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  • DE-90459 Nürnberg
  • 12/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-19698)

Umgestaltung Nelson-Mandela-Platz Nürnberg


  • 1. Ankauf

    Nelson-Mandela-Platz

    Landschaftsarchitekten
    k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    MITARBEIT:
    Catherine Kuhn, Florian Mänz, Lars Hopstock, Peter Young, Torsten Wolff

    ERLÄUTERUNGSTEXT
    Leitidee
    Die bestehenden städtebaulichen Ränder werden freigestellt und bilden mit den Baumblöcken am Abschluss des Südstadtparks und am Eingang-Ost die Raumkanten für den Nelson-Mandela-Platz. Die Gesamtfläche wird gleichwertig behandelt und trägt die verschiedenen Funktionsbereiche, ohne den Raum zu verstellen. Im Übergang zur Südstadt entsteht mit der Ausbildung von Stufen eine zusätzliche Schwerpunktbildung, die die Raumstruktur unterstützt.

    Nelson-Mandela-Platz
    Der Platz wird über die gesamte Fläche zwischen Südstadtpark und Eingang-Ost sowie zwischen Bahnhofsgebäude und südlicher Bebauungskante definiert. Dazu wird im Übergangsbereich des Südstadtparks die Baumgruppe ergänzt und der Übergangsbereich vom Park zum Platz erweitert. Im Osten werden um den DB-Stellplatz die Bäume in einem Raster so angeordnet, dass sie einen Raumabschluss bilden. Die südliche Wand zum Bahnhof wird ab dem späteren Eingang-Mitte neu gefasst und bildet mit der Fassade der Fahrradstation den Rücken in diesem Bereich des Platzes. Die Belagsflächen werden in einem einheitlichen Stein ausgebildet, erhalten aber für die unterschiedlichen Bereiche unterschiedliche Texturen in der Bearbeitung und Größe. Die Baumstellungen auf dem Platz sind im Gegensatz zu den raumbildenden Baumpflanzungen richtungsfrei und unterstützen die flächenhafte Ausprägung des Platzes. Mit dem „Long walk to freedom“ erhält der Platz den Bezug zu seinem Namensgeber, der als eingelassenes Band von den meisten Besuchern gekreuzt wird.

    Südstadtstufen
    Im südöstlichen Platzbereich markieren großzügige Stufen den Übergang zur Südstadt und bilden eine zweite räumliche Ebene vor der städtebaulichen Kulisse. Vor einer Baumreihe entsteht im Zusammenspiel mit einem Heckenkörper und dem Wasserstein ein Sitz- und Aufenthaltsbereich, der die Nutzungen eines Quartiersplatzes aufnimmt. Durch die Anordnung von Sitzsteinen unter dem frei angeordneten Baumhain gegenüber der Stufen, erhalten die Südstadtstufen ein Gegengewicht. Mit der Fortführung der Stufen vor dem östlichen Bürogebäude entsteht eine Zonierung für gastronomische Nutzungen, die als „Terrasse“ zum Bestandteil der Platzanlage wird.

    Wasserstein
    Der Wasserstein bildet das belebte Zentrum der Platzanlage. Ein monolithisch wirkender „Stein“, über den das Wasser fließt und an den platzzugewandten Seiten über die Seitenflächen in ein Auffangbecken fällt, liegt als ruhender Pol auf der Platzfläche. Verschieden bearbeitete Oberflächen lassen das Wasser in unterschiedlichen Strukturen, mal gleitend, mal wellig oder kräuselnd von Süd nach Nord fließen. So sind je nach Aufenthaltsort glucksende, sprudelnde oder plätschernde Geräusche zu hören, während aus der Ferne das Gesamtrauschen den Großstadtlärm übertönt.

    Long walk to freedom
    Analog zur Autobiografie Nelson Mandelas werden Zitate aus seinem Werk zum Thema Freiheit in ein in die Platzfläche integriertes Messingband geprägt. Dem Platz wird damit auf zurückhaltende Art eine Identität um das Thema Freiheit, ohne Denkmalcharakter verliehen. Die Oberflächen werden zur Sicherheit der Besucher rutschfest gestrahlt.

    Kiss, Walk and Ride Zone
    Mit der Verlagerung der Verbindungsstraße nach Süden erhält der Vorbereich zum Bahnhofsgebäude Raum für Fußgänger, Radfahrer und gastronomische Einrichtungen. Hier wird das Kommen und Gehen sowie das Abschiednehmen und Wiedersehen zelebriert. Die als Kussmünder ausformulierten Bänke markieren die „Kiss and Ride“ Zone. Großformatige Plattenbeläge weisen auf die Bahnhofseingänge hin. Eine „Kiss and Ride“ Spur und eine Taxispur werden zentral an der Stelle angeordnet, an der in der Praxis immer Halteverkehr entstehen würde.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.