gezielt und nachhaltig gestärkt.
    Andererseits setzt sich die Landesgartenschau zum Ziel, ihre Besucher „fit für die Zukunft“ zu machen und ent-sprechende Tipps und Anregungen zur Steigerung der persönlichen Lebensqualität zu geben. Das umfasst ne-ben dem Schwerpunkt Grün und Natur die Bereiche Sport und Bewegung, Bildung, Gesundheit und Ernährung. Das Motto der Gartenschau bringt beide Ziele knapp und prägnant auf den Punkt.

    Schloss Ippenburg: Garteninspirationen und Lifestyle

    Das berühmte Gartenfestival dauert im Gartenschaujahr einen ganzen Sommer. Das Gelände wird nach folgen-den Themenschwerpunkten gegliedert:

    Poesie und Mystik
    Eingangsplatz und neuer, direkter Weg auf die Roseninsel | Eichenhain als Tierweide | Roseninsel als Blumenwiese mit Picknickinseln | Rosengarten in der Form einer Rosenblüte

    „Lifestyle und Informationen“
    Der Gärtnermarkt entlang der Schlossvorfahrt präsentiert innovative Produkte rund um den Garten, sowie aktuelle Entwicklungen der Pflanzenzucht.
    Rosenmarkt auf der Roseninsel | Gärtner- und Handwerkermarkt nördlich des Schlosses |
    Geschichte: Ausstellung im Schloss | Blumentrends: Rahmen aus Frühlingsblühern und Wechselpflan-zungen am neuen Rasenparterre; Ausstellungsbereich der Zierpflanzengärtner

    Themenfeld „Ernährung“
    Der Wunsch nach gesunder, ausgewogener und gleichzeitig schmackhafter Nahrung steigt. Deshalb wird hier nicht nur konsumiert, sondern der Kontakt zu den Lebensmitteln hergestellt: In den Küchengärten um Gastrozelte werden Beiträge zum Thema Landwirtschaft und Ernährung präsentiert. Es finden Informationsveranstaltungen und Kochkurse statt. Dabei wird das Wertvolle aus der regionalen Küche und Anregungen aus anderen Kulturen vermittelt.

    100 Gartenzimmer
    Schloss Ippenburg verfügt über 100 Zimmer. Diese werden nun ergänzt durch 100 Gartenzimmer. Die Gartenin-sel südlich des Schlosses wird durch vielfältige Heckenräume strukturiert. So entsteht ein einheitlicher „grüner Rahmen“ in den bestehende Gärten integriert und neue Gärten flexibel eingefügt werden können.

    Flanierweg
    Der Rundweg um die Insel lädt zum Flanieren ein.
    „Drachenwald“: temporäre Spielangebote in einer Waldlichtung | „Besuch beim Drachen“: Erdskulptur mit Blattstauden und Schieferplatten (Bau als Schülerprojekt) | Wechselflorranken vor der Gehölzkulisse; „Hochsitze“ machen die Formen besonders gut erlebbar | Wassergärten im Schilfsaum; Ergänzung vor-handener Gärten | Festwiese mit Bühne als Endpunkt der Sichtachse des Schlosses | Tautropfengarten am ausgebauten Weg westlich des Schlosses.

    Landschaftsinszenierungen

    Besucher gelangen von Ippenburg aus mit einem Busshuttle zum Solepark und in die Bad Essener Innenstadt. Alternativ wird der Fuß- und Radweg zwischen den Kernbereichen inszeniert. Am Schloss steht ein Fahrradver-leih zur Verfügung. Der Transport mit Pferdekutschen oder Fahrradrikschas wäre eine schöne Ergänzung.

    Marmeladenweg
    Handgemachte Marmeladen sind eine regionale Spezialität. Am „Marmeladenweg“ wachsen deshalb verschie-denste Obstsorten und Früchte und Kräuter, aus denen Säfte und Marmeladen hergestellt werden können.
    Picknickwiese an geplanten Kirschenhainen; Blütenstreifen | Holunderweg: Weg begleitende Hecke | Obstlehrpfad: Baumreihe mit alten und empfehlendwerten Sorten, Raritäten | Marmeladengärten: Bee-renobst zum Selbstpflücken auf Freiflächen in Lockhausen | blühender Ackerrand: Blumeneinsaaten

    Weg am Mittellandkanal
    Der Weg am Mittelkanal zwischen Lockhauser Weg und Essener Straße wird aufgewertet.
    Großformatige Betonplatten (Besenstrich) in kristalliner Form | Schilf und Sumpfstauden (vorkultivierte Mat-ten) | Sonnensegel als Sonnen- und Sichtschutz

    Zeitachse
    Als „Zeitachse“ stimmt die Lerchenstraße auf den Besuch der Stadt ein. Erzählt wird die Geschichte Bad Essens und der Varusregion.
    Markierung wichtiger Jahreszahlen auf dem Weg in Form einer Zeitachse | Infotafeln mit Ausflugtipps


    Solepark Bad Essen

    Sämtliche Freiflächen zwischen Bergstraße, Straße Am Freibad, Kurpark und dem Fuß des Wiehengebirges begreifen wir als zukünftiges Zentrum des Gesundheitstourismus. Sie werden in einer durchgängigen Gestalt-sprache strukturiert und durch einen Rundweg erschlossen. Bad Essen ist durch die Sole berühmst geworden. Diese wird inhaltlich und formal inszeniert. Die gesamte Gestaltsprache erinnert an kristalline Formen des Salzes.

    Kurpark
    Der Kurpark wird zum Ruhe- und Wellnessgarten. Er erhält eine Rahmenpflanzung aus Sträuchern und einen Rundweg mit langen Sitzbänken sowie Stauden- und Wechselpflanzungen.
    Eingangspavillon: Kasse und Informationspunkt | gärtnerische Inhalte: Wellnessgarten mit Duft- und Wellnesspflanzen „Vitamingarten“ mit Beerengehölz-Raritäten; „Teegarten“ mit Tee- und Heilkräutern | Solepavillon mit Solewasserbrunnen und Sole-Tretbecken; Verkauf von Bad Essener Salz; Beratung und Anwendung; Bankreihen für kleine kulturelle Darbietungen (Lesungen, Musik)

    „Kristall“: Blumenschau im Hallenbad
    Die Blumenschauen finden im ehemaligen Hallenbad statt. Dieses wird mit Baugerüsten und halbtransparenten Stoffbahnen verkleidet, so dass es wie ein riesiger, weithin sichtbarer Salzkristall wirkt. Die Hallenschauen im Inneren nehmen das Thema auf und schaffen eine besondere Atmosphäre (z. B. Abspannungen an der Decke und Spiegelflächen, weißer Sand, Salzzimmer)

    Soleterrassen
    Der Hang am Fuß des Wiehengebirges wird terrassiert. An den Aussichtspunkten stehen wie Kristalle kantig Stützmauern im Hang, die wie Gradierwerke aufgebaut sind. Das Solewasser wird mit Düsen vernebelt und ver-breitet die heilende salzhaltige Luft an den Sitzplätzen.

    „Bad Essen Vital“: Kur auf Probe
    Die örtlichen Kliniken und Dienstleister zum Thema Gesundheit präsentieren sich im Kurmittelhaus. Ziel ist es, den Besuchern die Vielfalt an Angeboten zur Entspannung, Gesundheitsberatung, Naturkosmetik und Massagen zu präsentieren und Lust auf einen längeren Kur- und Wellnessaufenthalt zu machen. Ergänzend werden Aktio-nen zur körperlichen Fitness und Sport im Kurpark angeboten.

    Waldpark
    Der Waldpark steht unter dem Motto „Umweltpädagogik“. Ein Walderlebnispfad bringt die regionale Natur näher und verweist auf das Erholungs- und Ausflugspotential der Umgebung.

    Meierhof
    Der Meierhof ist sozusagen die „Urzelle“ Bad Essens. Der Großteil der Anlage befindet sich bereits außerhalb der Umzäunung, wird aber durch den Rundweg erschlossen.
    Schaumühle und Schaubäckerei | Ausstellungen im Schafstall und Kunst- und Museumsgarten

    Generationenpark / Familiengarten
    Die Inhalte des bereits geplanten bürgerschaftlichen Projektes wurden unverändert übernommen. Sie umfassen Aktions- und Erholungsangebote für alle Altersstufen. Lediglich die Wegeführung wurde an das Gesamtkonzept angepasst. Die Anlage liegt auf dem Rundweg außerhalb der Umzäunung.

    Sole-Freibad
    Das Sole-Freibad kann mit der Eintrittskarte der Gartenschau besucht werden. Ein temporärer Einlass am Lud-wigsweg liegt unmittelbar am Rundweg.


    Rundgang Innenstadt

    Marktplatz
    Der Marktplatz wird zur Gartenschau gastronomisch bewirtschaftet. Marktstände mit regionalem Kunsthandwerk und Spezialitäten beziehen sich auf die Tradition des historischen Marktfestes.

    Besucherforum
    Die Tourist-Info liegt am Kreuzungspunkt des Rundgangs durch die Innenstadt. Sie wird zum Zentrum der Besu-cherinformation. Der ans Gebäude grenzende Parkplatz wird zum Besucherforum umgestaltet.

    Kirchgarten / Schülergarten
    Auf der Erweiterungsfläche des Friedhofs werden Schaugräber präsentiert. Hier sind Andachten im Freien mög-lich. Als Beitrag der gegenüberliegenden Schule werden auf der öffentlichen Freifläche entlang des Friedhofs „Schülergärten“ präsentiert. Der Grünzug wird dauerhaft gestalterisch aufgewertet.

    Festplatz am Hafen
    Endpunkt des Rundwegs ist der Festplatz am Hafen. Von hier ist die Rückfahrt mit dem Shuttlebus möglich, oder eine Weiterfahrt mit der historischen Museumsbahn (temporärer Haltepunkt) bzw. ein Schiffsauflug
    Der Multifunktionsplatz (Asphalt) am Speicher wird als Veranstaltungsfläche genutzt:
    Linierung für Sportnutzung | Großveranstaltungen mit temporärer Bühne | Rasenwellen zum Wasser | vorhandene Gastronomie mit Freischankfläche; WC | „Strand“: Sandbereich mit Liegestühlen

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 27.04.2009, 11:46
Zuletzt aktualisiert 22.06.2010, 14:38
Beitrags-ID 4-31158
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