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  • DE-76646 Bruchsal
  • 02/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-24325)

Neubau Kinderhaus St. Josef


  • Anerkennung

    Modellbild

    Architekten
    Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten PartGmbB, Ostfildern/ Kemnat (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Eurich Gula Landschaftsarchitektur, Wendlingen am Neckar (DE)

    Preisgeld
    1.800 EUR

    Erläuterungstext
    Die Figur schafft drei definierte Aussenräume: Eingang und zwei Gartenbereiche für Krippe und Kindergarten.
    Vorplatz der Kirche und Zugang zum Kinderhaus mit respektvollem Abstand zur St.Josef Kirche.
    Der Hof der Kinderkrippe ist über 700 m² groß und orientiert
    sich nach Süd-Westen.
    Der Kindergartenhof ist über 1000 m² groß und orientiert sich nach Süd-Osten.

    Der Eingangsbereich des Kinderhauses orientiert sich nach Norden zum Vorplatz der Kirche. Die zwei Gebäudeflügel öffnen sich zum Eingang und empfangen die Besucher mit einem hellen, freundlichen Foyer.

    Durch eine Staffelung der Räume im Grundriß wird das große Volumen des Kinderhauses geschickt gegliedert und passt sich der Körnung der Umgebung an. Die Form des Kinderhauses nimmt bestehende Winkel auf und verankert sich auf dem Grunstück.

    Beide Mehrzweckräume sind für maximale Flexibilität untereinander und mit dem Foyer schaltbar.
    Die Bereiche Kinderkrippe, Kindergarten und "Mitte" sind klar
    definiert und ablesbar.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besteht aus einem V-förmigen angeordneten, 2-teiligen, 2-geschossigen Baukörper, der das Baugrundstück in 3 Außenbereiche unterteilt:

    • Vorplatz Kirsche / Zugang zum Kinderhaus
    • Außenbereich Kinderkrippe zur westlichen Grundstücksgrenze
    • Außenbereich Kindergarten im südöstlichen Grundstücksbereich
    Tiefhof und die derzeitige Erschließung des Pfarrzentrums bleiben unberührt.

    Mit der Anordnung der Baukörper nimmt der Verfasser die bestehenden Straßenverläufe auf. Dadurch ergibt sich ein Baukörper mit zwei Flügeln, die sich trichterförmig zum Kirchplatz hin öffnen und somit den Besucher direkt und unmissverständlich zum Eingang lenken, der von der Kirche abgerückt zwischen den beiden Gebäudeflügeln liegt. Dadurch gelingt es dem Entwerfer, einen angemessenen Vorplatz und Abstand zur Kirche hin zu erreichen.

    Die Freiräume sind klar gegliedert: westlich des Gebäudes zur bestehenden Wohnbebauung für die Krippe und östlich des Gebäudes für den Kindergartenbereich, jeweils in ausreichender Größe.

    Außerdem ist an der Südseite des Gebäudes, beim Essbereich im EG, eine teilweise überdachte Terrasse vorgelagert, die zusätzliche Nutzungsqualität bietet.

    Das klare räumliche Konzept bietet eine übersichtliche Eingangshalle mit klar erkennbaren, getrennten Bereichen für Krippe, Kindergarten und Allgemeinflächen. Der Krippenbereich liegt geschützt hinter den Eltern-zw. Nebenräumen. Die Anordnung der Räume bzgl. der Himmelsrichtungen ist optimal gelungen.

    Dem Planer ist ein im Grundriss klar strukturiertes Gebäude mit ebenso klar gegliederten Fassaden gelungen.

    Der Entwurf ist gut durchdacht und übersichtlich gegliedert, die Flächen sind effektiv genutzt und ausreichend groß. Selbst Ecken und Nischen sind für Garderoben und Nebenflächen ausgenutzt.

    Das Verhältnis von Bruttorauminhalt (7.500 m³) zu Bruttogeschossfläche (2.222 m²) ist wirtschaftlich sehr interessant.

    Der Entwurf 1014 erscheint als sehr gute Umsetzung der Wettbewerbsvorgaben. Die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit erscheint gewährleistet. Die Einbindung in die Umgebung wird als gut gelungen empfunden.