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  • DE-20537 Hamburg
  • 09/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-16926)

Gestaltung des Grünzugs am Hochwasserbassin in Hammerbrook


  • 5. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Hager Partner AG, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Pascal Posset, Guido Hager, Kerstin Marx, Patrick Altermatt, Leonard Saal, Monika Schenk

    Erläuterungstext
    Seit jeher sind die Flächen am Hochwasserbassin ein Teil des sich wandelnden Stadtgefüges. So entstand aus der ehemaligen Marschlandschaft eine mit Deichen durchzogene Stadtlandschaft, die sich auch heute noch durch ihre Lagegunst am Wasser auszeichnet. Das vorgeschlagene Freiraumkonzept legt daher sein Hauptaugenmerk auf die Ausformulierung von themenbezogenen Orten am Wasser. Den Auftakt im Süden bildet eine großzügige Freitreppe, die ihre „Arme“ sozusagen in Richtung Hochwasserbassin und Bille ausstreckt und den Zusammenfluss beider Gewässer markiert. Ebenso mündet hier der neu Brückenschlag über die Bille, der eine alte historische Wegeverbindung - von der Alster über die Bille zur Elbe - aufleben lässt. Am Kopf der Freitreppe schließt ein großzügigstes Holzdeck an, das mit einem lockeren Filter aus Zitterpappeln überstellt ist. Entlang des Hochwasserbassin entsteht eine großzügige , von einer Ahornalle gerahmt Fuss- und Radwegeverbindung in Nord- Südrichtung. Diese findet ihren Abschluss am markanten Stadtzeichen Berliner Bogen. An den das Bassin kreuzenden Kanäle, Süd- und Mittelkanal entstehen ruhige Aufenthaltsbereiche, die zum Verweilen und Kommunizieren einladen. Am Mittelkanal gelangt der Besucher über Sitzstufen direkt ans Wasser. Hier mündet auch die neu geschaffene Wegeverbindung nach Westen mit Anschluss an den Normannenweg. Zwei sich zugwandte Stadtbalkone eröffnen den Blick in die Seitenarme des Südkanals. Die übrigen Parkbereiche des Konzeptes können losgelöst und in Abhängigkeit von den vorherrschenden Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Neben der Allee als verknüpfendes Element verweben Rasensenken die unterschiedlichen Nutzungseinheiten. Verstärkt wird dieses Bild, durch einen lockeren Baumhain, der das gesamte Areal überzieht. Am Oskar- Kesslau- Sportplatz entsteht, neben dem Neubau eines Vereinsheims mit Freisitz, eine von Birken überstellte Raseninsel mit Birken und Spielangebot. Die Halle des Breitensportverbandes bleibt erhalten. Lediglich die Anbauten werden zugunsten der Durchlässigkeit entfernt und finden Ersatz in einer Gaststätte auf dem Wasser. Diese reiht sich in die Gruppe der Hausboote. Im Falle einer Neuordnung der Tennisanlage werden die Plätze am Wasser entfernt und dafür die momentan nicht genutzten Spielfelder südlich des Südkanales reaktiviert. Die Gebäude an der Süderstrasse werden zu einem Atelier- und Kunstzentrum ungenutzt. Der vorhandene Innenhof liefert den passenden Rahmen für einen Skulpturengarten, Werkhof und kulturelle Anlässe, wie Freilichtkino oder Theatervorführungen. Im weiteren Verlauf Richtung Bille entsteht eine lebendige Parklandschaft aus intensiv und extensiv genutzten Bereichen. Somit können nicht nur ein Wasserspielplatz, ein Skaterpark , Flächen für Beachvolleyball oder Boules realisiert werden sondern auch die ausgewiesenen Flächen der Biotopkartierung in des Freiraumkonzept eingebettet werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.