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  • Preisgruppe Zur Überarbeitung aufgefordert


    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Maja Heitkemper, Malte Klipphahn, Martin Schliefer, Achille Farese, Richard Czardybon, Rebekka Kremers

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Mit der neuen Leitidee werden insbesondere zwei Ziele erreicht, die für eine offene Universität mit internationalem Anspruch von großer Bedeutung sind:

    Zum Einen erhält der weitläufige Universitäts-Campus mit der Neuordnung des inneren Zentralbereiches endlich die notwendige Form um alle Fakultäten an einem Ort sinnvoll zusammenzuführen. Gleichzeitig wird ein neuer Impuls gesetzt, der die Attraktivität dieses Bereiches deutlich steigert. Eine gemeinsame Nutzung als Kommunikationsfläche aller Fachbereiche wird so wieder in den Vordergrund gerückt.

    Zum Anderen soll mit der Chance der Neuordnung ein neues, unverwechselbares Image für die Universität geschaffen werden, dass nicht nur für die Studierenden auf dem Campus, sondern auch für den Besucher und letztendlich im Stadtbild Bochums und darüber hinaus erlebbar und erkennbar wird.
    Die wesentliche Leitidee des neuen Masterplans besteht darin, alle publikumsintensiven Aufgaben in einem Zentralgebäude zu konzentrieren, das am nördlichen Ende der Zentralachse als Eingang fungiert und somit der Ruhr-Universität Bochum ein neues Gesicht verleiht.
    Während die großflächige Fassade die Lage der Universität auch für Vorbeifahrende markiert, lädt die deutlich sichtbare weitläufige Halle ein, den Ort des Wissens zu besuchen und zu erkunden. Gleichzeitig erhält die Universität einen deutlich erkennbaren Haupteingang und einen großzügigen, ganzjährig nutzbaren Innenraum für attraktive Hochschulaktivitäten. Gegenüber dem Besucher öffnet sich die offene Halle auf zwei Ebenen.
    Auf dem heutigen Vorplatzniveau schließt die neue Eingangsebene an, die den bisherigen Eindruck einer Tiefgaragenebene mit ihren dunklen TG-Abfahrten überdeckt. Auf der oberen Ebene werden die Studenten von der S-Bahnbrücke auf dem erhöhten Niveau direkt in die Halle geführt.
    Bereits in der Annäherung erlaubt die gläserne Fassade einen Einblick in das Innere der Halle mit ihren vielen Aktivitäten und Angeboten. Der weitläufige Raum ist so ausgerichtet, dass der Besucher bereits durch die Halle das Audimax als weiteres zentrales Element wahrnimmt und sich so orientieren kann.
    Die Positionierung des Zentralgebäudes im Gesamtgefüge unterstreicht die Bedeutung der hier anzusiedelnden Funktionen für den ganzen Campus. Neben den publikumsintensiven Einrichtungen der Studierenden findet man hier auch weitere Hörsäle und die Hochschulverwaltung, die alle über großzügige Treppen und Ebenen verbunden sind. Im Erdgeschoss flankieren Geschäfte und Cafes den Weg und laden den Studenten zum Verweilen ein.
    Ergänzt wird das neue Zentrum durch das südlich vorgelagerte Forum, das zwischen Zentralgebäude, Seminar- und Hörsaalgebäuden und dem neuen Audimax mit seinen zahlreichen studentischen Arbeitsplätzen alle Wege zusammenführt und die Anbindung an die Grünbereiche herstellt.
    Von hier aus werden alle Fakultäten gleichrangig erschlossen und die beiden parkähnlichen Querforen – als Ort der Entspannung und Regeneration- zusammengeführt.
    Die Errichtung von Wissensboulevards entlang der großzügigen Grünflächen erleichtert die Orientierung und ermöglicht kurze Wege im Tagesablauf aller Nutzer.

    Angrenzend an den Forumsplatz wird im Übergang zur westlichen Parklandschaft ein neues Seminarzentrum angeordnet, dass von allen Fakultäten sehr gut erreicht werden kann. Analog diesem wird auf der anderen Seite des Forumsplatzes das bestehende Hörsaalzentrum Ost rückgebaut und mit einer neuen Fassade versehen.

    Mit dem neuen Eingangsgebäude erhält die G-Reihe ein besseren Anschluß an den Zentralbereich. Durch die offene kommunikative Ausformulierung der Höhenversprünge werden auch die tieferliegenden Ebenen über Erlebnistreppen attraktiv angebunden. Mit der zukünftigen Umnutzung von GA zur zentralen Bibliothek wird auch dieses Gebäude auf kurzem Wege an den Forumsplatz angebunden. Zusätzlich wird der bestehende Innenhof zwischen Audimax und GA/Zentralbibliothek zu einem kontemplativen Lesehof mit eigenen umlaufenden Lesebereichen, die im Kontrast zur Weitläufigkeit des sonstigen Campusanlage stehen.
    Nicht zuletzt erfolgt mit der Verlagerung einzelner Funktionen in das Gebiet des Uni-Centers – z.B. des Musisches Zentrums in das Kirchenzentrum – eine erste Verflechtung der Universität mit dem nördlich angrenzenden Stadtteil.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.