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  • DE-52062 Aachen
  • 10/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-21309)

Erweiterung des Gymnasiums St. Leonhard Aachen


  • Anerkennung


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    Architekten
    gramlich architekten bda, Stuttgart (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: g2-Landschaftsarchitekten, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Erläuterungsbericht

    Ein neuer, lebendiger Aufenthaltsort für das Gymnasium St. Leonhard und die Bürger von Aachen

    Der Erweiterungsbau für das Gymnasium St. Leonhard bietet städtebaulich die einmalige Gelegenheit den derzeitigen Vorbereich des Gymnasium zu einem attraktiven, autofreien, städtischen Platz zu entwickeln.
    Das neue Gebäude in seiner L-förmigen Organisation fasst hierbei den Platz sowohl nach Süden als auch nach Osten. Im Süden ist das Gebäude so ausgerichtet dass es der dominanten sehr schönen Kirche St. Michael mit seiner Renaissancefassade parallel gegenübersteht. So wird hier ein attraktiver Abschluss des neuen Platzes gefunden. Im südlichen Teil des Platzes befindet sich auch der Schwerpunkt des Gebäudes nicht zuletzt um der dominierenden Kirche ein adäquates Bauvolumina gegenüberzustellen. Unterstützt wird dieses Anliegen durch das Neigen des Gebäudevolumina in nördlicher Richtung. So wird die sich hinter dem „Mensaarm“ befindliche Strasse Teil der gesamten Platzkomposition. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die östliche Fassade bewusst nicht dem Hausgrund der Bestandsbebauung folgt. Im südlichen Gebäudeteil wurden die geforderten Flächen wie z.B. die neuen Unterrichtsräume konzentriert. Der Eingang in das Gebäude befindet sich hierbei logisch im Eckpunkt des Ensembles. Im Osten überspielt das Gebäude mit seinem Arm die unattraktive Ansammlung von Bestandsgaragen ohne jedoch die hinteren bebauten Bereiche zu ignorieren. In diesem Gebäudeteil befindet sich die neue Mensa, der Hauptfassade des Gymnasiums gegenüberliegend. Die Mensa als ein Ort der Gemeinschaft und Kommunikation und das Bestandsgebäude des Gymnasium St. Leonhard treten stadträumlich in einen spannenden Dialog. Der neu gestaltete Platz im Vorfeld der Mensa kann im Sommer als erweiterter Außenraum der Mensa mitbenutzt werden.

    Landschaftsarchitektonisches Konzept

    Die Platzfläche zwischen Schule und Neubau wird zukünftig autofrei gestaltet. Sie dient der Erweiterung der Außenflächen des Gymnasiums St. Leonhard und öffnet sich als repräsentative, öffentliche Platzfläche zum Vorfeld der Kirche St. Michael hin.
    Im Belag eingefasste Rasenflächen verleihen einen parkartigen Charakter des Platzes. Ausstattungsbestandteile wie Sitzelemente und ein belagsbündiges Wasserbecken dienen der Steigerung der Atmosphäre und Aufenthaltsqualität. Der vorhandene Baumbestand soll im Platzbereich als markantes Element erhalten bleiben. Im lichten Baumschatten sind die Außenplätze der Mensa angeordnet.
    Die neue Straßenführung der Prinzenhofstraße an der östlichen Platzseite wird verkehrsberuhigt und von der Materialität in den Belag des Platzes integriert. Eine 6m Zone zur Erschließung der Gebäude und Garagen wird durchgängig freigehalten. Die gesamte Platzfläche ist mit einem Belag aus Natursteinpflasterplatten in Reihenverband mit unterschiedlichen Formaten befestigt. Eine Gliederung aus Ortbeton- und Rasenstreifen steht im Wechselspiel zur Fassade und Dachbegrünung des Gebäudes. Das Dach des Gebäudes als 5. Fassade nimmt das streifenartige Thema der Platzgestaltung auf und führt diese auf dem Dach weiter.

    Grundrissorganisation

    Neben den bereits oben erwähnten städtebaulichen Gründen wurden die Funktionsbereiche wie Mensa und Schulräume räumlich und organisatorisch getrennt. So kann die Mensa ein höheres, gefordertes Bauvolumen unter einem prägnanten Dach erhalten. Sie erhält an seinem Hochpunkt auch eine innenräumlich spannende weitere Ebene. Im Kopfbereich des Mensaarmes bietet ein überdachter Freibereich innerhalb der Großform die Möglichkeit der Außenbestuhlung auch bei Regen . Die Schulräume konzentrieren sich im südlichen Gebäudeteil. Das vorgelagerte Foyer endet attraktiv in einem großen Skulpturenfenster. Die einläufige Treppe erschließt sehr logisch und zentral die Obergeschossebene. Die Wegeführung wird über ein Oberlicht im Dach zusätzlich unterstützt. Der geforderte Spielraum im EG soll eine mobile Trennwand zum Foyer hin erhalten. So kann der Raum auch für schulische Veranstaltungen erweitert werden. Die Funktionsflächen und Nebennutzflächen konzentrieren sich im süd-östlichen Bereich der Gebäudes und wurden so organisiert, dass zum einen die Küche von der neuen Strasse problemlos angedient werden kann und Versorgungsschächte für die Nebennutzflächen sehr wirtschaftlich angeordnet werden können. Auf ein Untergeschoss wurde verzichtet, so kann die Eingriffstiefe ,wie vorgeschlagen, gering gehalten und ein wirtschaftliches Gebäude realisiert werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 11.11.2009, 10:46
Zuletzt aktualisiert 12.11.2009, 20:12
Beitrags-ID 4-33229
Seitenaufrufe 313

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