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  • ein 1. Preis


    Architekten
    KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main (DE), München (DE), Berlin (DE), Braunschweig (DE), Beijing (CN), Shenzhen (CN) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Generalsanierung und Erweiterung des Bürogebäudes Berliner Straße 95


    Die Generalsanierung des Gebäudes ermöglicht unter Wahrung der Kubatur des Bestands eine Aufwertung der Immobilie. Die Grundstruktur des Hauses – ein mit einem Zweibund umbautes Quadrat – bleibt in der Struktur erhalten. Durch gezielte Eingriffe und Ergänzungen wird das Haus in seiner Funktion optimiert und in seiner Gestalt neu interpretiert.

    Der Entwurf verfolgt dabei übergeordnete Ziele:

    • Identität und Qualität
    Architektonische Qualität erzeugt neues Image

    • Vernetzung und Orientierung
    Neue Erschließungsstruktur ermöglicht moderne Büroorganisation

    • Kommunikation und Konzentration
    Optimierte Arbeitsplatzqualitäten

    • Nachhaltiger Wert der Immobilie
    Hohe Flexibilität macht das Gebäude „fit“ für zukünftige Nutzungen

    • Energie und Effizienz
    Kompakte Organisation, hohe Flächeneffizienz, geringer Ressourceneinsatz

    Der Gebäudekomplex bekommt zukünftig eine großzügige Adresse und eine klar lesbaren Eingangsbereich an der Berliner Strasse. Der Nebeneingang bleibt mitsamt seiner oberirdischen Stellplätze erhalten und wird zum separaten Eingang für einen eventuellen weiteren Gebäudenutzer. Rund um das Haus wird der Baumbestand weitestgehend erhalten.

    Der Innenhof wird zukünftig neuer Kommunikationsbereich im Herzen des Gebäudes und durch vier ungefähr in der Mitte des Hofes zusammenlaufende Erschließungsbrücken in 4 Quadranten gegliedert. Diesen Bereichen werden einzelne Sonderfunktionen (Casino, Cafeteria), sowie Freibereiche zugeordnet. Es entsteht eine - durch Ihre Dreidimensionalität - abwechslungsreiche und kommunikative Innenzone, die Raum für eine multifunktionale Bespielung schafft. Die kleineren Hofbereiche werden ebenfalls begrünt. Beete mit bereitem Sitzrand dienen als grüne Akzente im Hof.

    Das Ziel einer hohen Flexibilität der Flächen wird durch eine neue zentrale Erschließungsstruktur erreicht. Die zentralen Innenbereiche der Bauteile I. und III. werden durch kleine Höfe und Atrien aufgewertet. Durch das öffnen der zentralen Deckenbereiche werden neue Blickbeziehungen in den Innenbereichen ermöglicht. In den mittig angeordneten Atrien werden Treppen und Aufzüge vorgesehen, um ein im Innenhof liegendes zentrales Erschließungskreuz optimal anzubinden. Dieses verbindet die 4 Gebäudetrakte so an den Mittelpunkten, dass jeweils 2/3 der Abteilungen auf direktem Wege angebunden werden, ohne eine andere Einheit zu beeinträchtigen. Die expressive Form des Innenbereichs schafft außerdem einen zentralen Kommunikations- und Identifikationspunkt für den Gesamtkomplex.

    Ausgehend vom bestehenden Konstruktionsraster werden der Ausbau und die Fassade im Raster von 1.35m geplant. Durch die gezielten Maßnahmen in der Baustruktur werden die vorhanden Bürobundtiefen auf 8m bis 15m reduziert. So können wirtschaftliche und sehr gut nutzbare Büroflächen angeboten werden. Eine flexible Aufteilung in Großraum-, Zellen- und auch Kombibüros ist so jederzeit möglich. Für einen optionalen weiteren Mieter wird der alte Hauptzugang herangezogen. Durch die Lage der Eingänge erhalten beide Nutzer die Möglichkeit sich angemessen zu präsentieren.

    Die thermisch wirksame Fassade wird direkt vor der Stützenebene positioniert. Hieraus resultiert eine vorgelagerte balkonartige Konstruktion welche für Sonnenschutz- und Lichtlenkungselemente konsequent genutzt wird. An der Unterseite der Auskragung wird eine Faltladenanlage als Sonnenschutz installiert, die bei Sonneneinstrahlung nach unten fährt. Durch die große Fassadentiefe genügt es, die Anlage nicht bis ganz nach unten zu fahren, sodass für die Mitarbeiter der Ausblick erhalten bleibt und eine globale Steuerung so möglich wird. Durch die neue Fassade mit einem großen Anteil an Weißglas erhält das Gebäude eine transparente Anmutung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.