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  • DE Berlin, RU Jekaterinburg
  • 11/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-17052)

Deutsches Generalkonsulat Jekaterinburg - Neubau eines Kanzleigebäudes


  • 1. Preis


    Architekten
    Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Ingenieure / Fachplaner: Henne & Walter GbR, Reutlingen (DE)
    Landschaftsarchitekten: Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Der Neubau des Deutschen Generalkonsulats fügt sich als schlichter und eleganter Natursteinkubus in einen ausgelichteten Bereich der vorhandenen Parkeinlage ein. Helle Birken kontrastieren mit der dunklen Basaltfassade des Konsulates.
    Zur Bolschakowstraße hin bleibt die Fassade des skulptural aufgefassten Baukörpers weitestgehend geschlossen. Lediglich im Bereich des Haupteingangs springt die Fassade zurück und definiert so eine einladende überdachte Zugangssituation. Ein über die gesamte Gebäudelänge durchlaufender Fensterfries entlang der Dachterrasse erweist der Stadtöffentlichkeit Referenz. Zu den attraktiven Parkseiten hin öffnet sich das Volumen mit einem klaren Rhythmus vertikaler Öffnungen. Übergeordnete Bereiche und eingeschnittene Balkonsituationen mit doppeltem Öffnungsmaß gliedern und akzentuieren den Baukörper.
    Die Wache wird an der Grundstücksgrenze seitlich des Generalkonsulats platziert, so dass der Blick auf das Hauptgebäude unverstellt bleibt. Kurze Fußwege führen von der Wache zu Visastelle und Haupteingang.

    Der über vier Etagen entwickelte Grundriss des Generalkonsulats versucht die formulierten hohen Ansprüche an Funktion und Repräsentation in Einklang zu bringen und dabei den Eindruck eines herkömmlichen Bürogebäudes zu vermeiden. Die verschiedenen Funktionsbereiche des Raumprogramms werden zu kompakten Raumgruppen zusammengefasst. Die so entstehenden Blöcke werden nach räumlich-architektonischen und funktionalen Kriterien innerhalb des Gesamtvolumens frei angeordnet. Die entstehenden Zwischenräume schaffen eine attraktive offene Raumsequenz durch sämtliche Geschosse.

    Der Neubau wird als klassische Stahlbetonkonstruktion mit tragenden Wänden und Flachdecken errichtet. Die Außenhaut aus tragend aufgemauertem Basaltmauerwerk verleiht dem Haus eine dauerhafte und hochwertige Erscheinung und ist, genau wie die Fenster aus eloxiertem Aluminium, praktisch wartungsfrei. Übergeordnete Innenwände sind foyerseitig ebenfalls mit Basalt bekleidet und tragen die skulpturale Qualität auch ins Innere des Hauses.

    In den Außenanlagen werden wichtige Einzelbäume und Baumgruppen erhalten, der Boden wird mit Wildrasen gestaltet. Die Erschließung erfolgt zurückhaltend und flächensparend durch einen geraden Stichweg an der Ostseite des Geländes. Das Konsulat kann sich so prominent zur Bolschakowstraße hin präsentieren, wobei der Blick durch schöne Einzelbäume und Baumgruppen gerahmt und akzentuiert wird.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.