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  • 1. Preis Nach Überarbeitung

    Gesamtperspektive

    Architekten
    Molestina Architekten GmbH, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)
    Visualisierer: Konzept3D - Architekturvisualisierung und Animation, Wismar (DE)

    Erläuterungstext
    Ruhr Universität Bochum – neu erfunden!
    Mit der Neuordnung der Zentralachse der Ruhr Universität Bochum entsteht ein ganz neuer zentraler Campus mit hoher Identität – die RUB ist im 21. Jahrhundert angekommen!
    Eine klare räumliche Neuorientierung der Zentralachse ist das Ziel unseres Entwurfes!

    Analyse
    Durch die Anordnung der Baukörper auf der Zentralachse bildet sich eine Raumabfolge ohne klare Gliederung und Orientierung. Ein verbindendes Element durch alle Ebenen fehlt zurzeit!
    Das ursprünglich klare Konzept der RUB wurde durch zusätzliche Gebäude gemindert. Die an sich klare Struktur der Querforen Ost und West sind von zentralen Forum heute nicht wahrnehmbar, insbesondere die HZO blockiert die Verbindung nach Osten.

    Konzept – neuer Raum!
    Ziel unseres Entwurfes ist es neue, klar gegliederte Erschließungsachsen zu schaffen. Das Bibliothekgebäude und der Audimax werden erhalten und umgenutzt. Von der Ebene 00 bis hin zu der Ebene 06 entsteht eine Abfolge von Plätzen, zentralen Gebäuden und Grünräumen. Mit den neu entwickelten Gebäuden, die stufenweise realisiert werden können entsteht im Zusammenspiel mit den eindrucksvollen Grünstrukturen hier eine neue moderne Universität.

    Bauphasen und Nutzungen
    Unser städtebauliches Konzept bietet für die Zukunft viel Flexibilität. Aufgrund des langen Planungshorizontes haben wir ein robustes Raumkonzept entworfen. Verschiedene Nutzungsszenarien der Gebäude, die in enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Nutzer, Projektsteuerung und Architekt entwickelt werden muss, sind auch in Zukunft möglich.

    Neue Eingangssituation
    Die Brücke – verbindet!
    Die verbreiterte Brücke bietet zukünftig nicht nur reine Erschließungsfunktionen zwischen der RUB und dem Uni-Center. Mit der Verbreiterung entsteht ein neues Raumgefüge und bildet eine Plattform für Information und Aufenthalt. Eine Baumallee schafft Atmosphäre, Holzterrassen bieten Aufenthaltqualität. Mit einigen Aufbauten wie Kiosk, Copyshop und Cafe entwickelt sich die Brücke zur „living bridge“.

    Der neue RUB - Center – ankommen!
    Der RUB - Center verbindet die Zentralachse mit der Erschließungsachse Ebene 01. Es schafft einen einladenden, signifikanten neuen Orientierungs- und Treffpunkt an zentraler Stelle auf dem Campus. Gleichzeitig entsteht eine großzügige Platzfläche als neue Verbindung zwischen Universitätsstraße und RUB – Center mit Haltebereich und Bushaltestellen. In diesem Center befinden sich neben dem neuen Veranstaltungssaal auch Ausstellungsflächen, das Helpdesk und auch die zentralen Informationen. In Verbindung mit dem benachbarten neuen Musikcenter, der sich in den unteren Geschossen des RUB - Turmes befindet, entsteht hier ein starker neuer Auftakt.

    Neuer Campus
    Der RUB – Turm – das Signet!
    Der neue RUB Turm entsteht als neues Institutsgebäude mit Studentische Arbeitsräumen als Auftakt der neuen Erschließungsrampe. Er ist ein wichtiges Signet und Orientierungspunkt am Eingang der RUB und dient als Schnittstelle zwischen Stadt und Universität. In dem Gebäude wird in den unteren Geschossen das neue Musikzentrum untergebracht, während sich in den höheren Etagen studentische Arbeitsräume und der Faculty Club befinden. Auch während den einzelnen Bauphasen können hier die verschiedenen Nutzungen wie erweiterte Verwaltung, Studentische Selbstverwaltung, FNO, und Zentrale Forschungseinrichtung für eine Zwischenzeit ein Ausweichquartier finden. Grüne Atrien bilden Blickpunkte in der Fassade und schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

    Die neue Rampe – verbindet!
    Prägnantes Element unseres Entwurfes ist die neue Rampe. Sie verbindet behindertengerecht alle Ebenen der RUB auf einfache Weise. An der neuen Rampe liegen zukünftig alle wichtigen Gebäude wie der RUB – Center, der Eingang zum Neue Bibliothek (BSK), die Mensa, das Audimax, der Kindergarten und das neue Hörsaalzentrum (HC). Ein grandioser Ausblick in die freie Landschaft schafft Atmosphäre, dynamische Baumreihen aus Säulenhainbuchen rhythmisieren den Raum.

    Alte Bibliothek – altes neu!
    Da die heutige Bibliothek in die G-Reihe an die neue Rampe zieht, wird dieses denkmalwürdige Gebäude zum Studentischen Service Center (SSC) und zur studentischen Verwaltung umgebaut. Auch die FNO sowie die zentrale Forschungseinrichtung können hier untergebracht werden. Im obersten Geschoss werden universitär genutzte Gastwohnungen angeboten.

    Neuer Verwaltungscenter (VC) – der östliche Raumabschluss!
    Am Campus – Nord bildet das neue Verwaltungsgebäude den Raumabschluss nach Osten. Hier entsteht eine kompakte Zeilenbebauung für die neue zentral gelegene Verwaltung. Über die Magistrale wird die I-Reihe angebunden. Angrenzend kann eine bauliche Reservefläche in Zukunft realisiert werden oder bei zeitnaher Realisierung als Ausweichfläche während den Umbauphasen dienen.

    Neuer Hörsaalcenter (HC) – in der Mitte!
    In der Mitte der RUB zwischen Audimax und SSC entsteht ein neues großes Hörsaalzentrum auf der Ebene 02. Die Hörsäle entsprechen nun auch dem neusten Stand der Technik. Das Hörsaalzentrum ist direkt über eine Treppe mit dem SSC verbunden.

    Cross – Campus – verbindet!
    Zwischen dem Hörsaalcenter und dem Audimax befindet sich auf der Ebene 02 eine neue zentrale Anlaufstelle für die Studenten, der Cross-Campus. Der Campus verbindet ebenengleich die beiden Querforen miteinander. Dieser geschlossene, foyerähnliche Raum ist ein Raum irgendwo zwischen Innen und Außen. Es ist breit, großzügig und über die Oberlichter auch hell. Gegenüber den Hörsälen, nach Süden, sind kleine Läden eingestreut: der Büchermarkt, ein Kiosk, und kleine Läden mit Angeboten für den studentischen Bedarf.

    Bibliotheksfoyer – Seminarzentrum - Neue Kunstsammlung (BSK) – der neue Komplex!
    Im Schnittpunkt zwischen Cross - Campus, dem Hörsaalzentrum, dem Audimax und der neuen Rampe befindet sich der neue Komplex ‚Seminarzentrum – Bibliotheksfoyer- Neue Kunstsammlung‘. Das Bibliotheksfoyer fungiert als Auftaktraum zum neuen Bibliotheksgebäude in der G-Reihe. Über eine Brücke ist der neue Komplex direkt an die Ebene 01 angebunden. Die Neue Kunstsammlung folgt den Rampenverlauf in Richtung Mensa. Auf terrassenähnlichen Ebenen mit einer grandiosen Aussicht in die Landschaft sind die neuen Ausstellungsräume und die Flächen für Wechselausstellungen untergebracht. In den Obergeschossen und an der Westseite des neuen Gebäudes befindet sich das neue Seminarzentrum, mit Räumen für die Lehre.

    Mensa – bleibt!
    Gegenüber der Kunstsammlung steht ein neuer Eingang zur Mensa auf der Ebene 03, sodass auch über die neue Rampe hier ein Eingang entsteht. Die bestehenden Eingänge auf der Ebene 01 bleiben erhalten.

    Tagungshotel und Kindergarten –– im Grünen!
    Eingebettet in diese wunderschöne Landschaft und günstig zum Botanischer Garten und dem internationalen Bildungszentrum gelegen fungiert als südlicher Abschluss der RUB in Zukunft der Campus – Süd. Hier befindet sich das Tagungshotel, mit Aussichtsplattform mit Blick ins Grüne und der an der Rampe liegende Kindergarten mit Spielflächen.

    Freiraum – neues Erleben!
    Der neue Freiraum wird klar gegliedert. Die neue Rampe ist dabei das verbindende Element zwischen den einzelnen Ebenen und der Umgebung….hier macht studieren auch Spaß!
    Ziel ist es die RUB mit der umgebenen Landschaft besser zu vernetzten. Durch die neue optimierte Verkehrsführung entstehen zusätzliche Landschaftsteile die der Natur durch Rückbau der Verkehrsräume wiedergegeben werden kann. Die schönen Grünräume des Querforums West und Ost werden aufgeräumt und durch den Cross – Campus neu verbunden. Zusätzliche Wasserflächen dienen auch der Einspeisung von Regenwasser. Flachdächer sollen wo möglich extensiv begrünt werden. Auf der Zentralachse entsteht eine Abfolge von unterschiedlichen Plätzen. Der Campusplatz Nord ist als zentraler Treffpunkt befestigt und wird durch runde Sitzbänke gegliedert und lockeren Baumgruppen aus Ahorn überstellt. Über dem Hörsaalzentrum und des Cross – Campus liegt der Campus Mitte, der als großzügige überhöhte Rasenfläche als Liege- und Kommunikationswiese ausgebildet wird. Am südlichen Endpunkt, als Übergang in die freie Landschaft liegt der Campus Süd. Ein Spielbereich für Kinder und der Kindergarten ist hier angesiedelt…..ein Ort der Ruhe und Entspannung. Das bestehende Wegenetz in den Landschaftsräumen wird noch stärker mit den einzelnen Ebenen der Zentralachse verbunden.

    Verkehr – neu gegliedert!
    Damit eine neue Gliederung der Zentralachse möglich wird ist Neuorganisation des Individualverkehrs notwendig.
    Der heutige Autobahnanschluss am zentralen Eingang der RUB wird so umorganisiert, dass nur noch ein Zu- und Abfahrtsbereich auf der westlichen Seite entsteht. Zugleich entsteht eine neue Vorfahrt mit Bushaltestelle und Haltebereich an der Universitätsstrasse. Zentraler Gelenkpunkt ist der neue Kreisverkehr unter der Zentralachse, der wesentlich zur besseren Orientierung beiträgt. Sämtlicher wegfallender Parkraum, der durch die Neuentwicklung der Zentralachse entsteht wird in einer zentral gelegenen Tiefgarage neben der Verwaltung kompensiert. Somit entfällt auch ein großer Anteil des Parkplatzsuchverkehres.

    Gestaltungsmerkmale!
    Entsprechend einer zeitgenössischen Architektursprache und unter Berücksichtigung der Kosteneffizienz werden die Neubauten mit einer Kombination aus Sichtbeton und Glas- und Holzelementen geplant. Transparenz ist dabei das wesentliche Gestaltungsmerkmal.
    Die öffentlichen Räume erhalten ebenso wie die Architektur einen modernen Material- und Farbkanon. Anthrazitfarbene Oberflächen dominieren dabei. Ziel ist es einen ruhigen Gestaltungsrahmen vorzugeben.

    Farbleitsystem!
    Das bestehende Farbleitsystem wird hinsichtlich seiner Erscheinung optimiert. Weniger ist auch hier mehr! Neue farbige Stelen weisen zukünftig den Weg. Die einzelnen Eingänge/Gebäude werden entsprechend dem System farblich markiert. Wenige Schautafeln an zentralen Stellen ergänzen dieses System.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.