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  • DE-38678 Clausthal-Zellerfeld
  • 01/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-24398)

Neugestaltung des Stadtplatzes an der Marktkirche Zum Heiligen Geist


  • 2. Preis


    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Prof. Konrad Deffner

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: raum + zeit, Landshut (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Die bauliche Nutzung mit Sitzungs- und Ausstellungsräumen und einem Cafe erfordert ein nicht unerhebliches Raumvolumen, das weitgehend unter dem Platzniveau des Marktkirchenplatzes angeordnet wird.
    Der Platz kann so in seiner städtebaulichen Geschlossenheit weitgehend unangetastet bleiben. Lediglich ein kleiner, kristalliner Baukörper dringt wie eine gläserne Skulptur durch die Platzfläche, um genügend Tageslicht nach unten zu führen.
    Über dem Platzniveau befinden sich nur das Cafe und eine Cafe-Terrasse im Freien.
    Der Kristallkörper nimmt mit seiner Holzrippenkonstruktion Bezug auf die Marktkirche und die Holzbautradition der Bergstadt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine deutlich gefasste, schlichte Platzsituation mit historischem Gefälle vor. Das Modell lässt leider die vorgesehenen Höhendifferenzen (Treppen und Gefälle) nicht eindeutig erkennen.
    Die Rahmung des ruhigen Platzes mit seinen klaren Kanten grenzt sich allseits zur Bundesstraße u.a. durch die Materialwahl ab. Die Bäume lockern die strenge Fassung an entsprechenden Stellen auf.
    Der vorgeschlagene spannungsvolle Baukörper (Kristall) an der Nord-Westecke überzeugt durch Gestalt, Funktion und städtebauliche Positionierung. Abends erstrahlt er und zieht die Menschen an.
    Der Ein- und Ausgang zur Universität wird großzügiger im Podest mit Treppe und Rampe vorgeschlagen. Die Vorfahrt ist aus beiden Richtungen gegeben.
    Sehr schön ist der kleine Platz am Kristall mit Baum, Sonne und Schatten. Weitere markante Einzelbäume bleiben erhalten und werden durch Sitzmöglichkeiten ergänzt.
    Die natürlichen ortstypischen Materialien fügen sich harmonisch in das Gesamtgefüge ein.
    Der Entwurf überzeugt durch einfache gestalterische Mittel, mit denen es gelingt eine hohe Nutzungsflexibilität und gleichzeitig atmosphärisch angenehme Aufenthaltszonen zu schaffen.
    Eine Arbeit, die in ihrer Gesamthaltung überzeugt.