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  • DE-74554 Crailsheim
  • 02/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-22897)

Verwaltungsbau / Rathauserweiterung für die Stadt Crailsheim


  • 3. Preis

    Blick von der Karlstraße

    Architekten
    thoma architekten, Berlin (DE), Leipzig (DE), Zeulenroda (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KLP Kummer . Lubk . Partner Architekten Ingenieure Generalplaner, Erfurt (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Grundstruktur orientiert sich am vorhandenen Baukörper und nimmt die Bauform
    des östlichen Baukörpers (Sparkasse, Karlstraße 6) auf. Die westliche Giebelseite
    lehnt sich an das Gebäude Hotel Post Faber an und verläuft parallel zu diesem. Die
    Kubatur hat keine Besonderheiten. Das Bauwerk erhält seine städtebauliche Wirkung
    durch Fassade und Anordnung der Fenster. Daraus resultiert eine Erscheinungsform,
    die sich deutlich von der Umgebung abhebt. Trotz dieser traditionellen Form fügt sich
    der Baukörper aufgrund seiner Fassadengestaltung nicht in das städtebauliche Bild
    ein, obwohl er qualitätsvolle, architektonische Elemente aufweist.
    Aufgrund der Fassadengestaltung ist ein zweischaliger Baukörper notwendig (komplette
    Fassade von Außenwand bis zum Dach z. B. aus Natursteinen). Diese zweischalige
    Konstruktion bringt sicherlich Nachteile im Bereich des Daches. Die innere statische Struktur des Gebäudes ist schlüssig über alle Geschosse.
    Die Eingangssituation ist jedoch durch die Säule im Anschluss an den Arkadenbau nicht schlüssig. Der Eingang vom Marktplatz ist versteckt und erfüllt seine Funktion deshalb nur teilweise. Die vertikale Erschließung des Gebäudes ist ansprechend gelöst, die horizontale Erschließung könnte im Erdgeschoss noch verbessert werden.
    Insbesondere die Büroräume der Größe 16 m² wirken schlauchförmig, was für die Arbeitsbedingungen nicht förderlich ist. Nachteilig sind die Besprechungsräume im
    Dachgeschoss hinter der Hausmeisterwohnung.
    Die Wirtschaftlichkeit leidet unter der doppelten Fassade, was die Baukosten deutlich
    erhöht und die Reinigung (Fenster) nachteilig beeinflusst. Aufgrund der Hüllfläche
    und der Doppelschaligkeit kann aus energetischer Sicht mit niedrigen Verbrauchswerten
    gerechnet werden.
    Aufgrund von Funktionalität und Konstruktion erfüllt das Gebäude die erforderlichen
    Grundanforderungen. Städtebauliche Einbindung und Architektur finden besondere
    Anerkennung.