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  • DE-79110 Freiburg
  • 12/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-17203)

WohnKarree Elsässer Straße


  • Anerkennung


    Architekten
    röcker gork architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Leitidee / Städtebauliche Einbindung
    Der Städtebau des neuen Quartiers orientiert sich konsequent an den örtlichen Gegebenheiten und dem Wunsch nach optimaler Ausrichtung der Nutzungseinheiten im Hinblick auf soziale und energetische Zielsetzungen. Das gesamte Baufeld wird in fünf gleich breite Streifen parallel zur Elsässerstraße gegliedert. Auf diesen Streifen liegen Wohnriegel untershiedlicher Länge. Die Aussenkanten des Baufeldes sind eindeutig definiert. Durch die unterschiedliche Längenausbildung und den spielerischen Versatz ergeben sich Wege und Plätze zwischen den Häusern mit unterschiedlichen Qualitäten. Die zunächst augenscheinige Strenge wird hierdurch aufgelockert und so kleinere Einheiten definiert, welche eine leichte Identifikation der Bewohner mit ihrer neuen Umgebung ermöglichen. Zur weiteren Stärkung der sozialen Struktur dienen die im Erdgeschoss des nördlichen Riegels befindlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Markt, Cafe etc. sowie der multifunktionale Quartiersplatz im Zentrum der Anlage.

    innere und äußere Erschließung / räumliche Organisation
    Die Gebäuderiegel sind, mit Ausnahme des nördlichen, grundsätzlich gleich konzipiert. Die Wohnungen werden über drei Geschosse gestapelt und jeweils zwei Wohnungen pro Geschoss über eine gemeinsame Treppe erschlossen. Die Grundrisse sind sehr offen und variabel gestaltet und bieten die Möglichkeit eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypen zu realisieren. Die Wohnräume orientieren sich hierbei grundsätzlich nach Süden, die Schlafräume nach Norden. In der Zwischenzone befinden sich Küchen, WCs und die Bäder. Nach Süden hin können die Wohnräume über die vorgelagerte „Wintergartenzone“ zum Grünraum erweitert werden. Dieser Zwischenbereich funktioniert zum einen als Klimapuffer, zum Anderen schafft er zusätzliche Privatheit.

    Architektursprache / Fassaden / Materialien
    Sämtliche Materialien (vorzugsweise Holz, Glas, Stahl, Aluminium, Beton, Naturstein) werden in ihrer natürlichen Eigen- und Beschaffenheit eingesetzt, die Oberflächen naturbelassen. Der Ehrliche Umgang mit den Materialien ist Bestandteileil des architektonischen Konzepts. Hoher Glasanteil der Fassade und damit hohe Tageslichtausnutzung und solare Gewinne. Gestaltprägende Elemente der Südfassade sind die vertikal angeordneten Alutafel-Drehelemente. Die einfache Formensprache und Reduzierung auf wenige gestalterische Elemente sowie der wohlüberlegte Einsatz der Materialien führt zu einer beruhigenden Atmosphäre. Flexible Trennwände ermöglichen bei Bedarf ein einfaches Zusammenschalten mehrerer Räume. Gleiche Raumtiefen erhöhen die Flexibilität zudem. Durch die modulartige Konzeption besteht ein hohes Maß an Flexibilität in Hinblick auf spätere Konzeptanpassungen. Die Neubauten werden komplett in Holzkonstruktion errichtet.

    Freiflächen / Aussenanlagen
    Jedem Bebauungsstreifen ist im Süden eine zugehörige Grünzone zugeordnet. Hier befinden sich die Mietergärten der Erdgeschosswohnungen sowie öffentliche Grünbereiche. Die Flächen sind unterschiedlich breit parzelliert und werden zur weiter südlich angrenzenden Bebauung durch einen Steifen niedriger und schmaler Lagerräume abgegrenzt. In diese Spange können Gartenmöbel, Mülltonnen, Fahhräder, Kinderwagen und Ähnliches eingestellt werden. Regelmäßige Baumreihen bilden einen „Grünpuffer“ zwischen den Zeilen. Der Quartiersplatz ist als einfacher multifunktionaler Platz gedacht. Ein Baumfeld lädt zum Verweilen im Schatten ein. Die Fläche ist Kiesbedeckt. Die Fuß- und Radwege erhalten in Abhängigkeit zu ihrer Breite einen Plattenbelag unterschhiedlicher Größen. Hierdurch wird eine Hierarchie spürbar, welche von der Strasse bis zu den Hauseingängen abnimmt und für zunehmende Privatheit sorgt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.