loading
  • CH-1700 Freiburg
  • 03/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-26429)

Erweiterungs- und Neugestaltung der Bibliothek in Freiburg


  • 3. Rang 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Atelier Kempe Thill, Rotterdam (NL)
    Bauingenieure: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich (CH), Luzern (CH)

    Erläuterungstext
    Landschaftsgarten
    Der Entwurf schafft ein zusammenhängendes Hofgelände, aus welchem sich sanft und dennoch wirkungsvoll die Bibliothekskuppel erheben kann. Begrenzt wird der Bibliotheksgarten alleine durch eine relativ niedere, klar ausgebildete Raumkante, welche den Garten als eigene räumliche und gestalterische Einheit defi niert. Der Garten versucht durch seine intensive Durchgrünung und durch die recht freie Anordnung der Wege an Landschaftsgartenentwürfe aus der Entstehungszeit der historischen Bibliotheksgebäude zu erinnern. Er erhält einen weitgehend zusammenhängenden Pflanzenteppich mit niedrigen Gräser- und Staudenbereichen sowie etwas höher aufwachsenden Strauchfl ächen. Über diese Kraut- und Strauchschicht wachsen locker verteilt Föhren, Birken und Mehlbeeren. Das Wegesystem verbindet funktional die Ein- und Ausgänge und bietet gleichzeitig einen Rundweg durch den Garten an. Im Ankunftsbereich empfängt ein kleiner Platz den Besucher. Hier verdichten sich auch die Nutzungen: Caffeteria, Fahrradabstellplätze und Aufenthalt im Garten auf dem grösseren der beiden Sitzbankelemente. Der Klostergarten wird durch die Architektur niveaumässig und räumlich eindeutig vom Bibliotheksgarten abgesetzt und erhält zwei Etagen tiefer eine der markanten Hofsituation angepasste Gestaltung.

    Garten und Bibliothek des Albertinums
    Das Albertinum erhält einen neuen, klar strukturierten Garten mit einem umlaufenden Kreuzgang. Dieser Kreuzgang verbindet im Erdgeschoss die Bibliothek, den Eingang von der Rue St. Michel sowie den Schlaftrakt miteinander. Auf dem Dach des Kreuzgangs werden das erste Geschoss der Bibliothek, die Kirche, die Kapelle und der Schlaftrakt miteinander verbunden. Der Kreuzgang ist in erster Linie zu verstehen als Angebot, mit der Neustrukturierung der BCU nicht nur Aussenraum und Bibliothek des Albertinums neu zu ordnen, sondern gleichzeitig die Erschließung aller seiner internen Bereiche strukturell zu verbessern. Diese ist im Moment durch die Belegung von Räumen durch den Kanton Fribourg in Teilen unterbrochen bzw. sehr umständlich. Ob der vorgeschlagene außen liegende Kreuzgang dabei die beste Option ist, muss in sich in Abstimmung mit dem Albertinum erst erweisen. Die neue Bibliothek des Albertinums ist integriert in den Neubau der BCU, folgt aber ihrer eigenen Logik in den Höhen und der Anbindung an den Klostergarten. Hier befi ndet sich auch eine Erschließungstreppe, mittels derer die Mönche zum Park der Bibliothek gelangen können.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.