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  • DE-73728 Esslingen
  • 04/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-27970)

Überdachung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB)


  • 3. Preis

    Werner Sobek Stuttgart GmbH & Co. KG - Überdachung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB)

    Architekten
    Werner Sobek, Stuttgart (DE), New York, NY (US), Moscow (RU), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Autoren begründen die Idee mit den Schwingungen des Daches etwas bemüht mit dem symbolischen Bezug zum Zollberg dem Weinberg im Norden der Innenstadt – was aber dem Ergebnis der Wirkung dieses Daches keinen Abbruch tut. Die beschwingte Dachform und die vermittelte Leichtigkeit der Konstruktion sind vornehm elegant und betonen die Bedeutung des Ortes. Zudem gelingt dem Entwurf die maßstäbliche Einfügung bei gleichzeitiger Eigenständigkeit. Die Wirkung der dargestellten Konstruktion vermittelt ein Dach mit beeindruckender Leichtigkeit und „heiterer“ Beschwingtheit. In der Nacht ist es eine zart leuchtende, sich „leise bewegende Wolke“. Tagsüber sorgen die unterschiedlich lichtdurchlässigen Elemente der Dachhaut für Transparenz, ohne Überhitzung und für ausreichende Schmutzunempfindlichkeit. Unklar ist die tatsächliche Entwässerung – wobei das „Loch“ in der Dachhaut mit Blick auf die Durchlüftung nicht ungeschickt ist. Eingespannte dünne Stützen tragen – gelenkig aufgelagert – einen verformten Gitterrost.
    Die Darstellung ist sehr filigran, die Details zeigen aber auch, dass die Konstruktion tatsächlich kräftiger ist. Im Gegensatz dazu scheint die Abmessung der Glasdreiecke mit 1,90 m x 0,80 m ggf. zu kleinteilig. Alle Buswarteplätze sind überdacht, der „Zugang zur Stadt“ aber nicht, was eindeutig einen Verlust an Komfort und Orientierung bedeutet. Die leichte Konstruktion verspricht Helligkeit und Übersichtlichkeit was für das subjektive Sicherheitsempfinden sehr wichtig ist. Im Lageplan – aber nicht in den Ansichten und Perspektiven, sind die separaten Masten für die Oberleitung aufgeführt. Ihre Darstellung würde sicher die Eleganz der Darstellung des Entwurfes beeinträchtigen.
    Die Übersichtlichkeit ist optimal. Die fehlende Betonung des Zugangs zur Stadt (hier fehlt die Überdachung) beeinträchtigt aber die Bedeutung dieses zentralen Stadtzugangs. Die Konstruktion erscheint aufwändig (Angaben der Autoren liegen nicht vor), die Folgekosten hingegen eher unterdurchschnittlich.