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  • DE Berlin, RU Jekaterinburg
  • 11/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-17052)

Deutsches Generalkonsulat Jekaterinburg - Neubau eines Kanzleigebäudes


  • 2. Preis

    Untergeschoss Trassenführung

    Ingenieure / Fachplaner
    Domann Consulting Engineers GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stefan Domann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: huber staudt architekten bda, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin (DE)
    Architekten: Architekturbüro André Janka, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Mit den baulichen Maßnahmen wird eine energetische Gebäudequalität erreicht, welche einen geringen technischen Aufwand erfordert und die Unterhaltungskosten auf ein notwendiges Minimum reduziert.
    Die Fassaden der Gebäudeteile sind bezogen auf die transparenten Fensteranteile optimiert und in der Regel mit 20 cm Wärmedämmung gedämmt und schützen so das Gebäude vor Auskühlung.
    Der solaren Aufheizung der Gebäude wird mit variablem außenliegenden Sonnenschutz entgegengewirkt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Reduzierung von Lüftungswärmeverlusten durch eine bedarfsgerechte Lüftung. Hierzu sind in den Fassaden im oberen Drittel liegende, nach innen öffnende Klappflügel vorgesehen, welche automatisch über CO2 und Temperatur-Sensoren gesteuert, das Gebäude natürlich be- und entlüften. Um während der sommerlichen Nachtauskühlung die Speichermassen des Gebäudes zu aktivieren, sind zum einen keine abgehängten Decken vorgesehen, andererseits wird die Latentwärmespeicherfähigkeit zusätzlich aktiv erhöht durch die Verwendung von PCM-Panelen (Phase Change Material) in den Raumtrennwänden. Darüber hinaus erfordert die Gebäudenutzung in mehreren Bereichen eine geeignete Abfuhr innerer thermischer Lasten, zusätzlich zur freien Lüftung. Nach Bedarf wird hierfür zunächst die im gesamten Gebäude zur Beheizung vorgesehene Flächenheizung im Boden zur Kühlung verwendet und lediglich in stärker belasteten Bereichen durch eine mechanische Lüftung ergänzt. Dabei wird über die zentrale mechanische Lüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung der hygienisch erforderliche Luftwechsel bereitgestellt. Für eine Minimierung des erforderlichen Primärenergieeinsatzes des Gebäudes sorgt der Einsatz von BHKW-Modulen, die von einem Dieselmotor angetrieben werden. Das BHKW deckt sowohl für den Stromverbrauch als auch für den Wärmeverbrauch die Grundlast des Gebäudes. Die Spitzenlast wird über das Fernwärme- bzw. Stromnetz gedeckt. Aufgrund des durchgängigen Betriebes des BHKW parallel zur Netzversorgung, kann auf eine weitere Netzersatzanlage verzichtet werden. Die Heißgaswärme des BHKW wird zum Betrieb von Absorptionskältemaschinen verwendet. Die niedertemperierte Abwärme zur Beheizung der statischen Heizung, der Lüftungsanlagen und zur Brauchwassererwärmung.
    Zur Regelung kommen robuste, gegen Fehlbedienung unempfindliche Systeme mit geringem Installations- und Wartungsaufwand zum Einsatz. Sämtliche Toilettenspülungen werden aus Regenwassersammelanlagen versorgt, die an die Dachentwässerung angeschlossen sind.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.