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  • DE-20537 Hamburg
  • 09/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-16926)

Gestaltung des Grünzugs am Hochwasserbassin in Hammerbrook


  • 4. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    POLA, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Durch das freiraumplanerische Konzept für den Grünzug am Hochwasserbassin in Hamburg Hammerbrook definiert sich der Raum als ein neuer und attraktiver Grünraum und fungiert als Bindeglied zwischen den bestehenden Grünzügen „Horner Geest - Achse“ und „Bille - Achse “.

    Das Konzept des Grünzuges basiert auf drei Themenschwerpunkten: Wasser, Park und Sport. Angeordnet werden diese drei Themen in „Bändern“, die parallel zueinander verlaufen und durch eine verknüpfende Wegeverbindung zusammengehalten wird.

    SPORTBAND
    Das Sportband beinhaltet die bisher bestehenden Sportflächen in neu geordneter Form und wird durch weitere Flächen ergänzt. Der Sportplatz nahe des Berliner Bogens wird auf ein Niveau mit den Rasenstufen gesetzt und fügt sich als neuer Rasenplatz in die Fläche ein. Für den Tennissport sind 15 Außenplätze, sowie eine neue Halle mit dazugehörigem Betriebssportkasino vorgesehen. Das geplante Kasino wird in einem Bestandsgebäude der Süderstraße untergebracht. In dem Gebäude befindet sich eine Vereins eigene Gastronomie, sowie die Umkleideräume und Sanitäranlagen. Die angrenzende Tennishalle ist durch eine überdachte Veranda zugänglich und ist das ganze Jahr über nutzbar.
    Zusätzlich wird das Sportangebot durch zwei Multifunktionsflächen, drei Volleyballfelder, einen Minigolfplatz, ein Basketballfeld, eine Skatefläche, eine Tischtennisanlage, eine Fläche für den „Betriebssportverein Tauziehen“ und einen Spielplatz ergänzt. Diese Flächen werden unterhalb der Süderstraße angelegt und sind von Bäumen umgeben, welche das vorhandene Biotop mit einbeziehen. Das Sportband ist somit ein kompaktes und funktionales Band, welches intensiv genutzt werden soll. Parkplätze sind oberhalb der Wendenstraße und der Süderstraße vorgesehen.

    PARKBAND
    Das Parkband wird von großflächigen Rasenflächen bestimmt, welche in einem Wegekonzept eingebettet sind. Der Hauptweg erschließt den gesamten Grünraum von Norden nach Süden und kennzeichnet sich durch eine asymmetrische und aufgebrochene Struktur. Für die Querung der Kanäle werden neue Fußgängerbrücken angelegt, die auch von Radfahrern genutzt werden können.
    Zur übergeordneten Wegeanbindung werden im Norden und im Süden zwei neue Fußgängerbrücken angelegt, die den Grünraum mit der „Horner Geest - Achse“ und der „Bille - Achse“ verbinden.
    Die öffentlichen Freiflächen stehen im Kontrast zu dem intensiv genutzten Sportband und bringen Großzügigkeit und Ruhe in den Raum. Die Rasenflächen werden durch Sitzmauern vom Hauptweg aus eingefasst. Zwischen Süderstraße und Bullerdeich wird das Parkband nicht nur als Ruhezone, sondern auch als Erlebnisraum genutzt. Hier werden in die bestehenden Bestandsgebäude ein Café, sowie Galerien und Ateliers für Künstler integriert. Das vorhandene Biotop wird lediglich durch schmale Wege erschlossen und bleibt in seiner Struktur bestehen. Zwischen Bullerdeich und Bille wird das Gelände bis auf Wasserniveau hin abgestuft. Der Raum öffnet sich zum Wasser hin und gibt einen großzügigen Blick auf die Umgebung und die Bille frei.

    WASSERBAND
    Das Wasserband wird durch öffentliche und private Zugänge definiert. Die Uferkanten bleiben weitestgehend in ihrem aktuellen Zustand erhalten und zeichnen sich durch weiche Übergänge aus. Im Bereich Berliner Bogen bleibt der vorhandene Bootsanleger bestehen. Das Viktoriakai Ufer wird durch die geplanten Hausboote zum privaten Wohn- und Arbeitsfeld definiert. Durch eine dichte Uferbepflanzung wird das Hochwasserbassin von Norden bis hin zum Bullerdeich abgegrenzt, sodass eine klare Trennung zwischen privater und öffentlicher Nutzung entsteht. Der Blick aufs Wasser und in die Kanäle hinein ist von den neuen Brücken aus möglich, außerdem führen in diesen Bereichen breite Treppenanlagen auf Wasserniveau herunter. Zwischen Süderstraße und Bullerdeich befindet sich eine große Steganlage, die einen direkten Zugang zum Wasser ermöglicht. Der Steg ist durch kleine Stichwege zu erreichen und mit dem Park verbunden.
    Am Ufer der Bille öffnen sich der Raum und der Blick für den Besucher. Hier wird die Uferkante zu einer Promenade ausgebildet, die sich auf Wasserniveau befindet und für jedermann zugänglich ist. Der Besucher erhält hier einen weiten Blick über die Bille.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.