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  • 3. Preis


    Architekten
    Kemper Steiner & Partner GmbH, Bochum (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Gesamtkonzept gelingt es überzeugend in der Anordnung der Baukörper und der Freiflächen
    eine Beziehung zum bestehenden Einkaufszentrum aufzunehmen und bildet dabei
    selbstbewusst eine eigenständige Komposition: 2 diagonale Achsen verknüpfen das PEP mit
    dem innenliegenden Marktplatz, der die Mitte des Ensembles bildet. Geschickt werden die
    Baukörper des Handels und der bürgerschaftlichen Nutzungen um diesen Platz gruppiert.
    Der nördliche Eckpunkt, in dem sich das Festspielhaus befindet, wird durch ein Bürohochhaus
    auch städtebaulich herausgehoben. Die Lage des Boardinghauses ist richtig gewählt,
    die starke Betonung der Stadtloggia erscheint überzogen.
    Die differenzierte Ausbildung der öffentlichen Fläche und ihre Zuordnung zu den angrenzenden
    Nutzungen sind positiv hervorzuheben.
    Im Osten werden Wohnblöcke angeordnet, die sich nach innen öffnen und Privatheit bieten
    ohne sich zu isolieren, und über das grüne Rasenfeld in Verlängerung des Marktplatzes an
    das Gesamtensemble angebunden werden.
    Das Weiterführen der diagonalen Achsen bis zur Wohnbebauung erscheint unschlüssig.
    Der Einzelhandelsbaustein liegt an der richtigen Stelle und hat gute Möglichkeiten, sich zum
    Platz und zum PEP zu öffnen.
    Die Funktionen sind richtig verteilt, für sich unabhängig und trotzdem ins Gesamtkonzept
    integriert.
    Das Konzept erscheint hinsichtlich Erschließung, Grundstücksteilbarkeit und Ausrichtung der
    einzelnen Nutzungen umsetzbar.
    Die Schallschutzproblematik ist mit der angebotenen Glaswand nur bedingt gelöst, da für die
    gegenüberliegende Seite Reflektionen zu erwarten sind.
    Die Lage der Kita mit ihren Freiflächen ist gut gewählt, allerdings werden dadurch die privaten
    Freiflächen etwas reduziert.
    Durch den Rückbau der Thomas-Dehler-Straße auf jeweils 1 Fahrspur (vorgeschlagene Verkehrsberuhigung)
    wird die Anbindung über die diagonalen Achsen gestärkt.
    Insgesamt eine überzeugende Arbeit, die in der Maßstäblichkeit Neuperlach gerecht wird
    und einen neuen Ort mit eigenem Charakter schafft.