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  • Teilnahme 2. Phase

    städtebauliche Einbindung

    Architekten
    ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart (DE), Beijing, Haidian district (CN), Seoul (KR), Santiago de Chile (CL) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: schlaich bergermann partner - sbp gmbh, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Paris (FR), New York (US), Shanghai (CN), São Paulo (BR)

    Erläuterungstext
    Das Ziel des Konzepts ist es, das bislang linear angelegte Wegesystem der Hauptfußwegeverbindungen zu einem Netzsystem auszubauen. An zwei Stellen werden daher Erweiterungen des Systems vorgeschlagen, um eine bessere Anbindung der freigelegten Sieg an die Oberstadt zu ermöglichen. Die freigelegte Sieg ist somit zwischen zwei Plätzen eingespannt, die als Verknüpfungspunkt mit den umliegenden Wegen dienen. Die Plätze stellen auch den oberen und unteren Abschluss der zwei sehr unterschiedlich ausgebildeten Uferseiten dar.

    Das Westufer der Sieg erhält einen sanften Übergang zwischen hochwassersicherer Stadtebene und der Wasserfläche. Mit Treppen, Rampen und sanften Böschungen wird ein möglichst enger Bezug zum Wasser hergestellt. Eine multifunktionale Platzfläche direkt am Wasser wird über eine großzügige Rampe an den Maria-Rubens-Platz angebunden. Das durch vorhandenen ufernahen Bebauung beengte Ostufer erhält im südlichen Bereich eine Auskragung. So wird mehr Fläche geschaffen, die Platz für Gastronomie bietet und eine einladende Geste zum Kunstweg darstellt.

    Wichtigster Stadtplatz der Unterstadt sowie Knotenpunkt wird der Maria-Rubens-Platz. Er wird an beide Uferseiten angebunden, um die östliche Bebauung als Platzrandbebaung aufzuwerten.Nach Norden verbindet der Platz zum Kunstweg auf der einen und durch eine sanfte und großzügige Rampe zum einem tiefern Platz am anderen Siegufer. Durch einen großzügigen Schwung verbindet der Platz die beiden Uferseiten.

    Die Platzfläche ist weitgehend freigehalten um vielfältige Funktionen zu erlauben.
    Im Süd-Westen bildet der über den Platz gezogene Bodenbelag der Bahnhofstraße zusammen mit kräftigen Mastleuchten einen Abschluss.

    Der Hindenburgplatz entsteht durch eine leichte Verbreiterung der Hindenburgbrücke nach Norden und verbindet Reichwalds Eck und Hauptpost mit der freigelegten Sieg. Für das bestehende Parkhaus mit seiner wenig attraktiven Südfassade wird ein „vertikales Museum“ in Form einer vorgehängten Glasfassade vorgeschlagen, die eine über die gesamte Höhe verlaufende Vitrine bildet. Auf diese Weise wird die für den freigelegten Siegabschnitt sehr bestimmende Fassadenfront aufgewertet.

    Die Kölner Straße und die Bahnhofstraße werden als Fußgängerzonen mit unterschiedlichem Charakter ausgebildet. Hauptelement in der Bahnhofstraße ist ein linear durchlaufender Bereich mit einem abgesetzten Pflaster, der einen „Teppich“ von diesem Kreuzungspunkt zum Bahnhof bildet. Durch die Gestaltung soll diese eigentliche Hauptverbindung gestärkt werden. Das lineare Element einer einseitigen Baumreihe, wird auf der Brücke im Bereich des Maria-Rubens-Platzes durch markante Mastleuchten abgelöst.

    Die Fußgängerzone Kölner Straße wird im unteren Bereich durch die Stützmauer geprägt. Um diese Situation zu gestalten wird eine Baumreihe (Ergänzung des Bestands) angeordnet sowie ein kleiner Brunnen, dessen Wasser eine kleine Wasserrinne speist. Die Rinne mündet in die Brunnenanlage am Kölner Tor.

    Die Raumkanten am Kölner Tor werden durch Bäume sowie das Dach der verlegten Bushaltestelle gestärkt, damit die Platzwirkung deutlicher zur Geltung kommt. Das Wasser speist sich aus einem Brunnen in der Kölner Straße. Das Wasserbecken im Süden rückt als lineares Element leicht in die Kölner Straße und schafft so die Überleitung in die Fußgängerzone.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.